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Das sind gar nicht meine richtigen Eltern!

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Man hat mich betrogen und zwar mein ganzes Leben lang. Ob Dir das erklären zu können muss ich etwas ausholen und weiter erzählen. Du kannst das gerne streichen und zusammenfügen und im Block bringen.
Mein Vater ist gestorben und ich habe wie damals bei meiner Mutter es für meine Pflicht gehalten die Bestattung zu beauftragen und zu bezahlen. Ich bin der einzigste Sohn weshalb es keine anderen Kinder gibt.
Die Mutter ist sehr früh, schon 96 verstorben, der Vater vor einem Monat Jahr aber auch im Juli.
Nun liegt die Rechnung vor vom Friedhos- und Grünamt der Stadt (2.344 Euros) vom Steinmetz (3.000 Euros) und vom Bestatter inkl. Blumen und Zeitung (2.010 Euros).
Ich muss jetzt dazu sagen, dass ich die Rechnungen etwas liegen gelassn hab, weils Geld nicht so da war.
Jetzt ist aber das Testament geöffnet worden. Eins liegt beim Nachlassgericht die Kopie war im Schliessfach von der Bank.
Zum Hammer: Ich erfahr im Testament dass ich nicht der leibliche Sohn meiner Eltern bin. Bin aber immer so und auch gut behandelt worden, war ein Schlag vors Gesicht!!!
Die haben mich nur angenommen eigentlich ist mein Schicksal, dass ich der Sohn von meiner Tante bin. Is etwas kompliziert.
Meine Tante also die Schwester von meinem Vater war ganz jung schwanger und drogenabhängig. Da bin ich von der geboren worden und weil die im Entzug war hat meine Mutter, also die Schwägerin meiner echten Mutter mich übernommen und gross gezogen.
Ich verstehe nicht wieso nie eine B ehörde da irgendwie was nachgefragt oder geforscht hat. Mein Vater hat mich ganz normal angemeldet und auf dem Papier bin ich echt ein Sohn aber nach dem Testament und den beigefügten Beweisunterlagen eben doch nicht.
Meine richtige Mutter ist kurz nach meiner Geburt gestorben.
Muss ich nun die Bestattungskosten überhaupt bezahlen?

Tja, das ist ja wirklich eine hochinteressante Geschichte und ein sehr spannendes Schicksal. Da hat sich die Schwägerin einer Drogenabhängigen um deren Neugeborenes gekümmert und dieses als eigenes Kind ausgegeben.
In den Augen der Behörden giltst Du natürlich als leibliches Kind und bist zunächst einmal der Bestattungspflichtige. Ob es Dir gelingen kann mit den Unterlagen Deine tatsächliche Abstammung beweisen zu können, steht auf einem anderen Blatt.

Nun bist Du aber zunächst einmal beim Bestatter und beim Steinmetz etc. gültige Verträge eingegangen und hast die daraus erwachsenden Kosten selbstverständlich auch zu tragen. Es kann diese Dienstleister letztlich nicht interessieren, ob Du die Aufträge irrtümlich erteilt hast.
Selbstverständlich steht es Dir frei, irgendwie einen anderen Bestattungspflichtigen aufzutreiben, der dann, wenn alle Beweise erbracht wurden, die Kosten zu erstatten hat.
Aber da Du schreibst, daß das Ehepaar keine weiteren Kinder hatte, wir das schwer.

Auf der anderen Seite ist es aber doch so, daß diese Leute Deine Eltern waren. Sie haben Dich aufgenommen, groß gezogen und wie einen Sohn behandelt. Vielleicht sind sie nun -wie es sich im Nachhinein herausstellt- nicht Deine biologischen Eltern gewesen, aber spielt das ernsthaft eine Rolle für Dich?

Peter Wilhelm 16. August 2012


22 Kommentare » Schreibe einen Kommentar

  1. Ganz einfach gesagt: Der Schreiber oder Schreiberin dieser Geschichte hat die verdammte Pflicht für die Bestattung zu sorgen. Er ist von seinen „Pflegeelter“ aufgezogen worden und hat ale Vorteile genossen. Sich nun aus der Verantwortung zu stehlen, finde ich an diesem Punkt nur schäbig. Aber vielleicht blüht mir das auch noch mal. Meine beiden Kinder sind adoptiert. Nur im Gegensatz dazu wissen es beide.

    • Genau das ist der Punkt. Ich weiß nicht wie alt der Schreiber ist (oder habe ich das Überlesen?). Er hat sie für seine Eltern gehalten, war ja auch bereit die Bestattung zu Zahlen und erfährt durch ein THESTAMENT das sie gar nicht seine Eltern waren. Das ist Feige von den Eltern gewesen. Wie soll derSchreibe jetzt damit fertig werden? Ich glaube ich wär sehr wütend, entäuscht, wurzellos. Und im ersten Moment zu sagen, wenn das gar nicht meine Familie ist dann soll sich gefälligst der ihre Familie drumkümmern, ist in unsern Augen die nicht in der Situation stecken falsch, aber nachvollziebar.

      Ich frag mich, wenn die Eltern bis zum Tod geschwiegen haben, warummußte der Vateres dann unbedingt in seinem Thestament nach holen? Hätte er da nicht auch weiter schweigen können?

  2. Du sagtest jahrelang Mama und Papa zu ihnen. Hast dich mit ihnen gefreut und gelutten. Nur weil ein Papier nun etwas anderes sagt sind sie es nicht mehr für dich im Herzen? Wenn du von ihnen nun sprichst, nennst du sie nun Onkel und Tante?
    Ich kann mir nur erahnen was du für ein Gefühlschaos hast, aber dennoch sirgten sie für dich ein Leben lang liebevoll.

  3. Du sagtest jahrelang Mama und Papa zu ihnen. Hast dich mit ihnen gefreut und gelitten. Nur weil ein Papier nun etwas anderes sagt sind sie es nicht mehr für dich im Herzen? Wenn du von ihnen nun sprichst, nennst du sie nun Onkel und Tante?
    Ich kann nur erahnen was du für ein Gefühlschaos hast, aber dennoch sorgten sie für dich ein Leben lang liebevoll.

  4. Also, fassen mir zusammen: Der Fragende hat zur Beerdigung die große Sause steigen lassen (7500€ muss eine Beerdigung nun ja wirklich nicht kosten, wenn man das nicht so will) und versucht sich nun mit billigen Tricks aus der Rechnung zu stehlen, eindeutig auf Kosten der Dienstleister, denen das ja nun auch niemand anderes bezahlt. (Diskutieren könnte man, wenn nur das Mindestprogramm abgelaufen wäre, das sonst auch das Sozialamt gezahlt hätte.)

    Ganz großes Kino. Damit machst Du Dir im Internet bestimmt ganz viele Freunde, die Dir tolle Tipps geben.

    • Nichts weist darauf hin, dass er sich aus der Affäre schleichen will. Damit so etwas funktioniert, müsste er ja vorher gewusst haben, dass eine andere bestattungspflichtige Person dafür aufkommt.

      Wenn er seine „Eltern“ geliebt hatte, dann war es ihm vermutlich auch nicht so wichtig, eine günstige Bestattungsart zu wählen.

      Zuerst bitte denken, erst nachher die Moral predigen.

    • Wenn man sichs so anschaut:
      Die große Sause hat er eventuell nicht unbedingt gemacht, 2000 für die Beerdigung.
      Das Friedhofsamt hat aber arg zugeschlagen. Und Grabsteinpreise sind mir nicht geläufig.

      Allerdings: wenn er erbt ist er in der Kostenpflicht. Wenn er nicht erbt kann er die Kosten allerdings vom Erben zurückfordern.
      Von einer rechtlichen Bestattungspflicht her könnte er in die Pflicht genommen werden, da er der nächste lebende Verwandte zu sein scheint.

  5. Wenn ein Neffe der letzte lebende Verwandte ist, wäre der dann nicht ohnehin auch bestattungspflichtig? Außerdem, wenn es ein Testament gibt, das extra bei der Bank liegt, dann gibt es doch sicher auch etwas zu erben, oder? Und der Erbe ist dann sicher der Verfasser der Mail, oder? Dann lässt sich ja die Beerdigung sicher zumindest teilweise auch vom Erbe finanzieren…
    Zumindest meine älteren Verwandten rechnen immer so, dass man von ihrem Vermögen auf jeden Fall noch eine anständige Bestattung in ihrem Sinne bezahlen kann…

    • Nein Neffen sind nicht bestattungspflichtig.
      Der Rest von Deinem Kommentar ist Spekulation. Das Vorhandensein eines Testaments bedeutet nicht, dass auch ein Erbe da sein muss.

      • Das Vorhandensein eines Testaments kann ebenso bedeuten, daß da ausreichend Geld zur Verfügung steht, der Email-Schreiber es aber auf Grund eigener Schäbigkeit es trotzdem nicht für nötig hält, das was er bestellt hat, auch zu bezahlen.
        Allein die Aussage „ich habe es liegen lassen“ sagt doch, daß er entweder bestellt hat, ohne zu wissen wie er es bezahlen kann oder von vornherein gar nicht die Absicht hatte, zu zahlen.
        Vielleicht sollte man den Spiess mal wie folgt umdrehen: Fremde Leute haben diesem „Bastard“ letztlich das Leben erst ermöglicht. Aus lauter Dankbarkeit sollte er freudig zahlen, und wenn er 10 Jahre daran abstottern muss.

        • Ja, das Vorhandensein eines Testaments ist ein Hinweis auf Vermögenswerte. Aber jetzt überlege mal, wie hoch der Pflichtanteil für Geschwister bzw. deren Kinder ist.

          Je nach Wortlaut des Testamentes kann der Vater sein gesamtes Vermögen einer fernöstlich-esoterischen Meditationsgruppe vermachen, ohne dass jemand anderes auch nur einen müden Cent kriegt. Der Fragesteller kann also ohne weiteres leer ausgehen, obwohl er zeitlebens darauf vertraut hatte, das echte Kind zu sein und somit auch etwas zu erben. Siehe Pflichtteil…

        • Schon mal was von unvorhergesehenen Rechnungen gehört? Oder plötzliche Kündigung. Wer sagt dass das Geld nicht da war als er die Bestattung geplant hat? Dein „Bastart“ war ehrlich. Er hat zugegeben dass er nicht sofort gezahlt hat. Nun was versteht er unter sofort, was du, was ich. Die Zeit zwischen Beerdigung und Testamentsvollstreckung wird ja wohl kein Jahr gedauert haben. Und wenn ich das Richtig Raus gelesen habe dann war der Ablauf so: Tot, Beerdigung, Rechnung, Testament. Und wenn wir schon fies werden gegenüber Menschen die wir nicht kennen und irgendwas rein interpretieren dann waren die zwei Menschen bösartige Lügner denen der Schreiberling gar nichts Schuldet weil er Zeit seinen Lebens angelogen und (zumindest die ersten Monate/Jahre) Von seiner echten Liebevollen Fürsorgenden Mutter ferngehalten wurde. (Entschuldigung ich vergaß „Achtung: Ironie“ davor zu schreiben, dann setze ich es danach)Ja der Schreiber schreibt, es ging ihm gut, er wurde wie das eigene Kind auf gezogen. Er hat sie für seine Eltern gehalten. (mal neben bei wie viele Kinder allein in Deutschland werden von ihren Leiblichen Eltern misshandelt, vernachlässigt, im Stich gelassen -> auch da haben Leute haben letztlich das Leben erst ermöglicht. Ohne S. kein Leben. Aber niemand von uns, oder die wenigsten würden von diesen Kinder die ja die eigenen Kinder sind verlangen, aus lauter Dankbarkeit freudig zu zahlen, und wenn sie 10 Jahre daran abstottern muss.) Er (im Sinne von „Der Schreiber“ wurde belogen das scheinen die Moralapostel hier zu vergessen oder zu verdrängen. Viele sehen nur das Liebreizende Ehepaar das einen Hilflosen Säugling auf genommen hat. Ich will dem nichts absprechen, ich find das toll aber wenn man ohnehin mit der Trauer um einen geliebten Menschen fertig werden muss dann noch so eine Nachricht dazu. Ich bin mir gar nicht sicher ober der Schreiber sich wirklich um das Zahlen drücken will oder das nicht einfach nur (in Ermanglung eines besseren Wortes) eine Trotzreaktion auf den unendlichen Schmerz, der ihm zugefügt worden ist.

  6. @Caron: So einfach ist das nicht. Wenn man erst den Tod seiner Eltern verkraften muss und dann erfährt, dass sie gar nicht die Eltern waren, sie einem also das ganze Leben lang die wichtigste Information zur eigenen Person vorenthalten haben, ist man natürlich erst mal geschockt. Und es ist sehr nachvollziehbar, dass man stinksauer auf die Eltern ist und es vielleicht eben auch bereut, so viel für deren Beerdigung ausgegeben zu haben. Darüber würde ich jetzt nicht so selbstgerecht richten.

    Man kann dem Schreiber nur raten, Zeit ins Land gehen zu lassen. Die Begräbniskosten wird er nicht los – in der Tat steht den von ihm beauftragten Dienstleistern ihr Geld zu, und es ist auch niemand in Sicht, von dem er sich das Geld zurückholen könnte.

    Mit der Zeit wird ihm vielleicht klar werden, dass es kein böser Wille seiner Eltern war, ihm seine Herkunft zu verheimlichen, dass sie wohl eher einfach keine Kraft hatten, es ihm zu sagen. Dann wird er ihnen vielleicht auch wieder dankbar dafür sein, dass sie ihm Eltern waren. Und dann wird er vielleicht auch froh sein, für ein schönes Begräbnis gesorgt zu haben.

  7. An den Verfasser des Briefes, sofern er mit liest:

    Ich denke, wenn man von seinen Eltern gut aufgezogen wurde und man sie geliebt hat, sollte man nicht, nur weil sie doch nicht leibliche Eltern sind, diese plötzlich ob der großen Lüge nicht mehr mögen und die Zahlung der Bestattung verweigern. Solange man Erbe ist muss man sowieso zahlen. Notfalls in Raten, besser als gar nicht. Die beiden waren Jahrzehnte lang die Eltern, die werden durch dem neuen Umstand doch nicht plötzlich zu Fremden. Alleine was sie für die leibliche Mutter getan haben bzw dich, da sie sich als eigenes Kind aufgezogen haben nachdem deine Mutter gestorben ist, alleine dafür sollte man mit Dank reagieren. Dass sie es so lange verheimlicht haben, ja, darauf darfst du böse sein, jetzt, da alle „Beteiligten“ tot sind und du nie mehr nachfragen kannst.

  8. Hmtja, ich bin selber so ein ‚Familienadoptionskind‘ (eigentlich die Tochter der Cousine meiner Mutter).
    Mir würde aber im Traum nie einfallen, auch nur ansatzweise zu denken, daß die beiden Menschen, die mich großgezogen, mich mein ganzes Leben umsorgt, mit mir geweint und gelacht, mir bei Krankheit am Bett gewacht haben, nicht meine „Eltern“ sein könnten.

    Die Frau, die mich geboren hat, ist allenfalls meine Erzeugerin. Gesehen hab ich die (bewußt) nie; kurz nach meiner Geburt ist sie in die USA ausgewandert. Was sollte mich diese mir fremde Frau interessieren; und wieso sollte sie in meinem Herzen einen höheren Stellenwert als meine ELTERN – die sich diesen Titel wirklich VERDIENT haben! – besitzen?

    Und nur, weil der der Herr „Sohn“ jetzt, im Gegenzug, auch mal Geld für die „Eltern“ aufbringen soll (was die wahrscheinlich sein ganzes Leben für ihn gemacht haben!), da kommt’s ihm auf einmal bequem, daß das ja „gar nicht seine Eltern sind“ und er deshalb nix zahlen müßte?
    Aber bitte: Wär’s denn besser gewesen, wenn die „Eltern“ von Anfang an erzählt hätten, daß er der Sohn einer Drogensüchtigen ist? Bestimmt hätte der Fragesteller sich dann – vor allem in der Pubertät, wo man solche Sprüche recht hart nimmt – besser gefühlt, jawoll.

    Aber bitte, wenn’s unbedingt sein muß, soll sich der Fragesteller mal schlau machen, welche Reform bezüglich Erbrecht für Adoptionen ab dem 01.01.1977 gilt. Wie gesagt, MIR würde so was nie nie nimmer nicht einfallen, obwohl ich knapp vor diesem Termin adoptiert wurde…

    *schüttelt Kopf über die Kurzsicht und Undankbarkeit mancher Menschen*

    • Wie ich oben schon geschrieben hatte: Es ist wohl so, dass der Sohn meinte, er sei der leibliche Sohn seines Vaters. Und dass er als leiblicher Sohn etwas zum Erben bekäme, womit er die Bestattung bezahlen könne.

      Nun hat er – so nehme ich es an – im Vertrauen darauf eine feierliche Bestattung in Auftrag gegeben, und jetzt sitzt er in der Tinte.

      Nicht jeder Mensch hat 7500 € locker.

      An seiner Stelle würde ich ihm raten, zu prüfen ob er rechtmässig adoptiert wurde (womit er einen Pflichtteil am Erbe erhalten würde und hoffen kann, dass er daraus die Bestattung bezahlen kann), oder ob er, wie ich vermute, nur ein Pflegekind war. Auf eine rechtmässige Adoption geht er in seiner Frage an TOM ja nicht ein.

      Er könnte auch das Testament anfechten, da er stets und immer wie ein leiblicher Sohn behandelt wurde und somit darauf vertrauen konnte, einer zu sein.

      • Aber es geht doch gerade gar nicht darum, dass er nichts geerbt hat, das wird ja mit keinem Wort erwähnt.

        Es geht darum ob er überhaupt für die Beerdigung zahlen muss.

        Davon abgesehen schreibt er ja:

        „Mein Vater hat mich ganz normal angemeldet und auf dem Papier bin ich echt ein Sohn aber nach dem Testament und den beigefügten Beweisunterlagen eben doch nicht.“

        Was heißt vor dem Gesetzt gild er als Sohn womit ihm der Pflichtanteil von 50 % zusteht. Die Beweisunterlagen sind da erstmal egal solange auf dem Papier steht er ist sein Vater.

        Es ist allgemein bekannt, dass man sich nicht auf Geld verlassen darf das man nicht bereits in der Tasche hat. Darum bestellt man auch keine Dienstleistung welche man sich nicht leisten kann. Er hat es bestellt, er wird es zahlen müssen.

  9. Da es nicht ausdrücklich verneint wurde, gehe ich davon aus, dass es durchaus was zum erben gibt. Und da sage ich ganz einfach: wenn man dafür Sohn genug ist, ist man auch Sohn genug, die Bestattung zu bezahlen.

  10. Ich kann schon verstehen, dass jemand sehr – sagen wir mal – verwirrt ist, wenn er erfährt, dass im Grunde seine gesamte Lebensgrundlage auf den Kopf gestellt wird. Ich glaube auch nicht, dass man, wenn man nicht betroffen ist, das wirklich nachempfinden kann. Die Diskussion über irgendwelche Bestattungspflichtige, oder wer nun was an wen bezahlen soll erscheint mir als ein Scheingefecht, das nur aufkommt, weil der Betroffene einfach nicht weiter weiß.
    Was die Frage angeht, ob die Verstorbenen nun als Eltern gelten sollten oder nicht, kann ich nur sagen, dass ich immer schon der Meinung war, das Elternschaft (oder Verwandtschaft generell) nur zum Teil etwas mit Biologie zu tun hat, sondern dass sie im Leben miteinander verdient wird.

  11. Also ich waere auch erstmal sauer, wenn mich meine Eltern ein Leben lang belogen haetten.
    Das ist schon ein extremer Vertrauensbruch.
    Dass der Verfasser der Mail jetzt erstmal verwirrt und stinksauer ist, ist verständlich.
    Es wird wahrscheinlich im Laufe der Zeit leichter, seinen Eltern zu verzeihen.
    Vor allem, wenn sie sich ansonsten gut um ihn gekuemmert haben.

    Aber: Der Steinmetz und der Bestatter sind da voellig unschuldig an der Situation.
    Die koennen nix fuer.
    Die haben ordentlich gearbeitet und sollen auch ordentlich entlohnt werden.

  12. Mein halbes leben Rätsel ich wer wohl meine Eltern sind aber aus denen ist nichts raus zu kriegen mein Vater heißt Bergbau meine Mutter drewanz und ich Wink was kann ich machen um endlich die Wahrheit zu bekommen

    • @ronny:

      Das ist ganz einfach. Du musst nur zu dem Standesamt gehen, auf dem Deine Geburt registriert wurde und einen Auszug aus dem Geburtsregister anfordern, nannte sich früher Abstammungsurkunde.
      Im Gegensatz zur Geburtsurkunde, in der nur Deine rechtlichen Eltern (z.Bsp. Adoptiveltern) eingetragen sind, steht in Deinem Geburtenregistereintrag Deine leiblichen Eltern. Deswegen hieß es früher auch Abstammungsurkunde, da darin die tatsächliche Abstammung vermerkt wurde.
      Kostete bei mir auf dem Standesamt glaub ich 15 EUR und kannst Du gleich mitnehmen.

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