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Vorsorgen, Särge und Geld

Von

Du hast heute geschrieben, dass jemand noch Geld von einem Toten wollte. Stimmt es, dass Bestatter manchmal billige Särge nehmen, wenn ein teurer bestellt wurde und keiner mehr guckt? Wie ist das denn wenn da Geld von der Vorsorge übrig ist?

Ja, sowas gibt es. Es gibt Bestatter, die in so einem Fall eventuell statt eines teuren Sarges einen billigeren nehmen, kommt bestimmt vor. So wie es Gammelfleisch gibt, Taxifahrer die Umwege fahren, Autowerkstätten die Kleinteile berechnen ohne sie zu verwenden usw. Wo Menschen werkeln, da wird auch betrogen, geschoben und getrickst. Denn neben dem ewig lockenden Weib gibt es auch das ewig lockende Geld.

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Da ist noch was offen

Von

In der Kühlkammer liegt Herr Matuscheck und der hat keine Hinterbliebenen. Weil er das wußte, hat Herr Matuscheck schon vor ein paar Jahren eine Bestattungsvorsorge abgeschlossen. Feuerbestattung, anonyme Urnenbeisetzung, so wie es vielen Alleinstehenden geht. Nachher bringen wir ihn ins Krematorium.

Allerdings gibt es da doch noch jemanden, der ein Interesse an Herrn Matuscheck hat. Heute Morgen war ein Mann da, der sich als Herr Fröbel vorstellte und sich nach Matuscheck erkundigte. Zunächst glaubten wir, es sei ein verloren geglaubter Angehöriger und das ist überhaupt der Grund, warum Herr Matuscheck noch unten liegt, sonst wäre er schon mit der ersten Tour mitgefahren.

Doch leider entpuppte Herr Fröbel sich nicht als guter Bekannter oder Verwandter. Er habe dem Matuscheck zu Lebzeiten 5.000 Euro geliehen, die dieser auch brav in Raten zu 150 Euro zurückbezahlt habe, allerdings sei da noch ein Rest offen, so an die 1.200 Euro, wegen der Zinsen. Ja und ob man jetzt dem Matuscheck nicht einen billigeren Sarg oder so geben könne und wir ihm dann das Geld aus dem Nachlass der Bestattungsvorsorge geben könnten. Er habe den Schuldschein auch dabei und wir bekämen natürlich auch eine Quittung.

Herr Fröbel mußte ohne sein Geld wieder gehen.

Bestatter

Von

Heute Morgen bin ich hier auf der Hauptstraße unterwegs gewesen, habe diesen und jenen getroffen und schließlich Mandarinen und Kartoffeln, sowie eine Computerzeitschrift gekauft. Während ich im Supermarkt an der Wand mit den vielen Zeitschriften stehe, höre ich, wie zwei Frauen sich unterhalten. Sagt die eine zur anderen: „Klara, sag mal, sehe ich heute irgendwie schlecht aus?“

„Nein, wie immer, Martha.“

„Nicht irgendwie krank oder so?“

„Nein, wie kommst Du darauf?“

„Na, weil der Bestatter mich so freundlich gegrüßt hat.“

Merke: Ich muß mal überdenken, wie ich den Leuten auf der Straße begegne.

Deckel zu, mal anders II

Von

Das Geheimnis ist gelüftet.
Der Bruder des Verstorbenen ist es gewesen, der den Sarg zugekittet hat, wie er es nennt.

Er hatte sich mit dem Friedhofsverwalter unterhalten und dabei war es zu einem Mißverständnis gekommen.
Der Bruder hatte sich zu Lebzeiten mit Verstorbenen zerstritten und dem Toten einen Umschlag mit Fotos und einem persönlichen Brief, der alles ins Reine bringen soll, unter das Kopfkissen gelegt. Damit davon niemand Kenntnis erlangt hatte er sich beim Friedhofsmann erkundigt, wann der Sarg geschlossen wird. Der hatte gesagt: „Bei der Trauerfeier ist der sowieso zu.“

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In eigener Sache: E-Mail-Adressen

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Um in diesem Weblog Kommentare abgeben zu können, ist es erforderlich, eine gültige und bestehende E-Mail-Adresse anzugeben. Die meisten tun das auch brav und man kann das auch ohne weiteres tun, denn diese E-Mail-Adresse ist für niemanden, außer mich, sichtbar. Ich garantiere, daß ich zu keiner Zeit die E-Mail-Adressen an Dritte weitergebe.

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Tod, Trauer, Tabu und die Angst vorm Sterben

Von

Ich finde deinen Blog auch sehr gut. Es ist eine Art Aufklärungsarbeit die du leistest. Ich glaube dass viele Menschen sich dank deines Blogs über Bestattung und den Umgang mit Tod als Gewerbe ein besseres Bild machen können. Normalerweise hat man ja nur selten einen Einblick in diese Branche, doch du lieferst immer wieder neue und tiefe Einblicke.
Das einzige was ich jedoch noch anzweifle ist, ob du den Menschen mit diesem Blog wirklich etwas von Ihrer Angst vorm Tod nehmen kannst. Auf jeden Fall ist es gut auch einer solchen Thematik mehr Öffentlichkeit zu verleihen.

Das kann und will ich ja auch gar nicht. Sich über die eigene Vergänglichkeit im Klaren zu sein, ist etwas was uns vom Tier unterscheidet, sagt man so. Alles weitere wäre philosophisch, religiös usw. Jedenfalls kann ich mit diesem Weblog niemandem die Angst vor dem Tod nehmen und das will ich wie gesagt ja auch gar nicht.

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Keine Bestattung

Von

Muss man sich Bestatten lassen? Ich muß das eigentlich nicht haben. Irgendwann wird das Grab ja auch wieder aufgelöst und irgendwas mit den Gebeinen angestellt, das kann man doch auch gleich machen und mich entsorgen, oder? Also quasi die Grabliegezeit auf 0 setzen.

Gegenfrage: Was sollen wir denn dann mit Dir machen?

Das ist jetzt gar nicht blöd gemeint. Nur bekomme ich ganz oft Mails, in denen Leute schreiben, sie wollen das alles gar nicht, sondern man soll sie einfach entsorgen.

Gut, was könnte man machen? Man könnte die Menschen bei noch höheren Temperaturen nahezu rückstandslos verbrennen.

Was mir an derzeitigen Möglichkeiten einfällt, wäre die Aschenverstreuung. Also einäschern, Asche ausstreuen und die Angehörigen trauern an einem Foto oder Gedenkstein daheim.

Teure Diamanten

Von

Meine Frau (26) und ich lesen Ihren Blog sehr aufmerksam. Absolute Spitzenklasse. Wäre das ein Podcast, ich würde Ihn zum einschlafen hören. Vielleicht kommt Ihr Buch ja mal als Hörbuch raus.

Meine Schwiegermutter hat verkündet, Sie wolle mal zu einem Diamanten gepresst werden. Sie hat nun mit 50 einen Vertrag abgeschlossen in den sie einbezahlt. Wenn Sie 80 ist, hat sie so um die 15.000 € einbezahlt, plus Transportkosten in die Schweiz.
Ist das nicht zu teuer und etwas windig? Ich vermute ja, dass Sie irgendwo verscharrt wird und man einen Diamanten vom Juwelier um die Ecke besorgt.
Bitte nicht falsch verstehen, ich traue Ihrem Gewerbe im Grunde schon, aber diese Diamantpressung für DEN Preis im Ausland kommt mir etwas komisch vor.

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