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Zuverlässige Mitarbeiter gesucht

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In unserer Zeitung (ostdeutsche Großstadt) erscheint zum wiederholten Male eine kleine Anzeige in der ein Bestatter „zuverlässige Mitarbeiter“ sucht. Als Kontakt gibt es nur eine Handynummer.
Ich lese schon eine ganze Weile bei Ihnen mit und die Tätigkeiten der Mitarbeiter sind mir nicht fremd. Ich habe natürlich noch nie in der Branche gearbeitet, aber das Hauptaugenmerk ist wohl weniger die fachliche Qualifikation, als vielmehr die Fähigkeit, mit Menschen umzugehen. Das kann ich. Zuverlässigkeit ist auch keine Frage.
Meine Frage vielmehr ist, welche Tätigkeit könnte gemeint sein, wenn nicht die, die auch Sie in ihrem Blog beschreiben? Und welche Gehaltsvorstellung wäre realistisch?

In aller Regel werden über solche Nummern Bestattungshelfer gesucht. Zumeist gehört zum Tätigkeitsbereich das Abholen, Einsargen und hygienische Versorgen von Verstorbenen, die Vorbereitung von Särgen und Urnen sowie allerlei Nebentätigkeiten im Bestattungshaus. Man muß also in jedem Fall mal darauf gefasst sein, daß man mit Verstorbenen zu tun hat.

Am Allerbesten wäre es, wenn man mal dort anruft und sich erkundigt, dann wird man auch erfahren, was man dort zu bezahlen bereit ist.
Daß das nur über eine Handynummer geht, ist nichts Ungewöhnliches. Möglicherweise will der Chef die Bewerber selbst am Apparat haben und in diesem Fall erreicht man Bestatter am Besten übers Handy.

Wenn Du weißt, was zu tun ist und was es dafür gibt, melde Dich bitte, ich kann Dir dann sagen, ob das angemessen ist.

Peter Wilhelm 23. September 2012


6 Kommentare » Schreibe einen Kommentar

  1. Bin ich der einzige, der solche Anzeigen immer etwas dubios findet? Kein Firmenname, kein Kontaktname, keine ordentliche Beschreibung der Tätigkeit, nur eine Handynummer als Kontaktmöglichkeit?

    Also ich weiß ja nicht….

    Aber fragen kostet ja nix. Würde wohl auch anrufen wenn ich gerne bei einem Bestatter arbeiten würde. 🙂

  2. @1: Nein nicht nur Du, sondern ich finde solche Anzeigen zumindest seltsam. Man kann überhaupt nicht recherchieren um welchen Betrieb es sich handelt.
    Hab da schon selbst Erfahrungen gesammelt, deshalb melde ich mich gar nicht auf solche Anzeigen mehr.
    Aber zumindest habe ich mittlerweile eine Stelle als Bestattungshelfer gefunden, aber bis es soweit war, war viel laufferei und Klinkenputzen angesagt.
    Ist halt schwer, da erstmal ein Bein in die Tür zu bekommen, wie es so schön heißt und nun hoffe ich was zu finden, so das zumindest eine Teilzeitstelle dabei herausspringt, die Arge nervt schon… *seufz*

  3. Wobei ich den Kollegen da ein wenig in Schutz nehmen muss.
    Vor allem wenn es noch ein recht junges oder kleines Unternehmen ist. Ich nehme an, der Inhaber hat seine persönl. Handynummer in der Anzeige angegeben, damit nicht die Oma oder die Ehefrau, die daheim die Sterbefälle am Telefon annehmen, mit den Anfragen zur freien Stelle behelligt werden, die sie ohnehin nicht beantworten könnten.

    Daß es nur eine Kleinanzeige ist, finde ich jetzt auch nicht so doof, denn du kannst auch eine ganze Seite in der Zeitung buchen, die Leute rufen sowieso immer an fragen, was man da machen muß. „Wie ihr habt mit Leichen zu tun? Is‘ ja igitt!“

    Da kannst du schreiben was du willst, da kannst du erklären was du willst, da rufen immer auch welche ohne Führerschein an und wollen Fahrer werden oder welche, die 200 Kilometer weg wohnen und nicht pendeln wollen…

    Anfangs dachte ich auch immer, daß Handynummern auf Firmenwagen ein Zeichen von irgendwas Kleinem sein müssen. Mittlerweile weiß ich zu schätzen, daß mein Schreiner immer direkt zu erreichen ist und sehe das in diesem Fall als Zeichen der persönlichen Betreuung durch den Inhaber.

  4. Solange der Anruf dort nicht kostenpflichtig im Rahmen einer Sondernummer ist ist es doch OK. So hat man den richtigen Ansprechpartner gleich am Apparat. Die Grundfragen sind geklärt, dadurch weniger unnütze Vorstellungstermine. Vergebliche Bewerbungsschreiben entfallen auch.
    Der Grund, warum das Inserat schon mehrfach erschien, erscheint mir, dass er nicht den Erst-Besten nimmt, sondern den passenden Mitarbeiter in Ruhe finden möchte.

  5. Manche suchen auch gerne Praktikanten, schließlich muß der Hof mal wieder gekehrt werden und so weiter und sofort! Ich habe als Arbeitssuchender so manches erlebt, wenn die schon fragen ob sie Fördergelder vom AA kriegen, wurde mir schon schlecht!!!
    Liebe Grüße!

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