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Favicon-Wettbewerb

Von

Das Bestatterweblog hat so ein Favicon. Das ist die kleine Grafik, die in manchen Browsern vor der URL angezeigt wird.
Das bisherige Bild war bei dem Ur-Theme dabei und ich habe nicht die geringste Ahnung, was es darstellen sollte. Sieht ein bißchen aus wie plattgetretene Hundekotze.

Jetzt habe ich mal in Photoshop einen Sarg gebastelt und als Favicon hochgeladen.

Aber vielleicht sind da draußen ja begnadete Favicon-Zeichner, die Lust haben, eins fürs Bestatterweblog zu machen.

Wer sich also berufen fühlt, kann sich ans Werk machen und seinen Vorschlag an mich senden (undertaker[at]europa-host.de). Ich stelle die Einsendungen dann mal zur Auswahl und der Sieger bekommt eine kleine Belohnung.

Das Buch ist da!

Von

Zumindest mal das allererste Exemplar wurde gestern noch per Kurier vom Verlag geliefert.
Die Seiten sind noch lose, das Cover ist noch nicht kaschiert, aber man bekommt schon mal einen ersten Eindruck wie es dann in einigen, wenigen Tagen aussehen wird.

Wir liegen also voll im Zeitplan und ich hoffe, daß wir nächste Woche mit dem Versand beginnen können.
Am Wochenende werde ich auch die Vielzahl der eingegangenen Mails, auch die mit Rückfragen zur Bankverbindung usw., beantworten.

Es läuft also alles bestens.

Ich will Bestatter werden!!!

Von

Ich lese Dein Weblog schon eine ganze Weile und möchte jetzt auch Bestatter werden. Ich finde es schön, mit Menschen zu arbeiten.

Der Bestatterberuf ist auch ein sehr schöner Beruf. Ich empfehle Dir aber dringend, ein Praktikum bei einem Bestatter zu machen, selbst wenn es nur eine Woche oder 14 Tage dauert und Du kein Geld dafür bekommst.

Denn…

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Der Bestatter als Zeremonienmeister

Von

Im letzten Artikel schrieb ich darüber, daß ein moderner Bestatter auch eine Art Event-Manager ist. Das bringt mir eine Szene aus der VOX-Reihe „Ende gut – alles gut“ in Erinnerung. Die Lehrlinge der Bestatterschule in Münnerstadt waren in eine Friedhofskapelle gebracht worden, um dort von einem Eventbestatter zu lernen, wie der Bestatter sich im Rahmen der Zeremonie einbringen und selbst präsentieren soll.
Das stieß auf den Widerstand eines weiblichen Lehrlings, die sich lieber diskret im Hintergrund halten und vor allem nicht auffallen wollte.

Ja, was denn nun?

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Familienfest

Von

Du hast schon mal geschrieben, dass eine Bestattung oft das grösste Familienfest ist. Ich seh das anderster. Eine Silberhochzeit odda ein Geburtztag sind Feste.

Aber klar doch!
Natürlich sind Hochzeiten, Taufen, Jubiläen und Geburtstage die schönere Feste und sicherlich auch sehr bedeutsam, wenn nicht gar bedeutsamer als eine Beerdigung.

Aber darüber habe ich ja auch nie etwas geschrieben. Ich schrieb nur etwas über die Größe der Veranstaltung und kann sicher mit Fug und Recht behaupten, daß ich Recht habe. Beerdigungen sind in sehr vielen Fällen die größten Veranstaltungen innerhalb einer Familie, die es gibt.

Das bezieht sich sowohl auf die Teilnehmerzahl, als auch auf den Umfang der Vorbereitungen und das gebotene Programm und nicht zuletzt auch auf die Kosten.

Das liegt einfach daran, daß zu einer Beerdigung in der Regel weitaus mehr Menschen kommen, als zu anderen Familienfesten. Es finden sich oft Nachbarn, Freunde, Vereinskameraden und Schul- oder Studienkollenen, Arbeitskollegen und ganz weitläufige Bekannte ein, die man selbst zu einem großen Fest im familiären Kreis nicht einladen würde.

Ein anderer Aspekt ergibt sich aus der Tatsache, daß ja glücklicherweise vorwiegend ältere Menschen sterben und innerhalb der Familien ganz klar der Trend zu beobachten ist, daß angesichts des Todes eines Familienmitglieds vielen Angehörigen die eigene Vergänglichkeit deutlich vor Augen geführt wird. daraus ergibt sich ganz oft der Wunsch, an der Beerdigung teilzunehmen, um wenigstens die übrige Familie noch einmal lebend zu sehen.

Ich nehme ja nicht oft an dem anschließenden Beisammensein der Familien teil, aber hin und wieder kommt es vor und so kann ich, rückblickend auf die vielen Jahre, sagen, daß kaum jemand so oft auf Beerdigungsfeiern war, wie ich. Manchen Familien ist es einfach ein wichtiges Anliegen, daß der Pfarrer und der Bestatter dabei sind, sie möchten auf diese Weise ihre Dankbarkeit für die gelungene Inszenierung ausdrücken. Manchen kann man diesen Wunsch nicht abschlagen.

Der am häufigsten gesagte Satz auf Beerdigungen kommt aus dem Mund der Familienitglieder, die da sagen: „Schade, daß man sich nur auf Beerdigungen sieht.“ Ich schrieb es ja schon mal.

Außerdem muß man die Größe der Veranstaltung auch daran messen, daß viele andere Feste in der eigenen Wohnung gefeiert werden und man sehr viel Einfluß auf die Ausgaben nehmen kann. Bei einer Bestattung sieht das anders aus. Selbst wenn der Bestatter alles herschenken würde, bleiben in manchen Kommunen als niedrigste mögliche Kostengrenze über 2.000 Euro übrig und da hat man noch keinen Stein, keine einzige Blume, nichts.

Für welches Familienfest gibt man sonst schon 2.000 oder 4.000 oder gar 10.000 Euro aus?
Allenfalls noch bei Hochzeiten kommt es, Frank dem Weddingplaner sei Dank, zunehmen vor, daß man die Organisation des Ablaufs in die Hände eines Veranstaltungsprofis legt. Nichts anderes tut man letztendlich auch bei einer Bestattung.

Mir ist bewußt, daß manche Bestatter reine Handwerker sind. Sie packen den Toten in einen Sarg, stülpen ihm einen Talar über und bringen die Kiste zum Friedhof, während Frau Bestatter mit ein paar Telefonaten den Pfarrer und ein Gesteck aus Pissnelken zur Halle bestellt.

Ich sehe meine Aufgabe im Speziellen und die Aufgaben eines Bestatters im Allgemeinen aber vollkommen anders.
Der Bestatter führt ein kaufmännisches Dienstleistungsunternehmen mit handwerklicher Abteilung und verkauft Trauerveranstaltungen oder auf Neusprech: Trauerevents.

Es gibt Hunderte von Möglichkeiten, eine Trauerfeier individuell zu gestalten und exakt so zu gestalten, daß sie genau für diese Hinterbliebenen die einzig richtige Form der Abschiednahme und Trauer bietet. Genau diese richtige Form herauszufinden, das ist die Kunst!

Einfach ein 08/15-Paket aus dem Katalog einer Bestattungskette zu angeblichen 999 Euro zu verkaufen ist kein Hexenwerk, das kann jeder angelernte Depp. Aber auch Menschen mit einem schmaleren Geldbeutel, innerhalb des möglichen Rahmens, IHRE Trauerfeier zu gestalten, sich Gedanken zu machen, Ideen zu entwickeln und jeden Tag aufs Neue das Beste zu geben, daß ist gekonntes Dienen und Leisten, Dienstleistung eben.

Nix zu verschenken

Von

Eins muß ich schnell noch erzählen. Da gibt es da draußen im schönen weiten Web eine Domain, die ich ganz brauchbar finde. Die hat aber schon jemand für sich registriert und schreibt auf der selbstgebastelten, einzigen Startseite, man könne bald mehr Interessantes dort lesen.

Ja, und das war irgendwann im Jahr 2000. Gute Chancen also, denjenigen mal zu kontaktieren und sich zu erkundigen, unter welchen Bedingungen er bereit wäre, die Domain abzugeben.

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Die Vorzimmerhexe

Von

Heute ist einfach viel zu tun. Lauter so ungeliebter Kleinkram. Besprechung mit dem Steuerberater, Lieferantentermine und Vertreterbesuche. Frau Büser hat mir Ausgangsverbot erteilt und alle möglichen Termine in meinen Kalender getippt.

Die Termine hat sie mir so nach und nach rübergeschickt. Ich bekomme dann immer eine Mail, habe diese Mails immer brav bestätigt und als ich heute Morgen den Kalender aufgerufen habe, hatte ich 14 Besprechungen.

Weiber!

Aber was würden wir ohne sie machen?

Das kann man mit den boykottierten Nokias machen

Von

Auf die Idee, einen Toten anzurufen, bin ich noch gar nicht gekommen. Aber gut, wir stellen ihnen Blumen aufs Grab und meinen, sie hätten etwas davon, wir sprechen oft auch so am Grab mit ihnen, warum also sollte man sie nicht anrufen?

Möglich macht das der Telefon-Engel, eine Kunststoffbox mit Handy und eingebautem Akku, welche im Grab verbuddelt wird und es einem ermöglicht, auch aus der Ferne, ab und zu beim Toten anzurufen.

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