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Letzte Ruhe Blumenbeet – Lass Dich doch kompostieren

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Man hat es ja scherzhaft immer den GRÜNEN zugeordnet: Wenn die mal sterben, lassen sie sich kompostieren. Und wenn es so kommt, wie es kommen könnte… Nun, gerade rechtzeitig hat ein US-amerikanisches Unternehmen ein nicht ganz neues aber neu durchdachtes Bestattungskonzept auf die Beine gestellt. Innerhalb eines überschaubaren Zeitraums von rund 30 Tagen wird der Verstorbene in Komposterde verwandelt:

Letzte Ruhe Blumenbeet

Leichen werden in einen Behälter gelegt …, 2,40 Meter lang, einen Meter hoch und breit. Dazu 300 Kilo Stroh, Holzhackschnitzel, Sprossen. Ein Lüftungssystem schickt die Mikroben im Zusammenspiel mit Wasser und Wärme hinein. Nach nur 30 Tagen ist der Körper kompostiert. … Künstliche Hüftgelenke, Schrauben oder Silikon werden maschinell aussortiert, die Zähne und Knochen gemahlen und zum Kompost gegeben, der noch einmal 30 Tage lang in einem Behälter ruht. Etwa 200 Kilogramm Erde werden dann an die Angehörigen ausgeliefert. Die kann als Dünger dienen. …

Den ganzen Artikel hat die Süddeutsche und zwar genau hier

gefunden von Melancholia


BILDQUELLEN

Peter Wilhelm 1. Juni 2021


9 Kommentare » Schreibe einen Kommentar

  1. Finde ich persönlich pietätlos. Ich denke u. a. auch an die Störung der Totenruhe. Kann mir nicht vorstellen, dass das groß im Kommen sein wird.

  2. Als blöden Spruch: „ab auf den Kompost“ klasse – aber kommt für mich definitiv nicht in Frage!!
    Ich möchte nicht als Blumenerde enden und kauf meine Blumenerde weiterhin im Laden.

  3. Ich finde es ehrlich gesagt gar nicht schlecht, es ist so ziemlich das natürlichste was man sich vorstellen kann. Ist auch etwas für Menschen die Angst vor Scheintod haben. Könnte mir das durchaus vorstellen. Und der Unterschied zum verstreuen von Asche ist doch sehr gering. Auch das Thema teures Grab über Jahre und dessen Pflege fällt damit weg, genau wie der energetische und ökologische Aufwand beim verbrennen. Ich drück mal die Daumen das dies einzig erhält… finde es als Option wirklich gut, ist aber sicherlich auch nicht für jedermann etwas.

  4. Im Prinzip ja ein beschleunigtes Erdverfahren. Auch da werden wir ja von Mikroben und anderem Getier gefressen und wieder dem Erdreich zugeführt. Nur ohne die lange Liegezeit auf einem Friedhof. Gerade in den großen Ballungszentren eine gute Idee. Interessant wäre, ob der Energieverbrauch höher oder niedriger als eine klassische Verbrennung ist.

  5. Ich bin begeistert von dieser Idee und es käme für mich sofort in Frage.
    Ich hoffe, es wird auch hier in Deutschland zeitnah zugelassen.
    Im Garten zu sein und jedes Jahr neue Grüße durch Blumen oder gar Gemüse zu senden, finde ich persönlich cool. So wird man nie vergessen und es fallen immer mal lockere Sprüche von den Hinterbliebenen 🙂

  6. Als entschiedene Verfechterin von: „Für mich bitte Erdbestattung, aber noch lieber in einer Gruft aus dem 19. Jahrhundert“ hat mich meine eigene Reaktion auf den SZ-Artikel überrascht.

    In ein Blumenbeet in einem gepflegten städtischen Park mit wechselnder Bepflanzung und einem ganz kleinen Schild am Rande würde ich mich nicht ungern transformieren lassen.

  7. Ich sage immer: „Alles, was wir mit den Toten tun, tun wir für die Lebenden.“
    Außer in Filmen hat sich noch niemand beschwert, was Post-Mortem mit ihr bzw. ihm geschah – zumindest ist mir kein Fall bekannt.
    Wenn sich jemand zu Lebzeiten eine Bestattungsform ausgesucht für sich hat, und wir diesem Wunsch dann entsprechen, dann machen wir das „weil er das so wollte“ und nicht unbedingt, weil wir das gut finden. Aber es beruhigt unser Gewissen, dem Verstorben „nichts schuldig“ zu sein.
    Erd- oder Feuerbestattung, verfüttern an die Geier im Himalaya oder Soylent Green, nach meinem Verständnis wissen die Toten nichts davon, und so sind es die Lebenden, die sich damit gut fühlen sollten (soweit im Rahmen des Todes geliebter Menschen machbar).
    „Meine Else hier im Garten als Dünger? Um Himmels willen!“ halte ich dann für genauso „richtig“ wie „Der Franz unter den Rosen, so hab ich ihn immer bei mir.“

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