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Lübeck sehen und sterben: Bestatter sollen Tourismusabgabe zahlen

27. Juni 2018

Bestatter müssen nicht nur ständig steigende Kosten für Amts- und Friedhofsgebühren an ihre Kunden weitergeben, in Lübeck sollten sie eine Tourismusabgabe bezahlen, weil Menschen ja dort im Urlaub sterben würden. Ein Aprilscherz? Leider nein.

Die Vorbereitungen waren zwar schon recht weit gediehen, die Tourismusabgabe ist aber letztendlich nicht eingeführt worden

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(gefunden von Boandlkramer)

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Peter Wilhelm27. Juni 2018

15 Kommentare von 139974.

  1. Naja, da hat eher der Autor des Artikels nicht verstanden, was mit „mittelbarer Vorteil“ gemeint ist (zumindest in Rheinland-Pfalz, und zumindest glaubt dort der Gesetzgeber, er habe das so formuliert, dass das gemeint ist):

    Wie die anderen in dem Artikel genannten Beispiele auch zeigen, bedeutet dieser mittelbare Vorteil nicht, dass Touristen die Dienste in Anspruch nehmen, sondern, dass Personen/Betriebe, die ihr Geld (unmittelbar) mit Tourismus verdienen.

    Klar wird das z.B. beim Schornsteinfeger, der ja seine Leistungen auch in Hotels und Pensionen erbringt (die es ohne Tourismus nicht gäbe). Aber auch fast alle anderen Berufsgruppen, eben auch Bestatter, haben einen gewissen Anteil an Kunden, die ihr Geld mit Tourismus verdienen. Die Frage (die dann in der Beitragssatzung beantwortet werden muss) ist eben, wie groß dieser Anteil ist.

    Bzw. letztlich sogar nur – da die Hoteliers etc. ja auch sterben würden, wenn sie kein Hotel betreiben würden – um wieviel teurer die Beerdigungen werden, weil die Verstorbenen mit Tourismus (viel) Geld verdient haben.

    Da sind wir dann sicher bei einem so kleinen Anteil, dass es praktikabel ist, die Bestatter rauszunehmen, aber so absurd wie in dem Artikel dargestellt ist es eben nicht. Es kommt eben nicht nur darauf an, ob Touristen Umsatz machen.

  2. ..und wie viel Touristen sterben so im Jahr in Lübeck????….das sich das lohnt……

    • @Tanja:

      Alle die zu viel vom Marzipan gefuttert haben…….. ;-)

      Politiker sind schon gewieft wenn es um das finden von Geldquellen geht damit die Diäten auch weiterhin jedes Jahr erhöht werden können

  3. Vielleicht könnte man auch Menschen posthum zur Abgabe heranziehen, die vor ihrem Tod mal in Lübeck waren?
    Und warum irgendeinen Berufszweig ausnehmen, außer vielleicht Bauunternehmern? Irgendeinen Bezug zu Touristen wird man doch sicher immer konstruieren können. Muß ja anscheinend nicht für den Einzelfall zutreffen.

  4. Lieber Peter Wilhelm,

    ich mache mir – wie wahrscheinlich viele andere Leser Deines Blogs – doch langsam große Sorgen um Deine Gesundheit. Bitte melde Dich wieder!

    Lilith

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