Enthüllungen über Undertaker TOM

In der Anfangszeit dieses Weblogs schrieb Peter Wilhelm unter dem Pseudonym Undertaker TOM. Er tat das, weil die Zeit, als er noch selbst als Bestatter tätig war, noch nicht so lange vorüber war. Dadurch und indem er Namen und Orte änderte, schützte er die Persönlichkeit der Leute, um die sich teilweise seine Geschichten drehen. Aus diesem Umstand resultiert der folgende Text.

Wenn Tom mit Kollegen oder Lesern zusammentrifft, wie macht er das? Er ist doch anonym, oder?
Mac Kaber fragt dazu:

Was mich beschäftigt ist nicht das „was“, sondern das „wie“.
Mit Gesichtsmaske? Ein Strohmann? In Mönchskutte mit hochgeschlagener Kapuze im Dreivierteldunkel? Fotografierverbot?
Du bist doch der einzige Star den ich kenne, der verborgen bleiben muß, weil sonst der Mythos erlischt. Wie bei einem Geheimdienstchef.

Das ist alles bei weitem nicht so geheim, wie sie das manche vorstellen. Deshalb erübrigen sich auch Fragen danach, ob meine Mitarbeiter oder meine Familie hier mitlesen und ich nicht immer Angst haben müsste von einem verraten zu werden.
Bei der Anonymität aus der heraus ich schreibe, geht es ja nicht in erster Linie darum, daß kein Mensch auf der Welt wissen darf, wer ich bin, sondern vornehmlich darum, daß sich die Menschen aus den beschriebenen Fällen nicht wiedererkennen können und sich nicht bloßgestellt fühlen.
Mit ein wenig Geschick und Geduld kann man heutzutage alles herausfinden und ich gönne jedem den kleinen Erfolg.
Außerdem komme ich ja hin und wieder nicht darum herum, mich mit irgendwelchen Leuten zu treffen und da wäre es doch doof, wenn ich mit einer Maske oder einem Sack über dem Kopf auftauchen würde.

Unter vernünftigen Menschen, und ich baue einfach darauf, daß ich es mit solchen zu tun habe, sollte es so sein, daß man sich über das gegenseitige Kennenlernen oder die gewonnene Erkenntnis freut und dann isses auch wieder gut.
Wer’s weiß oder eine Ahnung hat, bitteschön, ich habe kein Problem damit, aber es muß nicht unbedingt sein, daß man damit Reklame macht und seine Entdeckungen herum posaunt. Mir kann man damit nicht schaden, aber das Weblog könnte darunter leiden.

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  • Veröffentlicht am: 31. Juli 2009
  • 24 Kommentare
  • Veröffentlicht in: Internes

Veröffentlicht von

Der Schriftsteller Peter Wilhelm erzählt hier Geschichten und informiert als Sachverständiger über Bestattungen. Er ist Chefredakteur von "Bestatter heute".
Der Satiriker veröffentlicht seine Satiren hier und eine Kolumne hier.
Produkttests gibt es hier. Peter Wilhelm ist auch bei Facebook.
Mehr über den in der Halloweennacht geborenen Autor findet man u.a. hier und hier. Der Autor lebt mit seiner Familie bei Heidelberg.
Alle Angaben nach bestem Wissen, keine Rechts- Steuer- oder Medizinberatung! Fragen Sie einen Fachmann!

Peter Wilhelm peter wilhelm autorenlesung

24 Kommentare » Schreibe auch Du einen Kommentar

  1. Ich weiss alles :)
    @Mac Kaber: er ist ein ganz netter Bestatter :)
    hab selten so einen intressanten Menschen getroffen!

  2. Ist klar greezer, wir wissen, das Du bei Ihm warst, zu Futtern gab’s Grillteller, Jägerschnitzel und einen Kaukasus-Spieß. ;)

  3. @ Emz: Um den Albtraum mal weiter zu spinnen:

    Ein sonnenbankgebräunter Typ mit pechschwarz gefärbten Haaren, Fönfrisur, 150 cm groß mit Wurstfingern, an welchen je ein dicker Goldring steckt. Cremefarbenes Satinhemd mit großzügig geöffnetem Kragen, damit das wuchernde Brusthaar zur Geltung kommt, dazu eine orange getönte Aviator-Sonnenbrille und Spuckecken in den Mundwinkeln.

    LECKER! ;-)

    (der hier so beschriebene ist im übrigen nicht erfunden, sondern ein – sehr kurzfristiger – Ex-Chef von mir)

  4. Sprich: wenn ich Dich jetzt nach einem guten Bestatter in meiner Nähe fragen würde und Du wärst zufällig in meiner Nähe, würdest Du Dich selbst nennen?

    Wäre ja sonst auch irgendwie Geschäftsschädigend… ;-)

  5. [quote]Unter vernünftigen Menschen, und ich baue einfach darauf, daß ich es mit solchen zu tun habe[/quote]

    OLOLOLOL IM INTERWEBS HAHA SNARF N00B

    sorry ;)

  6. [quote]Mit ein wenig Geschick und Geduld kann man heutzutage alles herausfinden und ich gönne jedem den kleinen Erfolg.[/quote]
    Puhhh!

    Nene… ist ja schon alles recht so, nur neugierig macht einen das doch schon. Mir reichts einfach „Tom“ zu kennen und dieses tolle Weblog lesen zu dürfen. :D

  7. Wäre dann doch ein Albtraum, wenn sich herausstellen würde, dass Tom „in echt“ so gar nicht meine Wellenlänge ist, z.B. aussieht wie Silvio Berlusconi, dabei ein Piepsstimmchen und ein Gehabe hat, dass mich gruseln lässt.

    Mich drängt es so gar nicht, den „wahren“ Tom kennenzulernen. Ich finde seine Geschichten toll, profitiere von seinen Tipps und von mir aus kann das genau so bleiben. Dieses Paparazzo-Gen fehlt mir da völlig.

  8. @nina und emz:
    Oder ein talgiger Mittvierziger, mit schütterem aber fettigem Haar, schlabbriger beigefarbener Hose und ausgewaschenem kariertem Freizeithemd, Händedruck wie ein toter Fisch, kann einem nicht in die Augen schauen, kleiner Mollenfriedhof hängt über dem Gürtel, und hat noch nie was von „Körperpflegeprodukten für Männer“ gehört.

    Nee, so sieht unser TOM nicht aus.

  9. Ich weiss als Seelsorger, daß Anonymität beide Seiten schützen kann, auch wenn das für manche Menschen sehr schwer auszuhalten ist!

    Daher finde ich ich das sehr in Ordnung mit der Anonymität. Tom wirkt auf mich authentisch und es ist mir egal, wie er aussieht oder an welchem Ort er arbeitet!

  10. Ja, Nina! Und wenn er in kurzen Hosen runter zu Frau Büser kommt, hängt die entweder unter den Achseln oder wird von Hosenträgern gehalten. Gekrönt von weißbesockten Füßen in Trekkingsandalen…

  11. Der Grund der Anonymität ist doch vollständig nachvollziehbar und sollte einfach respektiert werden.

    Denjenigen, die es partout wissen wollen, sei empfohlen das Weblog vollständig von Anbeginn durchzulesen. Es gibt genügend Hinweise. Soooo anonym ist Tom garnicht.

  12. Davon ab gilt aber auch sowieso und andersherum: Ich bin in meinen Kommentaren ein eloquenter, witziger und in manchen Texten sogar subtile, angenehme Erotik ausstrahlender Kommentator . . . und im echten Leben unansehnlich, langweilig und schlecht angezogen. *herf*
    .
    .
    .
    Will sagen: Ich stell mir unter „Tom“ niemanden vor, ich lese seine Texte. Ich muss auch Jasper Fforde oder Terry Pratchett nicht kennenlernen, um deren Bücher sehr zu mögen (keine Werbung, nur Beispiele).

  13. Ist ja gut, ich war ja nur besorgt.
    Dafür versuche gerade mir das Phantom der Blogger mit dem Sack über dem Kopf vorzustellen.

  14. Boah was Ihr so für Phantasien haben könnt, äksss.
    Ich möchte nur von jemanden mit Toms Einstellung und Erfahrung bestattet werden, damit ich wenigstens über den Tod hinaus zu jemanden Vertrauen „haben kann“.

  15. Also, ganz ehrlich … wen interessiert es denn, wie Tom aussieht? Mich interessiert viel mehr, wie Sandy aussieht! ;)

  16. [quote]Mit ein wenig Geschick und Geduld kann man heutzutage alles herausfinden und ich gönne jedem den kleinen Erfolg.[/quote]

    Hmmh, wie viele haben Dich den etwa nach gezielter Weblog-Auswertung enttarnt und wie viele wollten Dich dann mal treffen?

  17. @ Nina + emz: Typisch Frau! Das Aussehen wäre mir sowas von egal bei einem Treffen. Schlimmer fände ich einen Typ mit dem Aussehen von Brad Pitt oder wahlweise eine Frau mit dem Aussehen von Angelina Jolie, Heidi Klum oder wem auch immer, die mich stundenlang mit langweiligen Geschichten quälen.

    Da ist mir ein stinkender, pickeliger Endvierziger mit Sportsocken, der interessante Geschichten zu erzählen weiß, zehnmal lieber.

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