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Schauriger Fund auf einem Künstlerfriedhof in Berlin

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Schauriger Fund auf einem Künstlerfriedhof in Berlin-Friedenau

Dort liegen Leichenteile in einem angehäuften Erdberg. Schädel und Knochen schauen heraus. Ein beißender Geruch liegt in der Luft.

Ein Grab, das eigentlich seit 30 Jahren leer stehen sollte, wurde in Friedenau ausgehoben. Damit wollte man Platz für einen neuen Toten machen, der in den kommenden Tagen bestattet werden sollte. Die gängige Praxis, da Grabstätten immer nur für eine befristete Zeit gepachtet werden.

Laut der Bestatter können die unerwartet gefundenen Leichenteile aber keine Überreste einer vorherigen Grabbelegung sein. Ihr Zustand sei zu frisch. Anstatt das Grab ordentlich herzurichten, ließ der beauftragte Baggerführer die sterblichen Überreste wohl einfach an der Oberfläche liegen. Bedeckt nur mit einer Plane.

Mehr dazu hier: Quelle: BZ

Die Sprachhygiene und die Zigeuner

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Sinti-Allianz: keine Zensur von „Zigeuner“ – Soßendiskussion „unwürdig“

Erlangen, 21. August 2020 – Die „Sinti Allianz Deutschland“ wendet sich gegen Bestrebungen, das Wort „Zigeuner“ zu zensieren, und hält selbst an diesem Ausdruck fest. Gegenüber der Sprachzeitung DEUTSCHE SPRACHWELT bezeichnete heute Manfred Drechsel, der 2. Vorsitzende der Allianz, die gegenwärtige Soßendiskussion als „unwürdig“. Die Mehrheit ihrer Mitglieder verfolge die Diskussion mit Kopfschütteln. Diese Form der „Sprachhygiene“ lehne die Allianz ab. Auf eigenen Grabmalen werde die Bezeichnung „Zigeuner“ häufig als Inschrift gewählt. Überlebende des Nationalsozialismus hätten als Sinti diese Bezeichnung selbst verwendet. Sofern „Zigeuner“ wertfrei verwendet werde, solle man auf „die eineinhalbjahrtausend Jahre alte historische Bezeichnung“ nicht verzichten. Statt dessen biete sie die Möglichkeit eines Überbegriffes für alle Zigeunervölker. „Eine Zensur oder Ächtung des Begriffs Zigeuner, durch wen auch immer, sollte und darf es nicht geben“, schließt die Erklärung.

Der Wortlaut der Erklärung gegenüber der DEUTSCHEN SPRACHWELT ist im folgenden dokumentiert:

„Es gibt in dem Millieu, die Saucen etc. umbenennen möchten, scheinbar die falsche Vorstellung, einem ‚Antiziganismus‘ entgegenzutreten. Die Sinti Allianz Deutschland lehnt diese Form der Sprachhygiene ab, auch jegliche Form der Sprachüberwachung. Die Mehrheit der Sinti, die wir vertreten, verfolgt diese unwürdige ‚Saucendiskussion‘ kopfschüttelnd. Es ist richtig, die Bezeichnung Zigeuner wird von uns selbst verwandt. Selbst Überlebende der Nazi-Diktatur benutzen diese Bezeichnung in ihren Biographien als Überbegriff, und auf Grabmalen wird die Bezeichnung Zigeuner häufig als Inschrift gewählt. Zum Begriff Zigeuner vertreten die Angehörigen der Sinti Allianz Deutschland aus Respekt vor allen anderen Zigeunervölkern die Auffassung, dass mangels eines von allen Zigeunervölkern akzeptierten neutralen Überbegriffs auf die eineinhalbjahrtausend Jahre alte historische Bezeichnung Zigeuner nicht verzichtet werden kann – sofern diese wertfrei benutzt wird. Eine Zensur oder Ächtung des Begriffs Zigeuner, durch wen auch immer, sollte und darf es nicht geben.“

Sinti Allianz Deutschland

Pressemitteilung:

https://deutsche-sprachwelt.de/2020/08/sinti-allianz-keine-zensur-von-zigeuner-sossendiskussion-unwuerdig/


Zigeuner im Bestatterweblog

Streit mit Bestatter eskaliert

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Erstaunlicherweise ist das Wort eskalieren heute bei der jungen Generation in einer offenbar völlig anderen Sinnstellung sehr beliebt. Neulich hörte ich: „Komm, jetzt eskalier mich mal nicht so!“ und „Ich war ja innerlich schon am eskalieren“ oder „Da eskaliert der mich voll blöd von der Seite an“.

Dabei bedeutet Eskalation immer eine wechselseitige, auf Aktionen und Reaktionen basierende Steigerung des Intensitätsgrades einer Konfliktreaktion*. Einer alleine, es sei denn er ist schizophren, kann also gar nicht eskalieren.

Es kann aber leicht eine Situation eskalieren, wenn Menschen sich per Whatsapp und in Facebook-Gruppen gegenseitig anheizen, die Gerüchteküche schüren und versuchen, ihrem Ärger dadurch Ausdruck zu verleihen, dass sie lügen.

In Hövelhof (NRW bei Paderborn) eskalierte es nämlich tatsächlich. Und was da eskalierte, das war ein Streit zwischen einer Familie und einem Bestatter. Nach dem Tod eines Mannes ist zwischen seiner Familie und einem Hövelhofer Bestattungsunternehmen ein Streit entbrannt, der zu einem Polizei­einsatz und wechselseitigen Strafanzeigen geführt hat. Privat verteilte Handzettel sowie Äußerungen in WhatsApp- und Facebookgruppen heizen die Gerüchte­küche an.
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Anzeichen des nahendes Todes: die Rasselatmung

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Der Sohn von Herr S. nimmt mich an der Tür in Empfang. „Mein Vater liegt oben“, meint er und führt mich zum Wohnzimmer, in dem das Pflegebett steht. Doch bevor wir den Raum betreten, hält er noch einmal inne und dreht sich zu mir um. „Er macht diese Geräusche beim Atmen. Aber vielleicht kennen Sie das ja schon.“ Ich trete ein. Herr S. wirkt entspannt, aber jeder Atemzug rasselt und blubbert. Ja, das kenne ich. Die Rasselatmung tritt bei sehr vielen Menschen in den letzten Lebenstagen oder -stunden auf. Sie kann für Angehörige sehr erschreckend sein, ist aber eigentlich völlig harmlos. Weiterlesen

Es ist doch nicht das Ende

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Am 11. August 2020 ist die neue Version 5.5 der Blogsoftware WordPress erschienen. Leider hat es mit der Abwärtkompatibilität (was für ein Wort!) etwas gehapert. Deshalb konnten in den letzten vier Tagen keine Kommentare erscheinen, bzw. man konnte sie nicht immer und überall sehen.

Jetzt ist es uns endlich gelungen, den Fehler zu finden und alles zu reparieren (hoffen wir).

Fall Dir Fehler auffallen, dann melde Dich bitte in den Kommentaren oder über das Kontaktformular (oben im Menü oder nach dem Weiterlesen-Link).
Vor einer Fehlermeldung an mich bitte einen Refresh der Seite im Browser durchführen: F5 oder bei Chrome Ctrl + Shift + R (Hard reload). Sonst siehst Du nur die „alte“ und fehlerbehaftete Version.

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