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Deckel zu, mal anders

Von

Ganz normaler Sterbefall, Mann 78 Jahre, Witwe ist Auftraggeberin, Erdbestattung.

Der Sarg wird von uns zum Friedhof gebracht und in eine der Aufbahrungszellen gestellt, den Deckel nehmen wir ab und legen ihn auf das Gestell das an der Wand dafür angebracht ist. Den Verstorbenen richten wir dann nochmals, falls er beim Transport verrutscht ist. Die Decke wird schön ausgebreitet und falls gewünscht noch Blumenschmuck im Sarg angebracht usw.

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Haut

Von

Ein Mann war nachts im Bett gestorben und wurde erst ca. 18-20 Stunden danach gefunden. Beim Berühren löste sich stellenweise die Haut ab.
Wie kann das nach so kurzer Zeit sein?? Von soetwas habe ich noch nie gehört und war deshalb ganz geschockt …..

Im Wesentlichen liegt das daran, daß die Flüssigkeitskreisläufe des Körpers nicht mehr funktionieren. Mehr oder weniger schnell kommt es zu Veränderungen in den Bindungen zwischen Bindegewebe, Fettgewebe und Hautschichten. Die Millionen Bakterien, die unseren Körper ganz natürlicherweise besiedeln und zum Teil vom Immunsystem in Schach gehalten werden, können sich nun ungehemmt ausbreiten und weiter das Zellgefüge zerstören.

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Matthias II

Von

Edith und ihre Eltern waren bei mir und auch Matthias‘ Vater. Es bleibt ein Mysterium: Nichts in seinem Umfeld deutet auf irgendeine Weise auf irgendwelche Verbindungen zu kriminellen Gruppen hin. Dieser Verdacht war von einer übereifrigen Nachbarin geäußert und von der Polizei sogleich aufgegriffen worden. Schuld daran ist der zwar sehr deutsch klingende, aber auch bei vielen Weißrussen vorkommende Nachname des Verstorbenen. Da hatte die Nachbarin schon aufgrund des Namens entsprechende Mutmaßungen angestellt und sich in die Behauptung verstiegen, nur die Russenmafia könne so jungen Leuten einen 190er Mercedes spendieren.

„Der war 17 Jahre alt und hat bei Ebay 1.200 Euro gekostet“, sagt Edith schluchzend dazu und Matthias‘ Vater regt sich ebenfalls auf: „Eine Frechheit von der Alten. Die steht den ganzen Tag hinter der Gardine und weiß über jeden alles.“

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Deckel zu – War der Bestatter faul oder unfähig?

Von

bei uns ist eine [Altenheim]bewohnerin verstorben.die tochter wohnt weit weg.

kam wegen eisregen erst nach 2 tagen zu uns.ging dann zum bestatter und wollte die mutter sehen.der sagte ihr das der sarg schon dicht ist.wie kann das?normal werden die doch erst kurz vor der beerdigung dicht gemacht.und ich hatte die verstorbene gesehen,sah superfriedlich aus.für eine antwort wäre ich dir dankbar

Das kann man pauschal nicht beantworten. Im ungünstigsten Fall war der Bestatter einfach faul. Das möchte ich aber deshalb nicht unterstellen, weil ich aus Erfahrung weiß, daß manche Verstorbene sich binnen kürzester Zeit so nachteilig verändern, daß eine offene Aufbahrung nicht mehr anzuraten ist.

Im Allgemeinen ist es so, daß bei guter Kühlung und einem guten Zustand des Verstorbenen auch ohne eine Einbalsamierung eine Aufbahrung bis zu einer Woche nach dem Eintritt des Todes möglich ist. Aber in einigen Fällen geht das eben nicht. Verstorbene können sich verfärben, es kann eine unverdeckbare Geruchsentwicklung eintreten, der körperliche Zer- bzw. Verfall tritt rasant ein oder es kommt zu Hautablösungen und sonstigen Veränderungen. Aus Vernunftsgründen rät dann mancher Bestatter dazu, den Verstorbenen nicht mehr anzuschauen.

Wann übrigens der Deckel geschlossen wird, ist völlig verschieden. Manche Bestatter bewahren die Verstorbenen ausschließlich im verschlossenen Sarg auf. Auch auf manchen Friedhöfen stehen die Verstorbenen im verschlossenen Sarg und der Deckel wird nur „bei Besuch“ geöffnet.

Selbstverständlich können gute Bestatter durch geeignete Maßnahmen bis hin zur Einbalsamierung nahezu jeden Verstorbenen ansehbar machen, aber das ist letztlich natürlich auch eine Frage des Geldes und ob die Angehörigen das überhaupt wollen.

Es gibt aber auch Bestatter, die eine Behandlung des Verstorbenen grundsätzlich ablehnen, die über die normale hygienische Versorgung hinausgeht. Alles andere lehnen sie als unethisch ab.
Allerdings ist das nur bei ganz wenigen Bestattern der Fall.

Stadien der Verwesung

Von

Man unterscheidet verschiedene Definitionen des Todes:

  • Hirntod
  • Somatischer Tod
  • Molekularer Tod

Der Hirntod gilt als eingetreten, wenn keine Hirnströme mehr messbar sind, das Herz aber noch schlägt, beispielsweise, weil es über eine Herz-Lungen-Maschine weiter in der Funktion aufrecht erhalten wird.

Vom somatischen Tod sprechen die Mediziner, wenn die Vitalfunktionen des Körpers, also Atem und Herzschlag, unwiderruflich zum Stillstand gekommen sind.

Der molekulare Tod tritt ein, wenn einige Stoffwechselvorgänge, die auch dann noch fortdauern, wenn der Kreislauf zum Erliegen gekommen ist und kein frischer Sauerstoff dem Körper mehr zugeführt wird, aufhören.

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Lektoren aufgepasst!

Von

Die Arbeiten am Buchblock, also dem Textteil des Buches zum Weblog, stehen kurz vor dem Abschluß. Diejenigen Lektoren, die noch Texte zum Korrigieren vorliegen haben, sollten schauen, daß sie bis spätestens zum 10.01.2008 zum Ende kommen und ihre Ergebnisse zusenden, damit die Schlußredaktion gemacht werden kann.

An dieser Stelle bedanke ich mich ganz herzlich für die Arbeit, die die ehrenamtlichen Helfer geleistet haben. Es ist unglaublich was die meisten geleistet haben. Also nochmals ganz lieben Dank!

Insgesamt gehen die Arbeiten gut voran und bis jetzt sieht es danach aus, als ob das Buch wie geplant Januar/Februar erscheint und pünktlich verschickt werden kann.

Den Kaffee zahl ich nicht!

Von

Ich bezweifel mal, dass die VZ das wirklich empfohlen hat!

Das schreibt ein Kommentator zum gestern geschilderten Fall.
Da hatte eine Familie stolze 2.100 Euro von unseren durchlaufenden Posten abgezogen, weil ihnen angeblich das Essen in der Trauergaststätte nicht geschmeckt hat und noch angeblicher die Verbraucherzentrale ihnen zu diesem Schritt geraten hat.

Grundsätzlich gibt es schon seit Jahren Urteile, die ganz eindeutig besagen, daß der Bestatter nicht Gebührenschuldner werden kann, wenn er im Auftrag seiner Kunden Aufträge erteilt und diese als durchlaufende Posten berechnet. Er läßt die daraus erfolgenden Lieferungen und Leistungen nicht in seine Leistung einfließen, sondern tritt nur als Vermittler auf. Nutznießer, Besteller und somit auch Zahlungspflichtiger bleiben die den Bestatter beauftragenden Familien. Das gilt wie gesagt für alle Fremdleistungen.
Nicht dazu gehören, wie Handwerker hier schon anmerkten, etwa die Särge und sonstigen Waren, die wir wertschöpfend besorgen und verwenden.

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Was manche sich einbilden

Von

Die Familie hatte ein Komplettpaket gebucht. Das bedeutet, sie wollte die komplette Betreuung durch unser Haus und wollte sich selbst um nichts kümmern. Für das anschließende Kaffeetrinken und Mittagessen haben wir mehrere Lokale zur Auswahl angeboten und die Familie hatte sich für das „Schützenhaus am Wald“ entschieden.

Dort hat auch das Kaffeetrinken und das anschließende große Mittagessen stattgefunden. Immerhin waren 120 Personen gekommen, eine fürwahr große Familie und viele Freunde und Bekannte.

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