Ausbildung zum Bestatter – Worauf kommt es an?

Ausbildung zum Bestatter

Seit langem lese ich das Bestatterweblog und kenne alle Deine Bücher. Ich würde gerne Bestatter werden. Wir haben zu Hause intensiv darüber gesprochen. Meine Eltern hatten einige Bedenken, ob ich die Anforderungen erfülle. Aber anhand dessen, was in Deinem Blog so steht, meine ich, das Wesentliche zu erfüllen.
Ich bin 25 Jahre alt und habe in einer Maschinenbaufabrik eine Ausbildung gemacht und arbeite dort.

Testtext

aber auch hier

Um Bestatter zu werden, bedarf es nicht viel. In einem früheren Artikel schrieb ich einmal „Es ist nicht sehr viel, was man können muß, um Bestatter zu werden. Ich komme sehr viel im ganzen Land herum und kenne mittlerweile Hunderte von Betrieben. Viele Bestatter können gar nichts, verdienen trotzdem viel Geld und sind seit Generationen im Geschäft und das wirst Du ja auch können.“

Willst Du jedoch ein guter Bestatter sein, dann ist da schon etwas mehr erforderlich.
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Wenigstens kein Arschgeweih

Frühstück beim amerikanischen Schachtelwirt, das ist ganz was Besonderes für meine Kinder (Josie, damals 11, und Rouven, damals 14).
Nee, ehrlich! Würde ich sie vor die Entscheidung stellen, was sie lieber haben wollten, einen 3er BMW oder einen nagelneuen Computer oder ein Frühstück bei McDonalds, ja dann würden sie unisono „Mäckes“ rufen.
Gut, also denen schmeckt und gefällt es beim Käsewanzen-Ami, also tat ich ihnen den Gefallen und beschloß, sie einen Morgen dorthin zu bringen.

Vorher sagte ich zu ihnen: „Ich muß ganz früh in die Stadt. Ich bringe Euch zu Mäcces, warte bis ihr ausgesucht habt und bezahle. Dann fahre ich zu meinem Termin in die Stadt, das dauert nicht lange. Ich komme dann, trinke noch eines dieser hervorragenden, entfernt an Kaffee erinnernden Automatenheißgetränke aus dem Pappbecher, und dann fahren wir wieder heim.“

Das stieß natürlich auf große Gegenliebe und den ganzen vorherigen Tag waren die Kinder aufgeregt und tuschelten darüber, wer was nehmen würde, was es alles gibt und ob es wohl auch Happy-Meals mit tollen Spielzeugen gibt.

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Ich kenne mich ja schon aus

Wir haben ja früher noch Lehrling gesagt. Offiziell hieß das schon Auszubildender oder Auszubildende, aber irgendwie rutschten mir immer wieder noch die Worte Lehre und Lehrling über die Lippen.
Es war im Juni und somit die Zeit, daß sich wieder einmal massenhaft junge Leute bei uns bewarben. Die meisten Bewerbungsmappen kamen mit der Post. Per E-Mail hat sich zu dieser Zeit noch keiner beworben.
Ein paar Leute kamen auch einfach vorbei, das habe ich immer nicht so gerne gehabt.

Und wenn ich mich bei den Spontanvorbeikommern erkundigte, warum sie denn nicht vorher einen Termin ausgemacht haben, bekam ich zur Antwort, das habe ihnen ihre Lehrerin Frau Soundso beigebracht. Spontanes Vorbeikommen zeuge von Initiative und verbessere die Chancen.

Aha! Gut, daß Frau Soundso das weiß. Ich wußte das nämlich bis dahin nicht. Mir waren die jungen Leute, die unangemeldet Einlaß in mein Refugium begehrten, ehrlich gesagt immer nur lästig; und ich ließ sie meistens von unserer ersten Bürodame, Frau Büser, abwimmeln.

Die Mappen, die sich neben meinem Schreibtisch auf dem Computertischlein stapelten, glichen sich wie ein Ei dem anderen. Gekaufte Hochglanzmappen mit den immer gleichen Bewerbungstexten, nichtssagenden Anschreiben und glattgebürsteten Einheitsfotos.
Sie alle wollten „was mit Menschen machen“ und alle gaben an, gerne zu schwimmen, zu lesen und „was mit Freunden zu machen“.
Es war nicht ganz einfach, aus diesem doch recht unpersönlichen Gematsche die geeigneten Kandidaten herauszufinden.
Wahrscheinlich haben ganz tolle junge Leute keine Lehrstelle bei mir bekommen, weil sie auf Frau Soundso und Frau Wieauchimmer gehört haben.
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Marc Spitz ist gestorben. Mark Spitz lebt.

Marc Spitz ist gestorben.
Über ihn heißt es bei Wikipedia:

Marc Spitz (* 2. Oktober 1969 in Queens, New York; † 4. Februar 2017[1]) war ein US-amerikanischer Schriftsteller, Dramatiker und Musikjournalist.
Der aus einer jüdischen Mittelklassefamilie stammende Marc Spitz studierte am Bennington College in Vermont. Spitz war Senior writer bei dem Musikmagazin Spin. Seine Arbeiten sind u.a. in Vanity Fair, Nylon und der New York Post erschienen.

Das wäre eigentlich keine Meldung wert (denn zumindest mir ist der Marc ((mit C am Ende des Vornamens)) eigentlich unbekannt), aber Leserin Hanna weiß darauf hin, daß bei Facebook schon großes Bedauern über den Tod des Weltklasse-Schwimmers Mark Spitz geäußert wurde.

Mark Spitz (mit K am Ende des Vornamens) ist ein Schwimmer, der zu seiner Zeit den Ehrgeiz hatte, so viele Medaillen wie möglich zu gewinnen.
1972 bei den Olympischen Sommerspielen 1972 in München gewann er dann sieben Goldmedaillen und stellte dabei jeweils einen Weltrekord auf.

Der Schwimmer lebt aber noch und wird in fünf Tagen 67 Jahre alt.
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Ist da eine Leiche in unserem Haus?

leichenfund

Fliegen und muffiger Geruch. Soll ich die Polizei rufen?

Schon seit ca. 3 Wochen tauchen in meiner Wohnung kleine Fliegen verschiedener Sorten auf.
Im Eingangsbereich meiner Wohnung ist ein muffiger Geruch wahrnehmbar.
Ich habe mich gewundert und zuerst daran gedacht, dass vielleicht ein Stück Obst vergammelt oder eine Maus verendet ist…
Nun habe ich den in Verdacht kommenden Schrank mal ausgeräumt und weggerückt, alles schön sauber gemacht und im Anschluss mithilfe einer Taschenlampe auch die eigentliche Quelle entdeckt:
Hinter einer hölzernen Zwischenwand, wo all die Rohre und Leitungen verlaufen, kamen Fliegen und Geruch unten aus einem Kabelschacht.
Und da sich das schon mindestens zwei Wochen hinzog, schließe ich eine verendete Maus mal aus.
Ich vermute, der Geruch kommt durch diesen Schacht aus einer anderen Wohnung.

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Warum sind Bestatter so teuer?

Weshalb kostet die Bestattung so viel?

Immer wieder führen die Rechnungen von Bestattern zu Nachfragen und Diskussionen. Ich möchte anhand eines Schriftverkehrs der vergangenen Tage einmal ausführlich darlegen, weshalb ich immer wieder zu dem Schluß komme, daß die Rechnungen zwar sehr hoch, aber trotzdem angemessen sind.
Mir schreibt ein Herr völlig fassungslos, daß eine kleine Trauerfeier in Köln fast 1.800 Euro gekostet hat. Seine Mutter ist anderswo verstorben und dort auch beigesetzt worden. Da es in Köln auch Verwandte und Bekannte gibt, ging er zu einem Bestatter und buchte dessen Trauerraum für eine kleine Feier.
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Herr Uralt senior ist gestorben

Das Traditionsunternehmen Uralt und Söhne stellt in sechster Generation Kuckucksuhren-Blindspante her.
Die Gründerväter des Unternehmens sind natürlich längst verstorben. Und nun ist auch der letzte Senior-Chef, Karl-August Uralt im hohen Alter von 97 Jahren gestorben.
Bereits vor 30 Jahren hat er die Geschicke des Unternehmens in die Hände seines Sohne August-Bruno Uralt gelegt.
Ja, auch August-Bruno ist schon 70 Jahre alt und läßt sich nur noch hin und wieder im Betrieb sehen, um die aktuelle Blindspantenproduktion zu kontrollieren.
Aktuell führt sein Sohn Detlev-Oliver Uralt die Geschäfte.
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