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Wassereinbruch

Die Filiale 2 ist in einer kleineren Ortschaft. Eigentlich handelt es sich nur um ein Ladenlokal mit einem kleinen Büro und einer Garage. Mehr brauchen wir da auch nicht. Heute kam der Anruf: „Kommen Sie besser mal vorbei, wir haben hier einen Wasserschaden und Ihr ganzer Laden steht unter Wasser.“

Oh Mann, meine Waren, meine Unterlagen, die Deko, die Einrichtung!

Zwanzig Minuten später bin ich da und sehe die Bescherung: Der Laden ist weitestgehend trocken, nur an einer Wand hinten rinnt Wasser herunter. Glück gehabt!?

Die Leute, die die Wohnung obendrüber gemietet haben, haben die Badewanne überlaufen lassen. Ein Waschlappen hatte sich vor den Überlauf treiben lassen und der badewütige badewillige Rentner ist auf dem Balkon eingeschlafen. Rund 40 Minuten soll Wasser übergelaufen sein.

Seine Frau habe alles mit einem Putzlappen aufgewischt… Das allerdings kommt mir spanisch vor. Meiner Meinung nach müsste das mehr Wasser gewesen sein, als dass man das mal eben mit einem Putzlappen wegwischen kann. Ich befürchte, das steht alles auf der Zwischendecke und zwar genau über unserem Laden.
Wenn da kein Wasser wäre, meine ich, würde es jetzt nicht mehr beständig an der Wand herunterrinnen.

Ich lasse vorsichtshalber mal Särge und Mobiliar in die Garage räumen.
Morgen weiß ich mehr.

Kaffeekärtchen und Sterbebildchen

Ich wusste gar nicht das es sowas wie Kaffeekärtchen gibt. Wie darf man sich die denn vorstellen? Irgendwie fänd ich es seltsam wenn einer auf der Beerdigung rumgeht und da irgendwelche Karten an „Auserwählte“ verteilt. Da fände ich es sinnvoller in die (oh man, wie heissts nun?) „Einladung“ von x zu schreiben das sowas stattfindet und wo (und bei y steht es dann eben nicht drin). Oder sonst irgendwie vorher mitteilen. Die, die nicht persönlich „geladen“ wurden sondern aufgrund der Anzeige kommen die sind ja meistens eh nicht aus dem engeren Kreis (oder nicht gewünscht).

Kaffeekärtchen
Ich merke immer sofort, wenn einer meiner Kunden seine Wurzeln im Rheinland oder Ruhrgebiet hat. Dort sind Kaffeekärtchen sehr viel üblicher als in vielen anderen Regionen der Republik.

Es handelt sich hierbei um separate kleine Kärtchen, etwa von doppeltem Visitenkartenformat, auf denen etwa folgender Text stehen könnte:

Im Anschluß an die Beerdigung laden wir zum Kaffeetrinken in die Gaststätte "Zur letzten Träne", An der Friedhofsmauer 23

Diese Kaffeekärtchen werden dann den „Totenbriefen“ beigelegt, mit denen die Angehörigen und Bekannten benachrichtigt werden. Allerdings nur bei denjenigen, die man auch bei dem doch recht kostspieligen Kaffeetrinken/Essen dabei haben möchte.

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Übles Mobbing beim Bestatter

Lange war er arbeitslos, dann fand ein 40jähriger eine Stelle als Bestattungshelfer bei einem Bestatter im Erftkreis. Die Arbeit mit den Verstorbenen empfand er als „einen schönen Beruf“. Doch leider war es ihm nicht vergönnt, lange in diesem Unternehmen zu bleiben, inzwischen wurde er ‚betriebsbedingt‘ gekündigt.

Der Bestattungshelfer sah sich über einen längeren Zeitraum dem Mobbing seiner Kollegen ausgesetzt. Als Gipfel der Unverschämtheit fertigten diese ein Foto von einer ihnen anvertrauten Leiche an und montierten das Gesicht des Bestattungshelfers darauf. Über diese Montage schrieben sie: „Wir testen alle Modelle persönlich – hier ist der Beweis!“

Mit diesem geschmacklosen Foto und zahlreichen ähnlichen Fotomontagen wollten sie sich entweder nur einen üblen Scherz erlauben, wie man es ja in vielen Branchen mit Neuen gerne mal macht oder aber den Betroffenen gezielt verletzen und somit mobben.

Es kam soweit, daß sich der Bestattungshelfer in psychologische Behandlung begeben musste, Medikamente einnehmen muss und -wie oben bereits erwähnt- inzwischen auch seinen Arbeitsplatz verloren hat.

Der Geschäftsführer des Bundesverbandes Deutscher Bestatter, Dr. Rolf Lichtner, zeigt sich entrüstet und nennt das Verhalten „verwerflich und nicht hinnehmbar“.

Das ist auch meine Meinung. Zum einen ist es grundsätzlich nicht akzeptabel, wenn einzelne Mitarbeiter gemobbt und aus dem Job getrieben werden, zum anderen sind die Verstorbenem dem jeweiligen Bestattungsinstitut anvertraut. In dem Wort anvertraut steckt das Wort Vertrauen. So vertrauen die Angehörigen darauf, daß mit ihren Lieben dort anständig umgegangen wird und diese nicht auch noch von derben Gesellen im Leichenkeller veräppelt und für scherzhafte Fotomontagen missbraucht werden.

Bleibt nur zu hoffen, daß es sich bei dem betroffenen Unternehmen, dessen Unternehmer von den Fotomontagen nichts gewusst haben will, nicht um ein Mitglied des Bundesverbandes Deutscher Bestatter handelt und dass sich Dr. Lichtner nur allgemein belehrend einmischt, sonst würde das ein schlechtes Licht auf die sonst vom Verband als so seriös gelobten Mitgliedunternehmen werfen.

Quelle: www.express.de

Die sieben Weltmeere

Wenn bei einer Seebestattung die Asche ins Meer geschüttet wird, besteht da nicht die Gefahr, daß man die im Trinkwasser hat?

Antwort: Nur wenn Du Salzwasser trinkst.
Ansonsten: siehe unten

Bei der Seebestattung wird die Urne doch ins Meer gekippt, wie stellt man sicher, daß sich die Asche mit dem Meer verbindet?

Antwort: Die Urnen, die für eine Seebestattung Verwendung finden, bestehen aus einem Material, das sich im Meerwasser zersetzt. Das kann Maisstärke sein, Zellulose oder ein Gemisch aus Sand und Salz. Im Gegensatz zu einer Urnenbeisetzung an Land befindet sich in dieser Urne keine Aschenkapsel. Die Asche wird von der Seebestattungsreederei zuvor aus der Aschenkapsel in die auflösbare Urne umgefüllt.

Es ist ein weitverbreiteter Irrglaube, daß die Asche sich im Meer verteilt und mit der Strömung quasi eine Reise durch die Weltmeere macht. Das Gegenteil ist der Fall. Die auflösbare Urne sinkt mit der Asche auf den Meeresgrund und löst sich im Verlaufe von mehreren Stunden allmählich auf. Zurück bleibt ein kleines Häufchen Asche auf dem Sediment am Meeresgrund. Dieses wird im Laufe der Zeit von anderen Sedimenten überzogen. Die Asche ist keimfrei.

Muss man für eine Seemannsbestattung verbrannt werden? Ich will über die Planke!

Antwort: Für eine hierzulande übliche Seebestattung muss man vorher eingeäschert werden. Was Du meinst, ist sicherlich die Art von Bestattung auf hoher See, wie man sie vor allem aus Piraten- und Kriegsfilmen kennt. Hier wird der Körper eines an Bord verstorbenen Menschen in ein Tuch eingenäht oder eingewickelt und dann über eine Planke ins Meer rutschen gelassen. Diese Form der Seemannsbestattung hat in der heutigen Zeit fast vollkommen an Bedeutung verloren. Früher, als Schiffe noch monatelang auf hoher See waren und es an Bord keinerlei Kühlmöglichkeiten gab, war es schon zur Vermeidung von Seuchen und der alsbald eintretenden Geruchsbelästigung angezeigt, einen Leichnam schnell zu beseitigen. Heute kann in einem solchen Fall schneller ein Hafen angesteuert, ein anderes Schiff oder Boot herbeigerufen oder der Verstorbene an Bord korrekt aufbewahrt werden.

Wann geht man zur Beerdigung?

Wann geht man zu einer Beerdigung? […] Daher meine Frage: wenn man jemanden „nicht so gut“ kannte, wann geht man zur Beerdigung/Trauerfeier? Und wann lieber nicht?

Diese Frage wird mir oft gestellt. Hier scheint es große Unsicherheiten zu geben.
Also: Zu einer Trauerfeier und der anschließenden Erdbeisetzung kann jeder hingehen, der sich dem Verstorbenen in irgendeiner Weise verbunden gefühlt hat. Es gibt hier keine Regelungen, die etwas besagen, dass Nachbarn müssen, Arbeitskollegen können und ehem. Schulkameraden nicht dürfen oder so.

Bei der Trauerfeier gibt man dem nächsten Familienkreis und denen, die dem Verstorbenen näher standen als man selbst einen Vorzug, was die Sitzplätze anbetrifft, auch auf dem Weg zu Grab läuft man als nur entfernt Bekannter nicht unbedingt vorne hinter dem Pfarrer oder gar mit einer Fahne winkend vorneweg.

Auch am Grab kommen die Nächsten zuerst an die Reihe und dann erst die weiteren Bekannten usw.

Grundsätzlich sollte man nicht auf Beerdigungen gehen, wenn man schon von vornherein weiß, dass das zu einer Auseinandersetzung führt, etwa weil man mit dem Rest der Familie verfeindet ist oder wenn man es nur tut, um es den anderen mal zu zeigen. Man kann genauso gut trauern und Abschied nehmen, wenn man am nächsten Tag ans Grab geht.

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Bestattung ablehnen

Angesichts der vielen doch recht merkwürdigen und oft auch schwierigen Kunden, von denen ich hier berichte, fragten mich schon mehrere:

Hast Du auch schon mal eine Bestattung abgelehnt?

Ja, habe ich und zwar aus wirtschaftlichen Gründen. In diesem Fall war es so, daß zwei Frauen um die 40 ihren Vater bestatten lassen wollten und mit der Aussage hereinkamen: „Für unseren Vater nur das Beste!“ Die zweite Aussage war: „Das zahlt alles das Sozialamt!“

Natürlich zahlt das Sozialamt eine einfache aber würdige Bestattung, wenn der Nachlass des Verstorbenen nicht genügend hergibt und sonst niemand da ist, der zur Begleichung dieser Kosten verpflichtet und dazu in der Lage ist. Aber allein die Tatsache, daß der Verstorbene zeitlebens vom Sozialamt gelebt hat, rechtfertigt noch nicht die Annahme, das Amt müsse zwangsläufig auch für die Bestattung einstehen. Insbesondere dann nicht, wenn Kinder da sind, denen die Begleichung der Kosten zuzumuten ist.

Die beiden Frauen beharrten aber darauf, daß das Amt die Kosten übernehmen solle und kamen mir ungefähr so daher: „Wir suchen jetzt das Beste und Teuerste für unseren Vater aus und Sie schicken die Rechnung einfach ans Sozialamt.“

Mache ich! Aber nur, wenn eine von denen meinen Auftrag unterschreibt, damit ich an mein Geld komme, falls das Sozialamt Nein sagt.
Die wollten aber nicht unterschreiben und ich bin nicht die Wohlfahrt. So habe ich die beiden leider bitten müssen, ihr Glück woanders zu versuchen.

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Woher nimmst Du die Zeit?

Woher nimmst Du die Zeit für das Weblog?

Antwort: Frag mal den Shopblogger!

Im Ernst: Ich schreibe recht fix und habe statt einer Maus eine Ratte, das hilft! Es macht mir einfach Spaß und Sachen die einem Spaß machen, gehen einem leicht von der Hand. Ansonsten ist mein Betrieb so organisiert, daß ich nicht jeden Handschlag selbst machen muss. Bislang war ich nebenher auch noch in einem bestimmten Verband aktiv tätig, was ich vor einiger Zeit aufgegeben habe. Die Lücke fülle ich mit Bloggen.

Und jeder der selbständig ist und ein mittleres Unternehmen führt wie ich, der weiß, daß man sowieso nicht mit 8 Stunden am Tag hinkommt. Ich bin oft 16 oder 18 Stunden bei der Arbeit und da tut die Abwechslung durch das Weblog ganz gut.

Urnen selbst designen

Frage:

Kann ich mir schon zu Lebzeiten für mich eine Urne holen und diese selbst gestalten?

Darf man eine Urne für seinen verstorbenen Verwandten selbst bemalen?

Ich bin Designerin und würde Dir gerne außergewöhnliche Urnen anbieten.

Die erste und zweite Frage kann ich in einem beantworten:

Aus meiner Sicht steht dem nichts entgegen. Wir haben so etwas auch schon häufiger gemacht. Ich würde raten, zu einem Bestatter in Deiner Nähe zu gehen und den Wunsch vorzutragen. Eigentlich spricht nichts dagegen, daß er Dir eine Urne verkauft. Da Du die Urne ja noch gestalten willst, würde vermutlich eine ganz schlichte ausreichen und die dürfte auch nicht sonderlich teuer sein.
Von großartigen Anbauten würde ich absehen, aber eine Bemalung beispielsweise ist durchaus nichts Ungewöhnliches.

Zur dritten Frage:

Urnen sind heutzutage ein Massenprodukt und der unterste Preisrahmen beginnt bei unter 20-30 Euro. Mir wurden in der Vergangenheit schon häufiger Urnen und auch Särge von Designern angeboten. Jedes Mal war ich baff erstaunt, welche Preisvorstellungen die hatten. Ich würde mal sagen, wenn die Urne im Einkauf für den Bestatter wesentlich teurer wird als 50-60 Euro, wird die Angelegenheit eher uninteressant.