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Ich bin da, Heinz

Von

Unter dem Titel „Ich bin da Heinz“ nimmt sich die Süddeutsche dem Thema Sterbehilfe an.
Lesenswert.

Gefunden von Tante Jay.

Peter Wilhelm 27. Juni 2012


12 Kommentare » Schreibe einen Kommentar

  1. Toller Artikel. Ich glaube bloß kein Wort davon, dass die Hornisse die beiden „attackiert“ hätte.

  2. Alles hat seine Zeit und ich bin froh das ich (auch durch diesen Blog) einblicke in eine Welt jenseits von Kochkursen und Spassgesellschaft haben darf.

    Danke für diesen Artikel.

  3. zu dem Thema haette ich mal eine Frage.. die passt zwar hier nicht ganz rein, aber vielleicht, weiss ja doch jemand bescheid. Wie ist das denn mit Patientenverfuegungen? Wo kriegt man die, was muss rein, was macht man denn dann damit?

  4. @5
    Patientenverfügungen gibts zu Hauf vorfomulierte zum Ankreuzen/Streichen im Internetz. Aber auch die meisten Hausärtze haben welche, die Wohlfahrtsverbände meistens auch.
    Ich selbst finde am sinnvollsten sich ein vorgefertigtes Exemplar zu besorgen, es aber NICHT auszufüllen, da oft zu allgemein gehalten. Mn kann sie gut als grobe Gliederung benutzen, um keinen Bereich zu vergessen. Dann sollte man eine eigene Verfügung aufsetzen und auf alle seine konkreten Wünsche eingehen. Ggf. eben GENAU definieren in welchem Fall man eine Weiterbehandlung wünscht und welche und in welchem Fall und welche nicht. Das Ganze sollte man dann intensiv mit seinem Hausarzt durchgehen und ihn auch bitten mit zu unterschreiben, so bekommt das Ganze mehr Gewicht und die behandelnden Ärzte wissen, dass da medizinischer Sachverstand mit eingeflossen ist.

  5. Ich habe dunkel im Hinterkopf, dass mal jemand (keeeeine Ahnung wer das war) mal aus dem Nähkästchen geplaudert hat und berichtete, dass Patientenverfügungen regelmäßig als das Papier nicht wert erachtet werden, sprich, ignoriert werden.

  6. Vielleicht noch eine Ergänzung.
    Ich habe mit Absicht keine Links angegeben, es gibt einfach zu viele, und man kann nicht sagen, dass die eine besonders gut und die andere besonders schlecht wäre. Sie sind teilweise weltanschaulich gefärbt, und was man da als Vorlage für eine eigene PV nimmt, hat, denke ich, auch stark mit den eigenen Einstellungen zu tun.
    Es mag z.B. Menschen geben, denen das Muster der Ärztekammer Nordrhein ausreicht (http://www.aekno.de/downloads/aekno/pat-verfuegung-2009.pdf), ich halte es für völlig unzureichend.
    Es gibt auch Services mit deren Hilfe man eine sehr genau auf einen selbst zugeschnittene, sehr ausführliche PV bekommen kann, allerdings natürlich nicht kostenlos (bis ca. 96 EUR). Die Ärzte machen es in der Regel auch nicht umsonst.

    Ich glaube man muss sich wirklich durchgooglen und sich erst mal verschiedene Muster ansehen. Der Gesetzgeber hat übrigens wohl absichtlich kein Muster veröffentlicht, da diese Dinge einfach zu individuell geregelt werden müssen.

  7. @7
    Je nachdem wie lange das her war, kann das schon vor der neuen Rechtslage gewesen sein. Mittlerweile können Ärzte, die sich NICHT dran halten, ein ernsthaftes Problem bekommen. Früher war es umgekehrt eher schwierig, den Patientenwillen durchzusetzen, was oft erst nach einem Gang zum Gericht gelang und dann in der Regel zu spät war. Aber es gab (und das weiß ich aus eigener Erfahrung) bereits damals umsichtige und kluge Mediziner, die da sehr wohl Respekt vor hatten und ohne großes Aufhebens im Rahmen ihrer Möglichkeiten versucht haben, dem Patientenwillen zu entsprechen, z.B. konkret dadurch, dass eine Magensonde, die allenfalls die Agonie um wenige Tage hinausgezögert bzw. verlängert hätte, eben nicht mehr zu legen, obwohl man es streng genommen damals noch hätte tun müssen.

  8. Hallo Tante Jay. Danke

    Dieser Artikel ist sehr wertvoll und gut geschrieben. Genau so ist es und man spürt die eigene Hilflosigkeit und die erzwungene Untätigkeit.
    Auch die Wut, die manchmal hochkommt und die nicht zugelassen werden kann oder darf.

    VIOLETTA

  9. Das ist ja schrecklich, wie der arme Heinz verrecken (entschuldigt, ich finde wirklich keinen besseren Begriff) musste. Was hat das noch mit Würde zu tun? Kann diese Person die den Bericht schrieb das verantworten, dass jemand so lange künstlich am Leben gehalten wird? Heinz wäre sicher froh gewesen, hätte er nicht mehr so lange leiden müssen.
    Der Bericht erinnert mich stark an meinen Opa der vor kurzem starb. Ich habe gesehen wie er leiden musste, der rasselnde Atem – japsen – genau wie in dem Bericht.
    Mein Opa hatte sich von einer Operation nach einem Darmverschluss nicht mehr erholt. Erst wurde es besser, er kam zu Besinnung. Doch dann begannen seine Lungen zu versagen. Er bat darum, dass die Maschinen abgestellt würden, damit er gehen darf. Nach Rücksprache der Ärzte (die bestätigten, dass da nichts mehr zu machen sei als hinauszögern) mit seinen Kindern bekam er dann Morphium gegen die Schmerzen, und die Maschinen wurden ausgeschaltet.
    Mein Opa hatte Glück, dass er soweit zu Bewusstsein kam, um sich mitzuteilen. Ich und einige Leute aus meiner Familie schrieben sich in Folge Patientenverfügungen, für den Fall dass man sich nicht mehr ausdrücken kann.

  10. Ich sehe da keine Lüge. Sobald sie gestorben ist und dieses irdische Jammertal hinter sich ließ, geht es ihr doch tatsächlich besser …
    – oder wie schon Scarlett O’Hara in „Vom Winde verweht“ sagte: „Jetzt wird erstmal gestorben.“ 😉

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