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Bestellhinweise

Von

Am 20.02.2008 erschien das Buch zum Weblog.

ein erster Blick auf das Cover

„Gestatten, Bestatter – Geschichten, die das Sterben schrieb“
Autor: Tom
Titelgrafik und Illustrationen von Nina Ruzicka
Inhalt: überarbeitete Geschichten aus dem Weblog und neue Geschichten rund um Bestattung, Tod und Trauer.
Das Taschenbuch mit rd. 250 Seiten ist unter der ISBN 978-3-940445-13-1 im Buchhandel und über alle üblichen Bezugswege für Bücher zum Preis von 13,50 Euro erhältlich sein.

Falls die Buchhandlung Deines Vertrauens dieses Buch nicht vorrätig hat, kann sie es auf jeden Fall mit einer Lieferzeit von wenigen Tagen bestellen.

Das Buch ist auch direkt bei AMAZON erhältlich.

Eine Bestellung des Buches über das Weblog ist nicht mehr möglich.

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Auf den letzten Drücker

Von

Kurz nach sieben und der Mann ist völlig außer Atem.

„Ham Sie nen grünen Toten-Kranz für Beerdigungen und vier so rote Friedhofskerzen für mich?“

Nee, haben wir leider nicht. Mit den Kerzen könnte ich ja noch dienen, aber die Kränze hat nur der Gärtner.

„Ich bin nämlich dies‘ Jahr für die Weihnachtsfeier zuständig, die ist heute Mittag und ich den Adventskranz vergessen.“

Tja, da kann ich ihm leider nicht helfen. Er sei schon gestern bei verschiedenen Läden gewesen, aber die haben nur noch Teile aus Holz oder so, richtige Adventskränze gibt es vier Tage vor Weihnachten angeblich nicht mehr. Da sei ihm heute Nacht die Idee mit dem Beerdigungsinstitut gekommen. Sein Chef habe gesagt, ohne Kranz und Baum sei das nicht perfekt und wehe, da fehle was.

Frau Büser kommt, noch etwas verquollen von der Nachtruhe, ihre geheimnisvolle große Handtasche über dem Arm und schaut etwas unwillig auf den jungen Mann. Ich schildere ihr den Fall und sie meint: „Dann geben Sie ihm doch unseren. Wir gehen alle morgen Mittag in die Weihnachtsruhe und brauchen den doch nicht mehr.“

Eigentlich hat sie Recht, die Gute.

Kurz drauf steht der junge Mann auf der Leiter und montiert sich unseren Adventskranz ab und strahlt über alle vier Backen.

Weihnachtsfeier

Von

Bis heute Abend melde ich mich mal ab. Wir haben eine Weihnachtsfeier.

Wie feiern Bestatter? Na klar, wir packen die Leichen aus und tanzen mit denen Samba auf den Tischen, nackt versteht sich…

Aber mal im Ernst. Ich schrieb ja schon mal, daß es bei uns recht humorvoll und locker zugeht. Das Geschäft ist ja oft schon traurig genug. Dennoch sind unsere Betriebsfeiern, egal aus welchem Anlass, keine Orgien.
Da wir ja meistens noch Bereitschaft haben, ist Alkohol kaum ein Thema. Wir nutzen einfach die Gelegenheit, daß mal alle da sind und haben bei Kaffee, Tee, Glühwein, Stollen und Gebäck gute Laune.

Ich mache die Weihnachtsfeier seit Jahren schon am Mittwochnachmittag zwischen 14 und 17 Uhr. Jeder kann noch seine Familie dazukommen lassen und ab 16 Uhr kann man auch schon wieder gehen, wenn man mag.

Diese Abendbesäufnisse unter weihnachtlichem Deckmantel liegen mir persönlich nicht so, was nicht heißt, daß wir es nicht auch mal richtig krachen lassen.

Kommentare und Artikel

Von

Ich sehe manchmal, dass du kommentierst bzw. auf Kommentare antwortest statt neue Geschichten zu schreiben. Ich gebe dir mal den Rat, ist gutgemeint hehe, das du besser neues schreibst und nicht kommentierst, man kann nämlich sehen, wann du kommentierst.

Kommentieren kann ich auch mal von unterwegs via Handy usw.
Artikel schreiben mache ich nur daheim am Rechner.

Der Todespieper

Von

Lebt eigentlich Kirk Douglas noch? Der sah doch, als man ihn letztens mal im Fernsehen sah, schon so schlecht aus. Was ist eigentlich mit den ganzen Hollywood-Schauspielern? Ob Doris Day wohl noch lebt?

Antworten auf diese Fragen liefert der Celebtrity-Death-Beeper, der regelmäßig mit frischen Daten gefüttert wird und sehr zuverlässig den Tod von Leuten aus dem Showbusiness meldet.

Man kann sich sogar kostenlos per Mail über neue Sterbefälle aus diesem Bereich informieren lassen.
Könnte ganz praktisch sein, wenn man rechtzeitig Bescheid wissen will, um doch noch auf bei Doris Day zur Beerdigung zu kommen.

Basel

Von

„Liefern Sie auch nach Basel?“ will ein Anrufer wissen und im ersten Moment denke ich, daß da einer oberschlau war und jetzt ein Buch bestellen will, aber das kann ja gar nicht sein und deshalb mache ich ganz spontan „Häh?“. Normalerweise sage ich ja höflich ‚Wie bitte?“, aber dieses „Häh?“ entfuhr mir so.

„Ob Sie auch nach Basel liefern?“

„Wir haben hier ein Bestattungsinstitut.“

„Das weiß ich auch. Ich frag nur, weil wir jetzt nach Basel fahren und unser Vater nicht mehr lange macht. Ob Sie dann einen Sarg nach Basel liefern und den dann auch aus Basel abholen.“

„Ja, das machen wir.“

„Soll ich schon mal irgendwas durchgeben?“

„Was denn zum Beispiel?“

„Die Adresse wo wir sind und wie groß mein Vater ist.“

„Ich denke, es reicht vollkommen, wenn Sie mir Ihren Namen und die Adresse vorsichtshalber mal mitteilen und falls es zum Schlimmsten kommt, rufen Sie einfach an.“

„Und wie groß mein Vater ist, müssen Sie nicht wissen?“

„Nur falls er außergewöhnlich groß ist.“

„Der ist ungefähr so groß wie ich.“

„Und wie groß sind sie?“

„Normal.“

„In Zentimetern?“

„So ungefähr einssiebzig.“

„Dann brauchen wir das Maß nicht.“

„Warum fragen Sie mich dann?“

HÄH?

Kondolenz

Von

„Ich möcht mich gern kondolieren“, sagt die Dame im Persianermantel und ich frage, wie ich ihr dabei helfen kann.

„Da will ich solche Kontulenzkarten bei Ihnen bestellen.“

„Sie möchten jemandem Ihre Anteilnahme ausdrücken und benötigen dafür eine Karte, richtig?“

„Genau, das sag ich doch ich will Kontulenzkarten drucken lassen, damit ich mich kondolieren kann.“

„Ja aber solche Karten bekommt man doch im Schreibwarengeschäft fix und fertig mit Aufdruck und Umschlag.“

„Ich will aber vorgedruckte. Ich bin Jahrgang 30 und jetzt fängt das Sterben an, alle meine Bekannten und Verwandten sterben weg. Da will ich mir das viele Schreiben sparen und Kontulenzkarten vordrucken lassen, damit ich mich immer kondulieren kann.“

Na, dann drucken wir ihr doch die ‚Kontulenzkarten‘ oder? Sonst kann sie sich nicht kondulieren.

Österreich und Schweiz

Von

Es haben so viele Leute aus Österreich und der Schweiz bestellt, daß ich mir überlegt habe, daß es vielleicht eine gute Idee ist, die eingetüteten und adressierten Bücher für alle Schweizer und alle Österreicher jeweils in eine Kiste zu packen und von einem Blogleser in dem betreffenden Land national verschicken zu lassen. Porto wird natürlich erstattet und eine kleine Belohnung gibt es auch.

Ist das eine Schnapsidee?
Was kostet eine Büchersendung von 250 gr in Österreich und der Schweiz?

Nachtrag: Österreich ist abgedeckt. 🙂