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Frau Ü. beschwert sich

Von

„…hatte sich mein Sohn bei Ihnen als Praktikant beworben. Sie haben ihn nicht genommen und begründeten das mit seinen Piercings in der Zunge und den beiden Lippen. Ich halte das für eine Ausrede und glaube vielmehr, dass Sie meinen Sohn diskriminieren wollten, weil er einen türkischen Vater hat. Ich bitte um Ihre Stellungnahme!“

„Sehr geehrte Frau Ü.,

da wir es in unserem Gewerbe mit einer vorwiegend älteren Kundschaft zu tun haben, die den modernen Formen der Körperverzierung durch Tätowierungen und Körperstechschmuck in den meisten Fällen skeptisch gegenüberstehen, habe ich Ihren Sohn lediglich gefragt, ob er bereit sei, das kleine Vorhängeschloß, das er in der Oberlippe trägt und die dünne Kette, die seine Unterlippe mit dem rechten Ohrläppchen verbindet, wenigstens bei Anlässen, die einen persönlichen Kundenkontakt erfordern, herauszunehmen. Leider konnte ich seine Antwort aufgrund der in der Zunge befindlichen Gegenstände nur schwer verstehen, deutete sie aber als ein ‚Never, Alter‘.

Mit der ethnischen Verwurzelung Ihres Sohnes hat meine ablehnende Haltung nichts zu tun, wohl aber mit der Tatsache, dass er sich während des Bewerbungsgespräches dazu hinreißen ließ, ein Päckchen Tabak aus der Gesäßtasche zu holen, sich eine Zigarette zu drehen und die abgerissenen Tabakreste von beiden Enden der eben hergestellten Zigarette auf den Teppichboden meines Büros zu werfen.“


Peter Wilhelm 28. Mai 2012

51 Kommentare » Schreibe einen Kommentar

  1. @Undertaker
    Wenn es die Mutter nicht mal schnallt….Mich würde mal interssieren ob es wirklich schlimmer geworden ist mit der Jugend, oder ob vor 10 bis 20 oder 30 Jahren genausoviele Weicheier dabei waren. Ich mein, ich würde mich so nur verhalten, wenn ich die Stelle nicht haben wollen würde und mich aber aufgrund von Zwängen bewerben müsste. Damals, als ich eine Stelle nicht wollte hat es bei manchen schon gereicht, wenn man angerufen hat und gesagt hat, dass Arbeitsamt schickt mich vorbei….Und Tschüss….

  2. @ines:

    Ja genau die Jugend so ein schlimmes Volk.
    Ich geb ihnen noch 2 Alternativsätze um ihre Aussage noch etwas zu verallgemeinern:

    – Unglaublich, wie weit das mit den Männern gekommen ist…
    – Unglaublich, wie weit das mit den Menschen gekommen ist…

    Unglaublich wie alle Leute mit dem Namen Ines immer von einem Negativbeispiel auf komplette Personengruppen schließen…

  3. Auch wenn ich hier feste an eine Karikatur glaube, so stelle ich mir das Leben als Personalverantwortlicher seit dem Anti-Diskriminierungsgesetz doch etwas fordernder vor. Aber auf Kurt Beck wurde ja auch eingedroschen, als er mal das sagte, was ihm auf der Zunge lag.

    Falk D. (undurchstochen)

  4. Das Beruhigende für die Handvoll Jugendlicher, die sich noch zu benehmen wissen: Ihnen wird der Einstieg ins Berufsleben einigermaßen leicht fallen (falls nicht irgendwann die Arbeitgeber ihre Erwartungen herunterschrauben müssen).

  5. Naja, fast alle Eltern halten doch ihre Sprösslinge für wunderbar, unfehlbar, supertoll und sowieso das beste Kind aller Zeiten. Dass da ein Herr Undertaker sich erdreisten kann, dem supertollen Nachwuchs keine mega-bezahlte Lehrstelle anzubieten, hat SICHER nur mit dem Nachnamen zu tun. Nix damit, dass der Sprössling ein (möglicherweise) völlig verhaltensgestörtes, leicht asoziales, total unkooperatives, lernresistentes Mistgör ist.

    Hugh, ich habe gesprochen.

  6. @Dante: Sorry, wenn ich dir mit meiner höchstpersönlichen Meinung auf den Schlips getreten sein sollte -.-

  7. @Ines

    No problemo und sorry auch von mir.

    Trotzdem finde ich konnte man die Aussage so nicht stehen lassen.

  8. Hmmm, da ich mir anscheinend immer wieder einen Wohnort an einem sozialen Brennpunkt suche, behaupte ich mal, da gibt es schon eine starke Veränderung in den letzten 30 Jahren.

    Logisch, gab es auch schon vor 30 Jahren bei uns an der Schule Messer und Gaspistolen.
    An dieser Schule gabe es keine „Problemkinder“, alles normale Kinder ohne Auffälligkeiten.
    Wenn jemand geschiedene Eltern hatte, war das schon extrem.

    Wir haben auch viel Quatsch gemacht, auch mal Leute verbal provoziert, alte Omas Kondome gezeigt und gefragt ob sie noch wissen was das ist, ect. pp.

    Aber es gab klare Grenzen, und die existieren heute oft nicht mehr.
    Wir haben Bevölkerungsgruppen, die weiterhin aus kulturellen und religiösen Gründen eine sehr autoritäre Erziehung anwenden.
    Unsere heutige Gesellschaft baut aber auf selbstbewußte, selbständig denkende Menschen und Kinder auf, die erkennen was richtig und falsch ist.

    Das passt beides nicht zusammen!!
    Das funktioniert nicht!

    Ich habe vorgestern eine Gruppe Kinder, 8-14 Jahre, versucht klarzumachen, dass man einen einzelnen nicht zusammenschlägt, -tritt und das Eigentum derjenigen nicht zerstört.

    DAS KOMMT NICHT AN!!!!!
    Die machen das solange weiter, bis ein stärkerer kommt und Gewalt anwendet.

    Ja ich bin frustriert wenn ich das sehe, aber es ist so. Und ich kenne in meinem Umfeld niemand, der diese Jugendlichen sieht und anders denkt.

  9. @ L-Roy, Stephen:
    „…viel erstaunlicher was in den Köpfen der Eltern so vor sich gehen muss.“

    Kann ich Dir sagen:
    Von den „Erlösen“, die so ein Rassismusvorwurf nach AGG bringt, können die wahrscheinlich bequem ein, zwei Monate leben!

  10. Ich hoffe, du hast eine AGG-Schulung besucht, Tom! Wie man so hört, gehen sonst Prozesse vor den Arbeitsgerichten schnell mal zu Gunsten der Bewerber aus…

    Darf man eigentlich aufgrund von Körperschmuck „diskriminieren“?

  11. > Darf man eigentlich aufgrund von Körperschmuck “diskriminieren”?

    Vermutlich tendenziell eher nicht. Hat Tom ja aber auch nicht.

  12. IronieOn
    Ich würd auch klagen mit der Begründung, dass es bei den Türken von Respekt zeugt, Sachen auf den Teppich zu werfen…
    IronieOff
    und leider würde ich damit sogar noch durchkommen…
    Zum Glück ging es nur um einen Praktikumsplatz und so können wir hier im Blog drüber lachen 🙂

  13. Hallo ines,

    der Dante mit dem grossgeschirebenen D ist nicht der echte dante!

    Liebe Grüße
    dante

  14. Ich sehe euer problem mit der Jugend bzw. den Kindern nicht…
    Es gibt auch viele Erwachsene die sich heute noch so aufführen…
    Ich kann zwar alles was man an schlechten Dingen über meine Generation sagt bestätigen (vor allem bei den 11-14 jährigen die sich zu fünft auf einen anderen werfen und deren Lieblingsausdrücke unter anderem F*** dich, Sch***, du A**** etc. sind…
    Inzwischen sind das feststehende Begrüßungsformen…
    Aber wie schon erwähnt kann man in manchen Stadtteilen solche Dinge auch von bereits etwas älteren menschen hören…
    Es werden mit der Zeit (jedenfalls hoffe ich das) weniger aber es gibt immer ein paar Leute die davon ausgehen mit ihrem Verhalten überall durchzukommen und man merkt einfach erst sehr spät das es so NICHT funktioniert…

  15. Nun ja, die Antwort (sowohl die erste als auch die zweite auf die Nachfrage) mag ja stimmen. In Hinsicht auf AGG wäre ich dennoch mit irgendwelchen aus der Norm fallenden Begründungen SEHR vorsichtig.

  16. @ Mike

    ..wieso? Hier ging es um einen Praktikumsplatz, der wurde nirgends ausgeschrieben, ist unbezahlt und reiner guter Wille des jeweiligen Betriebes.

    Da kann niemand Rest-/Sonder-/Wasauchimmerzahlung einklagen, also was will man erreichen?
    Mit Gewalt 14 Tage Arbeit durchsetzen?
    Das werden dann 14 Tage Keller kehren.

  17. Hmm, als ich mich für meine Ausbildung als Tierarzthelferin beworden habe, hat mein zukünftiger Chef erzählt, dass es doch tatsächlich Mädels gibt, die in ihrem Lebenslauf „Shoppen“ bei den Hobbies schreiben. Da frage ich mich doch, wie man auf solch eine Idee kommt.
    Und auch andere Sache haben ich dabei gehört, als ich bei den Tierärzten rum telefoniert habe, um zu fragen, ob ich ihnen eine Bewerbung schicken kann, wurde die Antwort manchmal recht schnell negativ, als ich sagte, ich hätte Abitur gemacht. Es wurden wohl erstaunlich viele schlechte Erfahrungen mit Gymnasiasten gemacht, so dass viele Tierärzte sagen, sie stellen Lehrline mit Abi nicht mehr ein, weil die sich den anderen Helferinnen ohne Abi gegenüber arrogant verhalten und dann, wenn sie mal schwerer arbteiten sollen, oder es doch mal ekliger wird, nach einem Monat keine Lust mehr haben und kündigen…
    Das ist für mich echt unverständlich! Von daher kann ich das schon verstehen, dass in dieser Hinsicht die Jugend über einen Kamm geschoren wird, weil es doch anscheinend ne Menge schwarze Schafe gibt. Und so ein Exemplar, wie in Toms Beitrag, ist mal wieder ein schönes Beispiel dafür, wie intolerant manche Menschen sein können, die von anderen verlangen, toleranter zu sein. So etwas ist von vorne herein klar, ich kann auch nicht als Arzt eine tattowierte Glatze tragen, was würden denn da die Patienten sagen?
    (Sorry, ist schon wieder so lang geworden…)

  18. Tja, sonst sind die Rütli-Borats halt.
    Benehmen sich erst wie die letzte Sau, aber wenn es mal zurückfällt, heulen sie einem gleich was von Diskriminierung und mangelnden Chancen vor.

  19. @powermax: oder den neuen tiefergelegten schwarzen B(ayerischen)M(üll)W(agen) anzahlen! (An alle Nicht-Smart-Fahrer: Soll ein Witz sein!)

    Die derzeitigen Jugendlichen haben einfach keine Grenzen kennengelernt: Alles ist sofort zu haben (Fast Food) und kostet die sponsered by daddy-Kids nichts, für das sie was leisten mußten.
    Einen Teil der Eltern konnte sich gegen ihren Nachwuchs nicht durchsetzen (selbst häufig bei ‚Freunden‘ meines grad volljährigen Sohnes mitgekriegt) und wenn die lieben Kleinen machten, was sie wollten, ruft Mammi „Fritzi, lass das“ in -zigfacher Wiederholung. Aber Konsequenzen, weil Fritzi nicht läßt? Null.

    Haue ist pfui (richtig), aber man Kinder auch anders bestrafen durch Konsequenzen und Vorbild. Und egal, was andere sagen: ICH finde Disziplin, aber nicht Drill, wichtig.

    Zu lang gefeiert, zu spät heim? Sch..egal, Schule ist. Aufstehen trotzdem 6 Uhr, und wenn’s einem nicht gut geht, nächstes Mal ein Bierchen weniger usw. usw. Schulbus geht durch? Was solls, sind nur 3 km bergauf…

    Fragt mich in einigen Jahren, ob mein Erziehungsprinzip geklappt hat!

  20. LOL den Mischling der gepierced ist und so spricht… wer hätte das gedacht SCNR

    Ach egal. Mag eh keine Ausländerkinder mehr, nachdem ich sehe, dass die das eh nicht begreifen…

    MfG
    ein Ausländerkind

  21. Ach je, über den Sittenverfall der Jugend hat sich sogar Sokrates seinerzeit schon ereifert – und dennoch sind wir noch nicht wieder auf den Bäumen gelandet. Vor 20 Jahren waren es übrigens nicht die Piercings, sondern die bunten Irokesenfrisuren der Popper. Und in 20 Jahren wird es wieder etwas anderes sein. So what? Die sortieren sich doch direkt von selbst aus dem Berufsleben aus. Wie schon immer.

  22. Sicherlich kann man die Jugend über einen Kamm scheren. Sie sind jung, außer Eltern und Lehrern haben sie in der Regel kaum mit jemand außerhalb ihrer Generation zu tun gehabt und alle sind noch in der Entwicklung. Wer da hohe Ansprüche stellt, der sollte sich mal die Erwachsenen anschauen. Verantwortungsbewustsein und sozialen Umgang zu finden ist auch da schwer.

    Das Problem: Das war schon immer so. Das die eigene Generation „damals“ weniger Mist gebaut hat und viel mehr Respekt vor anderen hatte gehört in die Schublade Verklärung. Sicherlich war früher vieles anders – aber nicht besser. Unsere so großartig aufgeklärten, respektvollen und friedlichen Vorgängergenerationen haben zwei Weltkriege und einige der schlimmsten Grausamkeiten in der Geschichte vollbracht.

    Das Gute: Die meisten wachsen aus diesem Verhalten raus und besinnen sich. Der Rest wird genauso enden wie ihre 40jährigen Spiegelbilder heute.

  23. >Fragt mich in einigen Jahren, ob mein Erziehungsprinzip >geklappt hat!

    klappt. hat zumindest bei mir meineserachtens ganz ordentlich funktioniert.

    kleiner Tipp am Rande: Ver/Gebote werden ungemein leichter akzeptiert wenn sie vernünftig begründet werden 😉

    Ich sehe mich allerdings auch nicht als Teil der „Jugend von heute“, das war ich auch nie.

  24. Habe vier Kinder. Alle fast normal. Was bin ich erleichtert. Ansonsten: Muß man auf so eine Anfrage überhaupt antworten? Oder nur wenn es in den Fingern juckt? OK, ich hätte drei Tage über was sarkastisches nachsinniert.

    @ Underthaker: Da es auch passieren kann, dass auch mal so ein Junger mit abstrakten Outfit (lebender)Kunde werden könnte, kann man diesen jungen Mann als Berater in der Hinterhand bereithalten. Dann kann er Gleichgesinnte beraten. Wenn er sich für mehrere Bestatter bereit hält ( bundesweit ), könnte es sogar mal was mit einem Einsatz werden. Man weiß ja nie…….

  25. @Mac
    In aller Regel sind bei junge Kunden die Eltern Auftraggeber und wollen Ihren Sohn/Ihre Tochter so beigesetzt haben, wie sie wollen. Wenn sie sich mit der Subkultur beschäftigt haben, dann wissen sie, worauf es ihm/ihr ankam, wenn nicht, liegt evtl auch der/die 23-jährige Punker/die Punkerin mit ungefärbten Haaren und ohne Sicherheitsnadel im Ohr, eingehüllt in Nadelstreifen im Holz – nichtmal den ACAB-Button haben sie ihm/ihr gelassen.

    Man muss ja inzwischen höllisch aufpassen, dass man ja keine Bevölkerungsgruppe ausgrenzt und am Ende noch angezeigt wird…

  26. Ich stelle grundsätzlich keine Lehrlingsanwärter mit Abitur ein, weil meine Erfahrung in die Richtung ging, dass diese nach der Ausbildung oft ein Studium angefangen haben.

    Die Ausbildung wird hier zu oft als Notanker gesehen, frei nach dem Motto „Lern erst mal was vernünftiges“.

    Mir ist manch ein mittelprächtiger Realschüler mit Begeisterung lieber, zudem sagen schulische Noten nicht viel über die Eignung als Mechatroniker aus.

    Hier greifen dann die Hobbys, hier z.B. ist die Begeisterung am eigenen fahrbaren Untersatz meist eine gute Basis.

  27. Ich schätze mal, dass der junge Mann dieses Verhalten EBEN NICHT von seinem türkischen Vater gelernt hat…

  28. Hallö,

    haben hier in unserem Betrieb 65 Azubis rumrennen und ich kann denke ich mal behaupten, das es mit der Zeit … mhmm, anders geworden.

    Erstaunlicherweise sind Höflichkeit und einigermaßen gutes Benehmen nicht vollkommen abhanden gekommen, aber man muss, um diese auch zu erfahren, eine Respektperson sein, die den Neuzugängen ganz klar zeigt, das sie mehr drauf hat.
    Was ich schlimm find ist dieses ewige diskutieren um irgend etwas.
    Uns wurde gesagt „Mach das …“ und wir haben das gemacht und gut ist. Heute muss man erstmal eine Diskussionsrunde einberufen und lange und quälend sich auseinandersetzen, ob der Vorgang ansich überhaupt Sinn macht, nur weil den Herren Azubis das nicht passt.

    Also im groben hat sich die Grenze des „Erwachsenwollenseins“ verschoben, die Jugendlichen versuchen früher erwachsener rüber zu kommen, was natürlich nicht immer klappt.

    Die Schuldigen sind meiner Ansicht nach die Eltern, Politiker und vor allem die Industrie, welche auf alle Betroffene Druck ausübt in dem sie vorgaukelt, das man Karriere machen muss, das man als Einzelkämpfer dasteht etc. die Leistung der Schule stimmen muss und am Ende das Geld steht.

    Mag vielleicht auch ein wenig stimmen, aBär (ein missmutiger aBär) das was im Endeffekt dabei raus kommt müsste doch eigentlich so langsam mal zum denken anregen.

    Wenn ich dann noch daran denke, das darüber geschimpft wird, wie teuer deutsche Löhne sind und was „Topmanager“ so verdienen, wird mir endgültig schlecht.

    Wie heisst der Eingang in den Kommentaren doch so schön … „XYungelöst schaufelte sich sein eigenes Grab …“

  29. @madda: auf diskriminierung pochen … das ist ja heutzutage sowas von in mode! den eindruck habe ich auch, jeden tag auf´s neue.

    und deine ausführungen in sachen „erst mal alles durchdiskutieren“ teile ich voll und ganz. auch hier in unserem büro laufen zwei praktis rum, wie sie unterschiedlicher nicht sein können. der eine arbeitet einfach und ist fleissig (wobei nicht gesagt ist, dass er nicht auch diskutieren kann, nur hat das nährwert), der andere diskutiert so oder so erst mal, was es ihm bringe, wenn er dies und jenes täte … auf wessen seite die allgemeinen sympathien liegen, ist schon lange klar. und die qualität der arbeit liegt auf der hand!

  30. „Mein Sohn macht sowas nicht!“
    Wie oft habe ich als Vater mit Kindergärtnerinnen und Erzieherinnen über diesen Elternspruch gelacht – immer, wenn er mal wieder was ausgefressen hatte.

  31. Mhh, bei der Diskutiererei bin ich geteilter Ansicht. Grundsätzlich halte ich persönlich mich auch für jemanden, der tut was gesagt wird. Durch Erziehung und daraus resultierende Persönlichkeit. Trotzdem möchte ich in einem Praktikum auch was lernen, ich studiere nicht Pharmazie, damit ich während des Apothekenpraktikums vier Wochen lang Tüten und Bonbons in Schubladen füllen, Handtücher zusammenlegen und Medizinis mit dem Firmenstempel versehen darf. Ein Praktikant ist zweifellos der AvD, aber alles hat seine Grenzen. Und: Der Ton macht die Musik! „Es ist halb zehn, warum waren Sie noch nicht beim Bäcker?! Ich möchte gerne ein Käsebrötchen. Aber sagen Sie denen, sie sollen Butter draufschmieren und nicht diese eklige Remoulade!“
    Ja, ich hatte da wirklich Spaß. -.-

  32. @ Th, bei mir war es dann so, dass diejenigen, die mich trotz Abitur haben wollen, das unter anderem damit begründet haben, dass sie einen Lehrling nicht übernehmen könnten und somit dann mir, die ich ein Tiermedizinstudium hinten dran hängen wollte, was ich auch ganz ehrlich in der Bewerbung geschrieben habe, den Vorzug gegeben haben.
    Im Endeffekt ist es dann doch ganz anders gelaufen und ich studiere jetzt schon. Wobei ich sagen muss, mein Chef war wirklich tolerant, als ich ihm nach einem Monat „gebeichtet“ habe, ich hätte einen Studienplatz, meinte er nur: „Herzlichen Glückwunsch, dann brauchen wir wohl eine neue Auszubildene!“ Und am nächsten Tag hatte er auch schon eine. Das war für ihn absolut in Ordnung.
    Und wenn ich vor dem Studium eine Ausbildung mache, dann soll mir das auch was bringen, das heißt ich engagiere mich, damit ich so viel wie mögllich lerne.

  33. Ähm, um mal kurz auf das Diskutieren zu kommen.

    Ich hab in meiner ersten Ausbildung sehr gerne mit meinem „Meister“ diskutiert.

    Zur Erklärung kurz vorweg. Meine erste Ausbildung hab ich in einem Sägewerk bekonnen als Holzbearbeitungsmechaniker. Tolle Berufsbezeichnung, ich weiss. Sägewerker wäre einfacher gewesen und jeder wüsste was mit anzufangen.

    Da der Betrieb auch eine Holzhandlung mit angeschlossen hatte, kamen am Tag immer wieder kleinere Aufträge von privaten Kunden die größtenteils ich abarbeiten durfte. Laut meinem Meister immer schön der Reihe nach wie sie rein kommen….

    Das passte mir garnicht weil einfach uneffektiv. Wenn ich für Auftrag Nr.1 Dachlatten holen muss, kann ich die Dachlatten für Auftrag Nr.3 gleich mitbringen. Ist ja ein Weg.

    Dadurch entstanden natürlich immer wieder Diskussionen mit meinem „Meister“ wer denn nun Recht hat und wie ich das zu machen hab… Er bestand weiterhin auf die Art, die er sagt, Auftrag für Auftrag und nicht durcheinander. Endeffekt war dann das ich nach 2 Jahren und einem Monat gekündigt hab weils mir zu blöd war.

    So, jetzt 10 Jahre später weiss ich das ich bescheuert war mit der Kündigung, ich könnte da heute noch arbeiten wenn ich gewollt hätte. Aber, da kam mein Dickkopf durch und das ganze war eine Schnellschussentscheidung.

    Nunja, egal. Schnee von gestern das ganze. Wollt es nur mal gesagt haben. Auch „dumme Hauptschüler“ Diskutieren gerne. 😀 Ich war einer der Sorte.

  34. Aua aua aua, Die ganzen Rechtschreibfehler bitte ignorieren. Ich sollte mal langsamer tippen und das geschriebene vorher nochmal lesen…….

  35. es gibt doch wohl in der Jugend immer einige schwarze lämmer..
    aber es liegt nicht immer in der Jugend..
    ich wäre bereit, sämtliche piercings herauszunehmen, für immer, falls ich einen arbeitsplatz als bestatter bekommen würde..
    würde sogar umziehen..
    aber sämmtliche ortansässige bestatter haben entweder einen azubi im 2 lehrjahr.. oder bilden garnicht erst aus..
    und die meisten machen das einem in einem nicht so sehr höflichen tonfall klar..
    naja gut zu wissen, wie die welt doch tickt..
    noch dazu kommt ja dass ich ein mädchen bin, deswegen bin ich gleich bei 2 unternehmen durchgerassel mit dem tonfall: “ wir stellen keine Frauen ein, die können ja keinen Sarg tragen! und keine hausabholungen machen“als müsste man jemanden alleine von sagen wir mal zuhause abhole.. echt toll..
    vermutlich wird das bei anderen bestattern auch nicht anders sein..

    MFG
    Verena

  36. @verena: tröste Dich. Der Richtige kommt noch. Zu dem sagst Du: „Die zierlichen Frauen können viel Nutzlast tragen, weil niedriges Leergewicht. Die dicken Frauen können nur wenig Zuladung verkraften, weil schon hohes Leergewicht.“

  37. Nein wie geil XD
    Solang er es nicht so macht wie ein Freund von mir, der nicht auf seinen Zahnarzt hörte und sich trotz fester Spange ein Zungenpiercing stechen ließ, welches sich dann verhakte…

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