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Leichen sind doch giftig! Leichengift

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Halo Bestatterblogteam, ihr behauptet ja steiff und fest das es kein Leichengift gibt.In meiner Ausbildung zur Bestattungsfahckraft habe ich aber nun von ein wirklichen Fachmann gehört,das es wohl Leichengift gibt.Das heist Neurin und ist nicht nur giftig sondern sogar toxisch.Steht auch bei wikipedia und im Netz.Ihr solltel so ein Blödsinn nicht mehr verbreiten sonst stirbt noch einer.

Hättest Du in der Wikipedia richtig gelesen, dann wäre Dir dieser Satz hier aufgefallen:

„…gibt es keine Substanz „Leichengift“. (…) Im Umgang mit Leichen etwa in Bestattungsunternehmen gilt, dass eine schädliche Wirkung infolge Hautkontakt oder Einatmung von „Leichengift“ ausgeschlossen ist.“

Frau Dr. Christine Pernlochner-Kügler schreibt in einem Aufsatz dazu:

„Leichen sind natürlich nicht „giftig“. Ein „gesunder“ Verstorbener ist so giftig, wie ein „gesundes“ totes Huhn. Es gibt kein Leichengift. Es entstehen durch den Fäulnisprozess zwar Toxine als Abbauprodukte von Eiweißen (so genannte Alkaloide), ein Kontakt durch Berührung mit diesen Alkaloiden ist allerdings ungefährlich und eine schädliche Wirkung durch Hautkontakt oder Einatmung von „Leichengift“ ist daher ausgeschlossen. Lediglich der Verzehr bzw. orale Schmierinfektionen oder Infektionen durch Schnittverletzungen können zu Erkrankungen führen, die allerdings nicht durch Leichengift, sondern durch Bakterientoxine, Alkaloide und mikrobielle Infektionen verursacht werden können.“

Quellen:
Zitat 1: Seite „Leichengift“. In: Wikipedia, Die freie Enzyklopädie. Bearbeitungsstand: 23. Dezember 2010, 21:20 UTC. URL: http://de.wikipedia.org/w/index.php?title=Leichengift&oldid=83006298 (Abgerufen: 5. Mai 2011, 08:30 UTC)

Zitat 2: Dr. Christine Pernlocher-Kügler, Sind Leichen giftig?, Trauerhilfe.at, http://www.trauerhilfe.at/news/fachthemen/leichengift.php

Peter Wilhelm 1. Juni 2012


34 Kommentare » Schreibe einen Kommentar

  1. 😀 Oha… Also ich mache auch eine Ausbildung zur Bestattungsfachkraft und uns hat kein „Fachmann“ gesagt, dass es Leichengift gäbe 😀

  2. „Sonst stirbt noch einer!“ Oh Gott, noch mehr Leichengift!

    Bei Wikipedia steht immerhin was von akuter Toxizität:
    http://de.wikipedia.org/wiki/Neurin

    Aber ich finde das trotzdem faszinierend, dass sich das Gerücht vom Leichengift so hartnäckig hält, aber trotzdem jeder Fleisch ist (also ich auch). Ist doch letztlich nix anderes.

  3. Ich finde es eigentlich traurig, dass es „Fachmänner“ unter den Bestattern gibt, die immernoch der Meinung sind das es Leichengift gibt 😀

  4. Ist doch ganz klar: ob der Toxizität moniert der Autor produktiven Korrekturbedarf an der reskribierten Verbalkommunikation dieser Publikation.

    So, jetzt mach ich mich wieder an meine PowerPoint-Folien.

  5. Ich glaub ich krieg Schleudertrauma vom Kopfschütteln ob dieses Azubis.
    Aber immerhin: wenn er/sie was draufhat, dann lässt er/sie sich „nicht nur giftig sondern sogar toxisch“ als Werbeslogan für Rattengift oder ähnliches schützen. Die praktische Umsetzung in Werbung sollte dann allerdings jemandem überlassen werden der in geringerem Masse an Legosteinie (oder wie das heisst) leidet.

  6. Vorschlag zu Bestattungsfachkraftprüfung:

    – Der Mensch ist ein Säugetier und Allesfresser.
    – Das Schwein ist ein Säugetier und Allesfresser.
    – Eine Leiche beim Bestatter ist ein toter Mensch.
    – Ein halbes Schwein im Kühlhaus ist ein totes Schwein

    Ist ein halbes Schwein (bzw. ein daraus gewonnenes Schnitzel (gekühlt und nicht älter als ca. 1 Woche) toxisch?

    Wird daher eine Leiche (gekühlt und nicht älter als eine Woche) toxisch sein?

    Würde man ein halbes Schweine, warm gelagert und ca. 4 Wochen alt noch essen oder ggf. anders als mit Handschuhen anfassen?

    Was sollte man demzufolge mit einer menschlichen Leiche, ebenfalls schon etwas älter, machen?

  7. Hab dich nicht so wegen dem bisschen Neurin! Was meinste, was Dihydrogenmonoxid erst für ein Zeug ist, das jeder nicht gasdicht verschweißten Leiche ungebremst entweicht? In jeder Leichenhalle ist die Luft im messbaren [b]Prozent[/b]bereich damit belastet!

  8. Leichengift, vielleicht eine neue Spirituosenmarke für die zünftige Fier bei Bestatters oder für den Leichenschmaus am besten aus Obst mit leichtem Modergeschmack gebrannt. 😉

  9. @ Kall

    „Was sollte man demzufolge mit einer menschlichen Leiche, ebenfalls schon etwas älter, machen?“

    Na was wohl, Schnitzel und dann essen. Aber nur gekühlt, sonst wird es toxisch.

  10. @kall Na ja, Jain. Nicht umsonst werden zum Verzehr bestimmte Tiere ja unmittelbar nach der Tötung „aufgebrochen“ und so ihrer Innereien entledigt. Diese führen sonst nämlich, ob ihrer Bakterienbelastung, schnell zur Fäulniss.
    @12 Dihydromonoxid,. Ich schmeiss mich weg. 😀

  11. @12: nicht vergessen wie unglaublich toxisch das böse, böse NaCl ist! Das enthält ja Natrium, das wie ja jeder aus dem Chemieunterricht weiss, sofort mit heftigen Stichflammen mit Wasser (also dem ebenfalls üblen von dir angesprochenen Dihydrogenmonoxid) reagiert. Und dann noch Chlor. Fragt mal Greeepeace was die zu Thema Chlor und Chlorchemie zu sagen haben. Auweia! Und dann die beiden bösen Substanzen noch dazu 50:50 vermischt. Und im menschlichen Körper vorhanden… Hilfeeeeee!!!!!!!!

  12. Kann nicht tippen, muss Bauch halten…*muahahahahaha

    Bei „nicht nur giftig sondern sogar toxisch“ musste ich erst an Waschmittel denken und eine Millisekunde später ging der Lachkrampf los -.-‚ Tom, wie schaffst du es, sowas ernsthaft zu beantworten?

    Ich finde übrigens die Rechtschreibung ziemlich traurig*damit durch jeden Einstellungstest gerauscht wäre

  13. Der Wikipedia-Artikel zu „Leichengift“ ist aber auch nicht ohne:

    „In früheren Zeiten wurden in medizinischen Hörsälen auf demselben Tisch sowohl Sektionen von Leichen als auch Operationen durchgeführt, meist zum Nachteil der Patienten …“

    Klingt ja fast schon wie ein Blogeintrag 😉

  14. @19 andy

    Lass mal einen Hygieniker referieren, gespickt mit eigenen Anekdoten. So sanfte Umschreibungen hörst du da selten. Chirurgen rate ich allerdings vom Hören eines solchen Seminars ab*gg* zumindest denen, die sich für Götter halten, also doch wieder allen…

    Unsere Theorie ist übrigens ein Prion, der sich nur in Hygienelaboren rumtreibt und daher nur Hygieniker erkranken*gg*aber wir haben Woche für Woche jede Menge Spaß…

  15. @ Roichi.
    Warum muß man das Schnitzel braten?
    Um die Fäulnis:
    a) zu beschleunigen?
    b) zu beenden?
    c) zu vermeiden?
    Und was hat das alles mit einem Kühlschrank zu tun?
    B. A. (ratlos)
    Töröh, die Sau ist tot…

  16. Na ich weiß ja nicht… war Tom neulich nicht ganz krank? Lag sicher daran, dass er im Umgang mit dem Leichengift so nachlässig ist. Was wiederum nicht erstaunt, weil er dessen Existenz ja leugnet. Und als Beleg dafür, dass es Leichengift nicht gibt wird dann auch noch eine Frau Dr. mit Doppelnamen zitiert.

  17. Nach „Nicht nur giftig…“ kommt sogar noch ein zweiter Hammer, bei dem sich mir die Nackenhaare aufstellen:

    „Steht auch bei wikipedia und im Netz.“ Wieder ein Klassiker! Irgendwas gelesen, dann gleich noch kommplett falsch verstanden, und jetzt ist es die Wahrheit. Steht ja im Netz.

    Hab selbst mal im Netz geschaut: Oh mein Gott! Die Zombies sind los! http://www.class3outbreak.com/

  18. @10… ein halbes Schwein kann aber nur halbtot sein oder?
    dann wäres auch nur halbtoxisch und halbgiftig…
    und ….
    so ein halbes Schwein fällt meistens UM.

  19. Rindfleisch hängt doch noch wesentlich länger ab- und was ist mit dem Stück Schinken, was früher in der Bauernstube zum Trocknen hing?!

    „Orale Schmierinfektionen“ finde ich interessant.

    @26 halbe Schweine hängen am Haken.

  20. Nicht nur giftig sondern sogar toxisch is nich übel. Das hat doch wirklich das Zeug zu nem Klassiker. Viele viele Gagschreiber raufen sich die Haare um solche Brüller einmal die Woche zu erfinden!

  21. Naja, ohne dass „noch einer“ stirbt, wäre Tom ja arbeits- (und blog-)los. Also brauchen wir dringend Leichengift, sonst gibts noch mehr Arbeitslose (oder so ähnlich…)

  22. Hm, sag mal TOM, was gibts eigentlich im Bestatterbereich für Azubiverarsche? Ich hatte ja an so etwas naheliegendes gedacht, wie dass Kollegen sich in den Sarg legen, und wenn wenn der Azubi die vermeintliche Leiche holen soll, dass diese dann „Buh!“ schreiend aufsteht.

    Aber jetzt vermute ich, dass da der „wirkliche Fachmann“ so was mit Azubis macht wie der Schreinermeister, der dem Lehrling sagt, er solle die Feile ölen wenn sie quitscht, oder der Seemann, der den Leichtmatrosen schickt, das Mastschwein zu füttern oder der Klemptner, der den Azubi bittet, die Wasserstrahlbiegezange zu holen.

    Wie lange muss der arme Junge die Atemmaske tragen, damit er das Leichengift nicht einatmet?

  23. Ich habe meine mutter jeden Tag in den Arm genommen,nachdem sie gestorben war und sie war vier Tage aufgebahrt.Ich kann nur sagen sie hat mich nicht vergiftet und ich fand es schön so lange von ihr Abschied nehmen zu können

  24. Hihi Ich sehe schon die Schlagzeilen in der berühmten Deutschen Zeitung mit den roten Druckbuchstaben
    „Fleischfresser sterben an Leichengift Vergiftung.
    Millionen von Menschen erfahren am eigenen Leib die Wahrheit. Leichengift ist nicht nur Giftig sondern auch Toxisch!“

    *ROFL*

    Sorry aber man sollte sich etwas informieren wenn man schon nörgeln will.

  25. Ich muss ja mal sagen, der Artikel ist vorbildlich, Tom! Alle Zitate ausführlich gekennzeichnet. Gutt so! :-))

  26. ich glaube, mit „leichengift“ ist nicht gemeint, ein toter sei einfach so mal eben „giftig“, also infektiös.
    den ausdruck kenne ich auch eher aus der pathologie, insbesondere der forensischen.
    vermutlich kommt es eher selten vor, dass ein bestatter mit verfaulten oder vermodernden körperteilen in kontakt kommt. Und selbst diese sind nicht infektiöser als das übliche fleisch von wirbeltieren.
    es gibt ein gerücht, von dem ich mal gehört habe: eine erkrankung kann dich ereilen. sie heisst „nekrophyle pigmentose“. man muss sich verletzen, versehentlich mit einer gebrauchten nadel oder einem skalpell. und dann, manchmal jahre später, wenn schon längst alles verheilt ist, wird die haut an dieser stelle purpurrot bis violett. und die nekrose bildet sich aus, erst den arm entlang, den anderen arm hinab und den hals hoch, bis sie den ganzen kopf bedeckt. unheilbar und unaufhaltsam endet sie an den zehenspitzen und damit tödlich.
    also: ich habe das geprüft und es gibt keine mir bekannte puplikation über diese krankheit, zumindest nicht unter diesem namen und dieser beschreibung.
    andererseits erinnere ich mich genau, dass ein mann in unserer straße wohnte, etwa 50 jahre alt und der hatte einen knallroten kopf und ebensolche hände. und als ich als kind meine mutter fragte, was mit dem denn los sei, da sagte sie „pscht!“ und zuhause erklärte sie mir, der arme mann hat sich doch infiziert an einer leiche. echt, den mann habe ich jede woche gesehen, die haut war glatt und nicht pockig oder schorfig. kein blut, geschweige denn eiter hätte seine fast makellose haut versehrt. blos rot war sie, wie ein gekochter hummer. sein verhalten war völlig ortsüblich. tatsächlich war er pathologe im kriminalinstitut. was diese erkrankung nun wirklich war, das habe ich nie herausgefunden. der mann ist schon vor vielen jahren gestorben. er ruhe in frieden.
    happy halloween!

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