Er will doch nur spielen – Hol’s Stöckchen! Liebster Award

Ich weiß gar nicht mehr so genau, seit wann ich eigentlich blogge. Die c’t schrieb neulich mal, ich sei ein Blogger Urgestein. Aber so alt fühle ich mich eigentlich noch nicht, um ein Urgestein zu sein.
Auf jeden Fall habe ich schon gebloggt, da gab es WordPress beispielsweise noch gar nicht, es muß also schon ziemlich lange her sein.
In der frühen Zeit der Bloggerei war es allenthalben üblich, sich Stöckchen zuzuwerfen. Ein Blogger machte etwas Ungewöhnliches oder schrieb über etwas Besonderes und warf dann die Aufgabe, ein Ebensolches zu tun, als Stöckchen einem anderen Blogger zu. Der tat ihm dann nach und verpflichtete auch wieder einen anderen usw.
Ich bin aus dieser Stöckchenwerferei ausgestiegen, als das Füße-Stöckchen die Runde machte, bei dem alle möglichen Leute und Leutinnen damals ihre Füße fotografierten. Nein, das war nicht schön, ich hatte sehr lange schreckliche Bilder im Kopf.

© Kumi 2016

Mittlerweile gibt es das nur noch selten, eher noch wird man für einen „Award“ nominiert, der dann auch wieder irgendeine Verpflichtung mit sich bringt.
Dieses Mal bin ich für den „Liebster-Award“ nominiert worden und zwar von Simon Segur.
Ich habe zwar vor zweieinhalb Jahren schon mal mitgemacht, aber warum nicht nochmal.

Er stellt folgende Fragen an verschiedene Blogger.


Glaubst Du an einen Sinn des Lebens?
Was war Dein schwierigster Moment in Deiner Blogger-Karriere?
Welche „Kunst“ betreibst Du neben dem Schreiben noch?
Welches Buch hat Dich in Deinem Leseleben am stärksten geärgert/genervt?
Kannst Du Momente benennen, die Dein Leben „wirklich“ verändert haben?
„Schreiben ist harte Arbeit.“ Wie sehr trifft das, auf einer Skala von 1 bis 10, auf Dich zu?
Welches Buch hättest Du gern geschrieben?
Hast Du schon bemerkt, wie Du Deinen Eltern ähnlich geworden bist oder denkst Du noch: Bloß nicht so werden wie die …?
Welchen unserer Planeten würdest Du am liebsten besuchen (inklusive Pluto, auch wenn der ja nicht mehr als Planet gilt)? Warum?
Wir scheinen uns, was die Schnelligkeit des Fortschritts angeht, geirrt zu haben. Orwell prognostizierte für 1984 den medialen Überwachungsstaat; Kubricks 2011 ist auch schon wieder seit 5 Jahren überfällig. In welchem Jahr werden wir wohl wirklich zu den Sternen reisen?
Welche drei Wörter unserer Sprache magst Du besonders gerne, welche drei nerven Dich?

Ich beantworte sie mal:
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Canon 500D ist weg

Die vor einigen Tagen hier angebotene Spiegelreflexkamera Canon 500D ist weg.
Vielen Dank für die Gebote.
Letztenendes habe ich mich entschieden, sie einer Leserin zu geben, die ein besonderes Fotohobby hat, nämlich sogenannte Lost Places zu suchen und zu fotografieren.
Außerdem habe ich beschlossen, weil bald Weihnachten ist, die Kamera zu verschenken.

Was soll ich mich bei Ebay mit den Leuten herumstreiten. Also lieber so weg und sich freuen, daß jemand sich wiederum über das Geschenk freut.

Grabkreuze statt Grabstein

Fast überall in Deutschland stellen die Bestatter nach der Beisetzung ein Holzkreuz mit dem Namen und den Lebensdaten des Verstorbenen aufs Grab.
Weniger gläubige Menschen können mancherorts stattdessen auch eine Holztafel bekommen.

Diese Kreuze und Tafeln sind für alle Beteiligten eine gute Sache. Sargfabriken und Schreinereien verdienen an den Kreuzen, der Bestatter veredelt sie mit Namen und Lack und verdient auch noch was; und die Angehörigen haben eine mehr oder weniger vorübergehende Kennzeichnung des neuen Grabes.

Mehr oder weniger vorübergehend?

Ja, auf den meisten Friedhöfen sind diese Holzkreuze nur als vorübergehende Lösung gestattet. Danach, manchmal ist sogar exakt vorgeschrieben wann, muß ein Grabstein gesetzt werden.

So ein Grabstein ist, aus Sicht der Friedhofsverwaltung, keine triviale Sache. Der Stein muß vorher skizziert, bemaßt, beantragt und kostenpflichtig genehmigt werden.
Er bedarf eine fachmännisches Fundamentes und muß durch einen Fachbetrieb angefertigt, geliefert und aufgebaut werden.
Material, Gestaltung und Arbeit kosten Geld. Im günstigsten Fall sind die Angehörigen mit um die 1.000 € dabei, aber oft werden auch Beträge um die 3.000 bis 5.000 € für recht einfache Grabsteine ausgegeben.
Pech hat man, wenn auf dem örtlichen Friedhof eine bestimmte Gestaltungsform vorgeschrieben ist, die nur durch den üppigen Einsatz von Steinmetzarbeiten zu realisieren ist. So einen Friedhof gibt es hier in einem der näheren Orte. Da ist man selbst für die einfachste Form (Stein, Sockel, Einfassung, Abdeckung usw.) kaum unter 10.000 € los.
Ein Schelm, wer vermutet, daß bei der entsprechenden Beschlußfassung für diese Friedhofsordnung ein Steinmetz im Gemeinderat mitgewirkt oder lobbyistisch tätig geworden ist.

Ich weiß jetzt nicht, was Grabsteine wirklich wert sind, aber es ist anzunehmen, daß auch beim Geschäft mit ihnen ein entsprechend gutes Geschäft gemacht wird. Das sei, unter Berücksichtigung der vielen hier schon zum Thema Bestattungskosten veröffentlichen Texte, den Steinmetzen auch durchaus gegönnt.
Fakt ist aber, daß Grabsteine eine Menge kosten.
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Camcorder Sony HDR-PJ10E zu verkaufen

Musterbild

Ich hab’s versprochen und ich muß es halten: Bis zum Jahresende will ich abspecken. Körperlich habe ich schon abgespeckt, jetzt ist das technische Equipment dran.
Etliches habe ich schon im wahrsten Sinne des Wortes in die Tonne getreten. So schade es manchmal ist, aber technische Geräte, sind oft von Zeit und Raum so weit überholt worden, daß eine Beschäftigung damit heute nicht mehr lohnt.

Anders ist das bei einem meiner Camcorder. Es ist der Sony HDR-PJ10E.
Das ist ein 3,3 Megapixel Camcorder mit AVCHD-Aufzeichnung.
Das Tolle: Der Camcorder hat einen eingebauten Beamer. Und der ist gar nicht mal so schlecht, wie man meinen möchte.
Man kann das eben Aufgenommene an Ort und Stelle vorspielen. Man muß nichts an den Fernseher anschließen, keine SD-Karten in den Rechner einlesen, sondern kann die Videos (bei etwas Schatten oder Dunkelheit) bequem groß auf eine helle Fläche projizieren. Das geht erstaunlich gut und scharf.
Zum Aufnehmen benötigt man nur noch eine SD-Karte. Akku und Ladegerät sind schon mit dabei.

Ach nee, der Camcorder hat sogar einen eingebauten Speicher, auf dem man aufnehmen kann. Man kann also sofort loslegen.

Und bevor ich den jetzt bei Ebay verkaufe, biete ich ihn doch lieber hier an.
Wer ihn haben möchte, schreibt eine Mail mit einer ernstgemeinten Preisvorstellung an peter@bestatterweblog.de
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Canon 500D zu verkaufen

Es ist bald Weihnachten. Vielleicht sucht ja noch jemand ein passendes Geschenk.
Ich verkaufe meine Canon 500D, DSLR Spiegelreflexkamera.


Musterbild

Die Kamera ist in einem sehr guten Zustand und weist wenige Betriebsstunden und Auslösungen auf. Während andere gebrauchte Kameras bei Ebay oft schon mit 50.000 Auslösungen abgenudelt sind, hat dieses Spitzenexemplar nur 1.146 Klicks auf dem Buckel.

Ich habe jetzt beim Betrachten der Kamera keine Kratzer oder Macken entdeckt. Mit dabei ist ein Batteriegriff, der zusätzliche Akkus aufnehmen kann und noch mehr Grip und Stabilität gibt.

Musterfoto

Auch mit dabei sind 4 Akkus und ein Ladegerät.
Das Kameramodell ist natürlich schon etwas älter, aber längst noch nicht aus der Mode oder total veraltet. Für einen Ein- oder Umsteiger ist das immer noch ein absolut tolles Gerät.
Wer die Kamera haben möchte, wende sich mit einem ernstgemeinten Preisvorschlag an peter@bestatterweblog.de
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Leiche hinter Glas, ist das normal?

Bei uns gab es vor kurzem einen Trauerfall. Mein enger Freund und Partner starb mit nur 35 durch Fehldiagnosen an einem Herzinfarkt.
Als seine Familie eine Woche danach entschied, ihn noch einmal aufbahren zu lassen, damit ich ihn noch einmal sehen kann, geschah dies hinter Glas.
Auf die Frage, ob ich direkt zu ihm dürfte um ihn noch einmal zu berühren oder ihm etwas mit auf den Weg zu geben, sagte man, dass sei nicht möglich.
Begründung war, dass er inzwischen schon eine Woche verstorben sei, es dann so üblich sei.

Ich fand das sehr schade, denn ich hatte als ich ihn hinter Glas sah, das sehr starke Bedürfnis ihn noch einmal zu berühren.
Auch wenn es in dem Augenblick für mich nur noch die „Hülle“ von ihm war. Am Ende gestattet man uns dafür aber, der Urne noch etwas beizulegen. Bzw in die Überurne etwas beizulegen.

Nun die Frage, ob es da wirklich Vorgaben gibt, wie lange man einen Toten direkt aufgebahrt bekommt, mit der Möglichkeit diesen zu berühren?
Was könnte der Grund gewesen sein, dass dies nicht erlaubt wurde? Er war jung und sah – zumindest hinter Glas- auch noch gut aus.
Der Schritt ist freilich schwer, aber wäre für mich eine wichtige Möglichkeit während des Abschieds gewesen.

Daß Verstorbene noch einmal aufgebahrt werden, hat seinen Grund darin, daß auch die Trauergäste, die von weither anreisen, aber auch die Familie, mit eigenen Augen sehen kann, daß der Verstorbene wirklich tot ist.
Man erfährt nicht nur vom Tod eines Menschen und er ist dann einfach weg, in einer Kiste und dem Blick entzogen.
Sondern man kann es mit eigenen Augen sehen und natürlich auch (im wahrsten Sinne des Wortes) begreifen.
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