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Wie tief wird ein Sarg bestattet?

Guten Abend,
vielleicht ist es eine ungewöhnliche FRage. Aber für einen Facharrtikel benötige ich eine Antwort auf die Frage wie tief wird denn ein Sarg in Deutschland bestattet wird? Gilt die Regelung von 2 Metern für alle Fälle oder richtet sich die Tiefe des Grabes nach er Beschaffenheit des Bodes oder evtl. Grundwasser?
Vielen Dank. Mit freundlichen Grüßen von
A.

Man kann tatsächlich mit dem Namen der amerikanischen Bestatter-Serie „Six feet under“ antworten. Die Särge werden im Schnitt etwa 1,8 Meter bis 2,2 Meter tief bestattet.
Dies ist aber keine generelle, bundesweite Regelung, da es kein Bundesbestattungsgesetz gibt.
Bestattungen sind Ländersache und so unterscheiden sich die Landesbestattungsgesetze teilweise erheblich.
Wie tief wiederum auf einem einzelnen Friedhof beerdigt wird, hängt von den Bestimmungen für diesen Friedhof ab. Diese können in der örtlichen Friedhofssatzung und in lokalen Arbeitsanweisungen festgehalten sein.

Man muß die Sache von zwei Seiten aus betrachten, einmal nämlich, wie tief der Sarg in die Erde kommt und zum anderen, wie viel Erde von oben darauf kommt. So kann beispielsweise auf einem Friedhof festgelegt sein, daß der Sarg mindestens 2 Meter tief bestattet sein muß (also die Unterkante des Sarges auf einer Sohle in 2 m Tiefe steht) und auf einem anderen Friedhof lautet die Bestimmung, daß über der Oberkante des Sarges noch 1,2 Meter Erde folgen müssen.

Das hat, wie sie richtig erkennen, oft etwas mit dem Grundwasser zu tun, manchmal aber auch mit der generellen Bodenbeschaffenheit.
Es ist aber durchaus üblich, daß die Arbeiter, die den Grabaushub vornehmen, von Grab zu Grab unterschiedliche Tiefen nehmen, weil an jeder Stelle des Friedhofs der Boden anders beschaffen ist.

So ergeben sich sehr viele unterschiedliche Möglichkeiten, wie tief ein Sarg bestattet wird. Aber grundsätzlich liegt man mit der Annahme, daß ein Sarg zwischen 180 und 220 cm tief bestattet wird, vollkommen richtig.

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Peter Wilhelm31. Mai 2012

7 Kommentare von 140228.

  1. @Jeremy
    Wenn nicht das Grundwasser o.ä. im Weg steht, würde ich sagen: man buddelt halt so tief wie nötig. 4m sind ganz schöne Arbeit, wenns sein muss, muss das eben sein, und wenns nicht sein muss, wird man das auch tunlichst lassen…

  2. Meine Antwort bezieht sich auf ein Einzelgrab.
    Es ist ja klar, daß in Gräbern, in denen mehrere Personen übereinander bestattet werden müssen, die erste Bestattung „tief“ erfolgen muß, sonst schaut der letztbestattete Sarg nachher oben raus. :-)

  3. Ich habe über einen früheren Friedhof hier in der Stadt mal gelesen, dass er am Ende so überbelegt war, dass die letzten Bestattungen (Anfang des 19. Jh.) gewissermaßen in aufgeschütteten Grabhügeln geschahen, also die Särge hingestellt und dann mit Erde überdeckt wurden… Diese Gräber wurden dann allerdings nach Aufgabe des Friedhofs schnell beseitigt. Durch Baumaßnahmen durften auf jenem ehem. Friedhof vor kurzem die Archäologen ran und fanden bis zu acht Lagen an Bestattungen übereinander, dicht auf dicht. Die Bestattungen waren übrigens nicht durchgehend geostet, sondern wohl mehr so „wie es grad passte“ bestattet worden.

  4. Nachtrag: Zu den Grabungen findet sich hier etwas:
    http://www.archaeofirm.de/mehrere-hundert-bestattungen/
    und auch hier auf Seite 18:
    http://andreaskirche.com/gemeindebriefe/dez_jan11.pdf

  5. Dass es hier in Deutschland, wo es für alles eine DIN- oder ISO-Norm gibt, die strikt eingehalten wird, dafür keine Regelung gibt, finde ich jetzt allerdings durchaus überraschend, gerade im Hinblick auf Grundwasser und so.

  6. 7 Walter: Leider hält sich das Grundwasser in Deutschland nicht an Normen… ;-)
    Im Ernst, es nützt nichts, etwas normieren zu wollen, was derart stark von lokalen Gegebenheiten abhängig ist. Direkt hinterm Deich läuft das Grundwasser sofort ins Loch, im Mittelgebirge hat man u.U. Felsboden etc. Da ist – selbst in Deutschland – jede Norm absurd. Im übrigen war es die EU, die die Banane genormt hat…

  7. Hallo!
    Wird eine Urne denn genauso tief bestattet wie ein Sarg?
    Und wenn man zb eine liegezeit von 25 Jahren hat, was passiert denn nach der Zeit mit der Urne?
    Da eine Aschekapsel ja aus Metall ist, verottet diese ja nicht
    Das gleiche zählt ja auch für Tragegriffe, und und Metalldeko auf Särgen.

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