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Was soll eine 6-jährige auf der Beerdigung anziehen?

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Was sollen Kinder auf einer Beerdigung anziehen? Das ist eine Frage, die viele beschäftigt. Gerne gebe ich einmal darauf eine Antwort.

Bei den „netmoms“ stellt eine Leserin die Frage, was sie ihrer 6-jährigen Tochter zur Beerdigung der Großmutter anziehen soll.
Viele Leserinnen antworten das was auch ich geantwortet hätte: Es muß bei einem Kind kein Schwarz sein, irgendetwas Unbuntes reicht völlig aus. Es ist keine lustige Veranstaltung und man kann durch die Auswahl von etwas besonderer Kleidung auch durchaus den feierlichen Charakter der Zeremonie unterstreichen.
Ansonsten: Laßt die Kinder Kinder sein!

Was mich jedoch erstaunt, und ich las neulich erst an anderer Stelle ähnliche Ratschläge, ist das Entsetzen, das viele äußern, daß das Kind überhaupt mit auf die Beerdigung soll.
Man würde das seinem Kind niemals antun oder zumuten heißt es da mitunter im Web.

Ich halte das für Quatsch. Man muß mit einem Kindergartenkind nicht unbedingt zum offenen Sarg gehen und die Leiche anschauen lassen, das kann schon mal zu schlechten Träumen führen.
Aber mit zur Beerdigung nehmen kann man auch recht kleine Kinder. Der Tod gehört nunmal zum Leben und wird jeden eines Tages treffen und er kann junge wie alte Menschen holen.
Da kann man nicht über Jahre das plötzliche Verschwinden von Verwandten und Freunden mit irgendwelchen Ammenmärchen erklären oder die Sache verbrämen und vermeintlich kindgerecht erklären.
Fakt ist, daß Menschen sterben und dann in eine Holzkiste kommen und vergraben oder verbrannt werden.
Das kann man auch Kindern erklären. Da muß man halt reden und die Kinder entsprechend vorbereiten.

Falsch fände ich es, Kinder in einer Scheinwelt großzuziehen, in der das Thema Tod unnötig tabuisiert wird Das ergibt dann Erwachsene, die mit diesem Thema auch nicht umgehen können.

Peter Wilhelm 13. Januar 2017


43 Kommentare » Schreibe einen Kommentar

  1. Ein ganz altes Thema und immer wieder aktuell.
    Kinder und der Tod. Ich kann nur aus meiner Erfahrung berichten und die ist mehr als gut. Kinder müssen den Tod kennenlernen und begreifen, denn sie werden in ihrem Leben immer und immer wieder mit diesen „Mystirium“ konfrontiert. Kinder auf Beerdigungen sind nicht einfach – nicht einfach für die Eltern, die ihre Kinder auf das, was dort passiert vorbereiten müssen.
    Kinder verarbeiten den Tod meist viel besser, als wir es uns vorstellen können – man muss sie nur mal machen lassen. Auch das Thema mit Kindern noch einmal zum offenen Sarg, z.B. der Uroma zu gehen sollte man als beschützende Eltern nicht gleich verwerfen.
    Wir haben gerade mit diesem Punkt sehr gute Erfahrungen gemacht – Kinder, auch Kindergartenkinder, gehen mit dem Tod wirklich viel besser um als die meisten Erwachsenen. Es ist nur halt wichtig, dass man miteinader spricht, um das erlebte zu verarbeiten. Das ist übrigens nicht nur beim Tod und bei Beerdigungen so. Der Tod ist leider hier in Deutschland nicht so gesellschaftsfähig, wie er es sein sollte und wie er es z.B. in den Niederlanden ist, wo die Hausaufbahrung etwas völlig normales ist und Oma eben bis zur Beerdigung, bzw. Einäscherung im Wohnzimmer oder so in ihrem Sarg liegt. In Deutschland wohl heute nicht mehr vorstellbar – früher ebenfalls völlig normal. Wieder ein Punkt, in dem wir uns rückwärts entwickeln.

  2. Bestimmt wieder solche „helicopter parents“ die ihre Liebsten vor der bösen bösen Welt schützen wollen.

    Es ist sogesehen auch viel ehrlicher als einfach zu sagen „Die Oma ist nicht mehr da“, ja wo ist sie denn und warum? Das ist dann fast so wie „Bello ist jetzt auf einem Bauernhof“. Wenn dann mal ein neuer Bello kommt, dann kann der den alten ja eventuell beziehungsmässig ersetzen aber eine neue Oma ist schwierig.

    So können die Kleinen auch Abschied nehmen, auch wenn sie nicht religiös sind und die Oma jetzt nicht in den Himmel entrückt wurde, und wissen dann auf dem Friedhof da liegt die Oma und jedes Jahr gehen wir die besuchen.

  3. Ich finde, es kommt auf das Kind an. Als mein Großvater starb waren meine Cousin dabei (5, 6, 10 und 12) Sie haben ruhig mit auf der Bank gesessen und haben interessiert beobachtet, was mit Opa passiert. Bei einem Nachbarn auf der Beerdigung war ein Junge dabei, der hat die ganze Kirche unterhalten, hin- und hergerannt und alles angefasst. Das hat mich in meiner Trauer sehr gestört, weil ich denke, das ist der Zeitpunkt auch mal loszuweinen. Wenn dann aber die Trauerrede ständig unterbrochen wird, weil ein „Kävän, lass die Blumen in Ruhe!“ durch die Halle schallt und ein „Ich will das aber anfassen!“ zurück kommt, dann finde ich, SOLCHE Kinder haben nichts auf einer Beerdigung zu suchen. Und dann muss ich als Mutter/Tochter abschätzen, ob ich mein Kind bei der Trauerfeier richtig begleiten kann, wenn zBsp meine Mutter versterben sollte. Als Tochter habe ich dann auch das Recht zu weinen, aber vllt verstreckt es mein Kind mehr, als dass ich ihn begleiten kann. Das muss man auch immer abschätzen. Pauschalisieren sollte man aber auf keinen Fall

    • nochmal ich 😉
      Man kann einem Kind trotdem erklären, dass Opa jetzt tot ist und dass man zu einer Beerdigung geht und was da passiert. Und wenn das Grab dann fertig ist geht man mit dem Kind halt zum Grab.

  4. „Kävän“ geht ja auch nicht aus eigenen Stücken mit zur Beerdigung, bzw. fehlte bei ihm das Gespräch vorher, wie man sich denn so verhällt.
    Kävän wurde von Mama gezwungen mitzugehen, weil sonst keiner auf den Racker aufpassen wollte.
    Deswegen hatte ich ja auch geschrieben, dass man mit seinen Kindern vorher sprechen muss und ihre Wünsche diesbezüglich kennenlernen muss.
    Es ist bestimmt schwer, wenn man als Mutter zur Beerdigung der eigenen Mutter geht und dann noch auf das eigene Kind, also die Enkelin der verstorbenen Oma achten muss, bzw. sich selber noch beherrschen muss, eventuell nicht vor dem Kind zu weinen.
    Es ist vom Kind abhängig und eben davon, wie man sein Kind vorbereitet. Kinder können auch wunderbar trösten.

    • Ich vermute mal, „Kävän“ wurde auf gar nichts vorbereitet, ist es nicht gewöhnt, dass Erziehung stattfindet oder dass man mit ihm anders als im Befehlston (Kävän, lass das!!!) redet. Armes, nervendes Kind!
      Kinder können, entsprechend vorbereitet, in der Regel mit dem Tod von Oma oder Opa umgehen. Das Verstörendste ist oft die Tatsache, dass die Eltern weinen, scheinbar schwach sind, obwohl sie für das Kind der Garant ihrer Sicherheit sein sollten. Das sollte unbedingt thematisiert werden, wichtig ist auch, Inseln der Normalität zu schaffen.

  5. Ich war acht, als mein Opa starb. Meine Oma hat da ein Brimborium an mehreren Orten veranstaltet mit diversen ortsfremden, die sie sowieso seit hundert Jahren nicht gesehen hat, die aber um sieben angeheiratete Ecken irgendwie verwandt waren. Reine Fahrstrecke ohne Anreise: dreihundert Kilometer. Kirche in Ort A, Beerdigung in Ort B, Leichenschmaus in Ort C, dann alle wieder nach Ort A, weil dort ja teilweise die Hotels lagen etc. Meine Eltern sind eigentlich nur Leute rumgefahren. War für meinen Vater ganz schrecklich, sein Vater kommt unter die Erde, nachdem locker dreißig Jahre niemand gestorben ist in der Familie und ihm einfach die Übung fehlte und er durfte nichtmal trauern, sondern musste fahren.

    Egal, ich wollte darauf hinaus, dass meine zwei Jahre jüngere Schwester und ich da ernsthaft im Weg gewesen wären. Ich war deswegen sehr lange stinkig, weil ich glaube, dass mir das geholfen hätte zu verstehen, dass Opa jetzt halt weg ist. Aber es ging halt einfach nicht.

    Und bei uns ist es nicht üblich am offenen Sarg zu trauern. Das hatte Oma als Kind bei einer Tante mal und sie fand das alles okay. Bis am Ende der Mann mit dem Hammer kam und die Kiste zugenagelt hat. Das hat sie als Kind nicht verstanden,.warum die Tante eingesperrt wird.

    Ich finde es wichtig, dass Kinder auf Beerdigungen gehen. Trauer hautnah angucken können kann sehr hilfreich sein. Die eigene Mutter weinen zu sehen zum Beispiel. Ich halte nix davon Kinder in Watte zuvielpacken, das geht meist schief. Nicht verstören, aber erklären.

  6. Warum darf man als Mutter nicht weinen? Nur mal so dahingefragt.
    Ich bin in einer „zweigeteilten“ Familie aufgewachsen: Meine Eltern haben mich nie zu Beerdigungen mitgenommen (+ meine Mutter war eher entsetzt, als ich meinen Sohn zu Beerdigungen mitgenommen habe).
    Gleichzeitig bin ich regelmäßig mit meiner Oma auf den Friedhof gewandert zur Grabpflege. Und sie hat mir regelmäßig gesagt, dass sie ihrem Mann gerne nachfolgen würde (hat sie zu meinem Glück erst sehr spät geschafft).
    So war das Thema Tod auf der einen Seite absolut Tabu und auf der anderen Seite ein normales Thema. Vielleicht lese ich deshalb dieses Blog hier 😉

  7. Auf der Trauerfeier für meine Großeltern brachte ein Bekannter seinen Sohn mit. Er sollte an das Thema Tod herangeführt werden, ohne dass es direkt seine eigenen Großeltern sein müssten. Die Idee fand ich prima. Er benahm sich gut, sah ordentlich aus, also wieso nicht.

    Und prompt ist eine dieser kindgerechten Erklärungen nach hinten losgegangen. „Der Opi ist ganz friedlich eingeschlafen.“ Über friedlich lässt sich ja streiten, aber den Terror im Kinderzimmer gönne ich keinem. Wenn die Sechsjährige nicht einschlafen will, aus Angst sie würde nicht wieder aufwachen und vergraben werden…

  8. Ich finde es auch richtig und wichtig, Kinder mit zur Beerdigung zu nehmen. Bei mir (Jahrgang 67) wurde das nicht gemacht- damals waren meine Eltern der Meinung, dass Kinder auf einer Beerdigung „nichts zu suchen“ haben.
    LG Mona

  9. Ich werde meine Kinder auch auf die Beerdigungen mitnehmen. Wieso auch nicht? Ich erkläre ihnen vorher, was da passiert und warum heute mal die Hello Kitty Klamotten zu Hause bleiben. Mit entsprechender Vorbereitung kann man auch sonst eher wilde Kinder für die Stunde „zähmen“ und zur Ordnung rufen, dass sie niemanden in seiner Trauer stören.

    Das Thema Tod kommt hier öfter vor, die Kinder besuchen mit ihrem Opa ihre verstorbene Oma auf dem Friedhof. Das einzige Problem was ich noch habe beim erklären ist: „Mama, wie geht das, dass Oma da auf dem Friedhof ist und gleichzeitig im Himmel?“ In ihrer kindlichen Vorstellung kam meine Tochter auf die Idee, dass das Fleisch von den Knochen abgemacht wird, bevor man vergraben wird. o_O

  10. Die Wahrheit ist zumutbar.

    Auch, wenn kindgerecht präsentiert, für Kinder.

    Das gilt nicht nur für Beerdigungen.

    • Nur wie präsentiert man die Wahrheit kindgerecht?
      Wie erkläre ich meinem Kind die Wahrheit so, dass es sie versteht?
      Ohne, dass das vorher genannte Problem (Himmel und Friedhof) auftritt?
      Ich finde das Thema echt schwer.
      Es gibt gefühlte 100.000 Bücher drüber, aber so richtig zufriedenstellend und hilfreich finde ich persönlich nix davon.

  11. Mein Vater ist vor 5 Wochen relativ plötzlich mit 61 Jahren verstorben. Meiner Tochter (wird im September 3 Jahre) habe ich von Anfang an gesagt, was los ist. Daß der Opa tot ist (bloss nicht das Wort „entschlafen“ o.ä. benutzen) und wir jetzt nicht mehr mit ihm reden, spielen etc können. Ich habe auch vor ihr geweint und ihr erklärt, daß ich traurig bin, weil der Opa nicht mehr da ist-Kinder merken es eh, wenn es einem schlecht geht und wenn man dann aufgesetzt fröhlich ist, verwirrt sie das nur.
    Ich selbst bin nicht gläubig, trotzdem habe ich meiner Tochter erzählt, daß der Opa im Himmel ist, da auf einer Wolke oder einem Stern sitzt und auf uns aufpaßt. Wenn sie schaukelt, sagte sie schon vor dem Tod „bis in den Himmel schaukeln“-jetzt winkt sie jedesmal beim schaukeln ihrem Opa im Himmel zu (ohne daß ich sie dazu aufgefordert habe).
    Ich habe ihr aber nicht erzählt, daß der Opa verbrannt wurde und die Asche jetzt in der Urne ist-das hätte sie nicht begriffen, wo er doch jetzt im Himmel ist. Und das hätte sie glaube ich schon verängstigt/verunsichert. Zur Urnenbeisetzung im Ruhewald habe ich sie mitgenommen. Ich habe ihr erklärt, daß das eine Feier ist, wo alle die den Opa lieb hatten zusammenkommen und nochmal an ihn denken und von seinem Leben erzählen und daß der Baum ein Ort ist, wo man besonders an den Opa denken kann. Die Urne habe ich nicht gesondert erwähnt, die hat sie nicht als etwas besonderes wahrgenommen.
    Langer Rede kurzer Sinn: ich finde, man sollte offen mit dem Thema Tod und den damit verbundenen Gefühlen umgehen; auch und gerade Kindern gegenüber.

    Achja: als wir gestern unseren Hamster tot aufgefunden haben, war ihr sofort klar, daß der jetzt auch zu Opa geht und Opa ihn jetzt füttern wird.

    • Bei meinem Neffen (6 Jahre) war es genau anderesrum:
      Einige Zeit vor Omas Tod hatte er mir geholfen, für eine meiner toten Rennmäuse eine schöne Stelle in Omas Garten auszusuchen und ein Blümchen auf das Mäusegrab zu pflanzen, so daß er das Konzept „Tod“ zumindest schonmal kannte, als Oma starb.
      Bei der Trauerfeier war er ganz brav und ruhig, und hatte vorher für seine Uroma noch ein Abschiedsbild gemalt, was in der Kirche neben dem Sarg stand.
      Zur Urnenbeisetzung kam er nicht mit, wollte aber an einem der nächsten Tage dann mit seiner Mutter noch Blumen auf das Grab der Urgroßeltern pflanzen.

  12. Unsere 2 Kinder (heute 7 und 4 Jahre), wurden recht früh mit dem Ableben eines sehr engen Familienmitgliedes Vertraut gemacht – was alleine daran lag, dass meine Mutter nach 2 sehr schlimmen Krebsjahren von meinem Vater und mir zu Hause gepflegt wurde, bis sie eingeschlafen ist.
    Wir haben in dieser Zeit sehr viel mit unseren Kindern gesprochen und der Große hatte mehr Probleme damit umzugehen als der Kleine. Er kannte es nicht anders, dass Oma da in ihrem Bett lag, gefüttert und gewickelt wurde. Was uns damals wirklich sehr geholfen hat, war ein Kinderbuch „ich denke an dich“ , was mein Mann übers Geschäft besorgt hatte (mein Mann ist selber angestellter Bestatter in einem kleinen Familienunternehmen).

    Aber zurück zur Beerdigung. Bei meinem Großvater lag der Kleine noch im Kinderwagen und bevor er richtig los quengeln konnte, ging mein Mann mit ihm raus. Bei meiner Mutter waren die Jungs einfach nur klasse! Sie haben sich zusammengerissen, geduldig gewartet, zugehört. Auch bei der Urnenbeisetzung haben sie tapfer ihre Blüten ins Erdloch geschmissen. Eigentlich waren alle Reaktionen durchweg positiv, dass wir unsere Zwerge mit auf Beerdigungen nehmen und als der Kleine bei der Trauerfeier meines verstorbenen Schwiegervaters Anfang des Jahres etwas lauter zu mir sagte: „Mama, jetzt kann ich nicht mehr warten – ich muss mal!“, brachte das sogar etwas Humor in diese doch traurige Feier.

    Auch ich bin der Meinung, es kommt auf das Kind an, vielleicht auch auf die Tagesform von diesem – mitnehmen oder nicht.

    Grüße

  13. Ich sehe das ganz pragmatisch: der Tod gehört zum Leben dazu, das ist etwas natürliches. Menschen- und besonders Kinderseelen sind dazu gebaut sowas auszuhalten, selbst wenn kleine Katastrophen eintreten wie ein paar Tage schlechte Träume oder nervöse Zustände weil man zuviel über unerwartete Bilder nachdenkt oder Kinder sich groteste Vorstellungen machen – das geht wieder weg. Solche kleinen Stesszustände, Negativerlebnisse, Krisen sind natürlich.

    Menschen- und Kinderseelen halten im Extremfall Mord- und Totschlag, Vergewaltigung, Folter, Verstümmelung, Kriegsverbrechen… aus. DAS sind unnatürliche Traumata, die Seelen komplett zerstören können, und selbst das halten die meisten aus.

    Ich finde unsereins macht sich oft viel zu viel Gedanken über Kinkerlitzchen. Ob ein Kind auf der Beerdigung zuviel lacht oder die friedlich aussehende tote Oma sieht, das sind nun wirklich keine Probleme und keine schwerwiegenden Belastungen, damit kann man vernünftig und einfühlsam umgehen, dann sind solche „schweren“ Phasen gut im Griff zu halten und schnell vorbei.

    • Nachtrag weil ein bisschen am Thema vorbeigeprescht: Zum richtigen Umgang gehört in meinen Augen auch ein Gefühl für Anstand und soziale Kompetenz zu lernen. Wie soll eine Person das lernen, wenn man sie als Kind schon von allem fernhält? angemessene Kleidung, Stille, nicht plappern wenn andere traurig sind, nicht herumrennen und alles anfassen, warten bis man alleine ist und dann Fragen stellen, die vielleicht anderen unangenehm sein könnten usw.

      Ich finde da kann es gar nicht transparent genug sein für Kinder.

    • Tinchen, ich weiß, es wird Dir schwerfallen, dies zu glauben, aber ich stimme Dir zu 100% zu…

  14. Ich habe als Kind sogar sehr darunter gelitten, dass ich nicht mit auf die Beerdigung durfte. Vor allem weil ich als Achtjährige völlig ausgeschlossen wurde (meine älteren Brüder durften mit) und weil ich mich von meinem Opa verabschieden wollte und mir das absolut verwehrt wurde. Dabei war mir doch der Tod nicht fremd, mein anderer Opa starb als ich 3 war und seit dem habe ich viele viele Sonntage mit Oma auf dem Friedhof verbracht und kannte mich dort aus. Ich fand das alles scheinheilig und kann bis heute nicht verstehen, warum meine Eltern so taten, als wäre ein Beerdigung für Kinder verboten. Meine Heimtiere hatte ich schließlich auch alle Beerdigt 😉 Ich denke, man kann einem Kind sehr gut erklären, was eine Beerdigung ist und wie man sich dort zu benehmen hat (jedenfalls ab einem gewissen Alter) und das Thema Tod sollte gerade vor Kindern nicht tabuisiert werden. BTW da gibt es doch so eine schöne Szene um Emilio den Goldfisch in Kill Bill https://www.youtube.com/watch?v=ldEh0cyGVm4 😉

  15. Die Menschen halten Kinder immer für dümmer als sie sind, das ärgert mich echt.
    Sterben gehört zum Leben ich kenne viele Kinder die mehr oder weniger freiwillig mit dem Thema Tod konfrontiert wurden. Sei es das Haustier oder ein Mensch sie kommen meist besser damit zurecht als die Erwachsenen.
    Ein Junge ca. 6-7 Jahre alt dessen Kaninchen wir Euthanasieren mussten (bei der Eutha war er natürlich nicht dabei) schaute mich traurig und natürlich auch weinend an und fragte „Aber jetzt hat mein Flocki keine Schmerzen mehr?“ Ich „Schmerzen hat er jetzt keine mehr“ Junge „Tschüß Flocki“.

    Ich wurde als Kind auf fast alle Beerdigungen mit genommen und bin dankbar dafür. Nur auf die von meinem Opa durfte ich nicht und hatte so nie Gelegenheit mich zu verabschieden.

  16. Mein Vater starb, als ich 8 Jahre alt war. In meinem Leben waren zuvor keine engeren Verwandten gestorben, weshalb es meine erste Beerdigung gewesen wäre. Meine Mutter hat mich damals gefragt, ob ich mit zur Beerdigung möchte, was ich abgelehnt habe. Warum, weiß ich nicht mehr genau, aber es war wohl eine Mischung aus Angst vor dem Tod (im Allgemeinem) und dem Unwohlsein, dutzende weinende Menschen sehen zu müssen, die einen dann weiter „runterziehen“. Ich habe es dann vorgezogen, zusammen mit meiner Mutter und meinen Geschwistern ein paar Tage später das Grab zu besuchen.

    Man sollte sein Kind also fragen, ob es mitgehen möchte. Und wenn nicht, dann sollte man es auch nicht überreden oder zwingen („du musst dich verabschieden“). Die Trauerbewältigung muss nicht an diesem einen Tag an diesem bestimmten Ort anfangen…

    • So sah es bei mir auch aus. Ich war ebenfalls 8 und meine Mutter fragte mich, ob ich mitkommen wolle, was auch ich abgelehnt habe. Auch wir sind ein paar Tage später gemeinsam zum Grab gegangen. Ich finde das bis heute die beste Lösung. Wenn ich an die Beerdigung vor wenigen Jahren denke, muss ich sagen, das ich das als Kind nicht hätte verarbeiten können.

  17. Meine Tante ist diesen Samstag (noch nicht mal 40) plötzlich verstorben, als sie wegen ihrem drei Wochen alten Sohn im Krankenhaus war, weil dieser einen Ausschlag hatte. Sie verbrachte die Nacht im Krankenhaus mit ihrem Sohn, am nächsten morgen fand die Krankenschwester meine Tante tot auf. Das war mein Tante ihr zweites Kind, das Erste ist kaum älter als 1 Jahr alt. Die Diakonie hat uns auch geraten nicht zu sagen das die Mama eingeschlafen ist, sondern tot ist und nicht wiederkommt. Außerdem sollen wir uns überlegen ob wir sie zur Leichenaufbahrung mitnehmen, damit sie sieht das sich ihre Mutter verändert hat, obwohl das ziemlich hart klingt und wahrscheinlich auch ziemlich hart wird (habe gerade Gänsehaut wenn ich daran denke). Die Kleine hat seit ihrer Geburt wahrscheinlich nie einen Tag oder kaum einen Tag ohne ihre Mutter verbracht und muss Knall auf Fall ohne auskommen. Das bricht mir mein Herz! Glücklicherweise sind wir eine Großfamilie und mein Onkel hat eine große Unterstützung. Das Leben ist leider nicht immer gerecht…

  18. Ich war 10, als mein Opa nach langem Kampf gegen den Lungenkrebs verstarb. Wir (mein Bruder war 9) hatten den gesamten Krankheitsverlauf sehr genau mitbekommen, waren oft im Krankenhaus und später auch bei meinen Großeltern zuhause, als mein Opa wieder zuhause war, um zu sterben. Er hatte ein spezielles Bett bekommen, das im Wohnzimmer stand und bekam eigentlich täglich Besuch von seinen Kindern und Enkelkindern. Ich weiß nicht mehr genau, wie, aber meine Eltern haben uns auf jeden Fall darauf vorbereitet, dass mein Opa sterben wird.
    In den letzten 2 Tagen vor seinem Tod schlief mein Vater auch im Hause seiner Eltern, gemeinsam mit seinen Schwestern. So war stets eines der Kinder meines Opas wach und bei ihm. Mein Bruder und ich schliefen während dieser Zeit bei meiner Mutter, am zweiten Morgen kam dann um sechs Uhr rum ein Anruf, dass mein Opa jetzt gestorben wäre.
    An den genauen Ablauf kann ich mich nicht mehr erinnern, ich meine, dass wir ihn auch noch einmal tot in seinem Wohnzimmer gesehen haben, aber es kann sein, dass da die Erinnerung trügt. Auf jeden Fall wurde er aufgebahrt und auch da haben wir ihn noch gesehen und konnten Abschied nehmen. Bei der Beerdigung waren wir auch mit dabei und ich fand und finde das auch vollkommen richtig. Wir waren darauf vorbereitet, wussten, dass man sich in einer Kirche benehmen muss und konnten den Anlass verstehen.

    Zur generellen Frage: Ich weiß nicht mehr genau, was ich anhatte, ich hatte eine schwarze Hose an und während der Beerdigung irgendein unbuntes Oberteil. Beim Leichenschmaus hatte ich dann ein schwarzes T-Shirt an, also dunkle Farben. Mein Bruder und meine Cousinen und Cousins ebenso. Schwarz muss für Kinder nicht unbedingt sein, aber strahlende Farben wären mir definitiv nicht recht. Für mich steht fest, dass meine Kinder später einmal früh mit dem Thema Tod „bekannt gemacht“ werden, wenn es sein muss, und vor allem mit zur Beerdigung dürfen, wenn sie möchten, aber nicht müssen.

  19. Da stimme ich uneingeschränkt zu.
    Besonders den letzten Satz möchte ich gerne unterstreichen. Über Tod wurde bei uns auch nicht wirklich geredet. Nicht, bevor meine Großmutter nach langer Krankheit starb, als ich 8 war und danach sowieso nicht. Kann ich zwar verstehen, weil es ein schmerzhaftes Thema ist. Aber genau das hat mich eingeholt, als mein Opa vor ein paar Jahren starb. Ich war 22, es traf mich mit voller Wucht und macht mir auch heute noch zu schaffen. Es hat sogar eine Therapie gebraucht, um damit halbwegs klar zu kommen.

    Hätte ich ihn tot gesehen, hätte ich damit definitiv noch größere Probleme gehabt, denn dieses Bild wäre das gewesen, wie ich ihn in Erinnerung behalten hätte. Deswegen bin ich auch bei Kindern eher dagegen, den verstorbenen Körper zu zeigen. Das muss aber jeder selbst wissen und kommt natürlich auch immer aufs Kind an.

  20. Ich denke mal, wenn man einem Kind was vom Himmel und so erzählt und es dann in späteren Jahren die Wahrheit erfährt, ist die Verwirrung dann wohl sehr gross.. Ich finde es sehr wichtig, dem Kind von Anfang an die Wahrheit zu sagen und am Beispiel eines verstorbenen Hamsters oder Vogels zu erklären, was es mit dem Tod auf sich hat..
    Als ich 10 war, verstarb mein 11 Jahre älterer Bruder, den ich über alles geliebt habe.. Natürlich wusste ich in dem Alter bereits, wer tot ist, kommt nicht wieder.. Aber ich wurde von keinem Erwachsenen durch die Trauer begleitet. Nein ich wurde regelrecht allein gelassen.. Ich war mit bei der Beerdigung aber bin vor der Kapelle wie angewurzelt stehen geblieben und ging nicht mit hinein.. Am offenen Grab war ich auch nicht wirklich.. Da habe ich mich dann von der Hand meiner Mutter gerissen und bin weggerannt, weil ich eben nur Angst hatte und verwirrt war..

    Was ich damit sagen will, man sollte wirklich mit Kindern über den Tod reden. Kinder sind stärker als wir manchmal glauben!

  21. Ich war 8 als meine oma starb, ich wollte mit zur beerdigung, durfte aber nicht, und das trage ich meine mom heute noch etws nach, wobei ich sie auch verstehen kann, denn seit ich selber kinder habe, sind deren uromas verstorben, und ich habe sie gefragt ob sie mit wollen. wollten sie nicht. und im nachhinein war ich froh drum. man konnte sich auf die eigene trauer konzentrieren! inzwischen waren die kinder auf eine urnenbeisetztung ohne trauerfeier dabei, diese frau standen ihnen näher als die uromas! und das war rund so!

  22. Zur Kleidung von Kindern bei Beerdigungen hätte ich noch anzumerken: Was das Kind anzieht, hängt ja nicht nur davon ab, was angemessen wäre, sondern auch von anderen Umständen. z.B. hatte ich von meiner Oma mal ein schönes rot/weißes Kleid bekommen, ich habs geliebt, Oma fand es toll – also da hätte ich mir gut vorstellen können, dass dieses Kleid auch angemessen für die Beerdigung gewesen wäre – auch wenns bunt ist. Ich selbst trage auf Beerdigungen zwar schwarz (wie sonst auch), fände es aber völlig ok, wenn die anderen Anwesenden in ihrer üblichen Kleidung auftauchen würden, selbst wenn sie etwas bunter ist. Denn heutzutage muss man Trauer nicht mehr unbedingt durch Verkleiden anzeigen. Warum sollte ich nicht so Abschied nehmen, wie der Verstorbene mich kannte und mochte? Meine Trauer zeige ich ja schon durch meine Anwesenheit. Eine Kostümierung ist meiner Ansicht nach unnütz.

  23. Aus Erfahrung mit unseren Enkeln (damals 5 und 6) kann ich sagen, daß Kinder (Junge/Mädchen) keinen „bleibenden Schaden“ bei der Teilnahme an einer Beerdigung (in diesem Fall ihrer Uroma) nehmen. (ja, es gibt sicherlich Kinder, die aus dieser „Aussage“ fallen, aber so etwas sollten verantwortungsbewußte Eltern/Großeltern wissen.
    Die Beiden sind sehr verschieden, aber am Grab überwog schichtweg Interesse, was sich da wohl in der Grube tut (die Kleine wäre fast hineingefallen – es heißt nicht ohne Grund: DIE Neugier).
    Es hat Eindruck gemacht, das erkennt man daran, daß sie noch heute (nach fast zwei Jahren) noch immer sprechen, jedoch ohne die geringste Angst.

  24. Das Thema kommt in jedem zweiten Trauergespräch – einmal spricht es die Familie an, neunmal ich. Und meist sind die Eltern (weniger die Großeltern) sehr erstaunt, wenn ich sie ermutige, die Kinder mitzubringen. „Die verstehen das doch nicht!“ Aber sicher doch, die verstehen auch, daß die Oma nicht mehr wiederkommt, daß sie uns jetzt für immer fehlen wird. Und sie brauchen genau wie die Erwachsenen Riten, um mit diesem Verlust umzugehen.
    Extrem war eine Siebenjährige, die den Opa auf dem Sterbebett sehen wollte (die Mutter hat es verwehrt) und auch ganz bestimmt mit zur Beerdigung gehen wollte, auch das hat die Mutter verwehrt. Armes Kind.

    Und wenn einer fürchtet, das Kind könnte sich danebenbenehmen: da müßte man auch 10% der erwachsenen Anwesenden in der Trauerfeier rauswerfen…

  25. Unsere damals 5-jährige Tochter war bei der Beerdigung ihres Opas natürlich auch dabei.
    Sie hat mitbekommen, dass er gestorben war, also hat sie ihn auch auf seinem letzten Weg begleitet.
    Sie hat ihn geliebt, er hatte ein Herz für Kinder.

  26. Meine Kinder waren schon auf mehreren Beerdigungen. Bei ihrem Großvater auch mit offenen Sarg. Und da war es sogar so, dass die Kleinere explizit sagte, dass sie nochmal zur Sarg gehen wollte, um Abschied zu nehmen. Der Wunsch wurde ihr gewährt und sie hat keine Albträume davon bekommen.
    Und für mich waren die Kinder bei den Beerdigungen auch Trost: Man sieht, das Leben geht weiter. Und manchmal kommen auch gut gemeinte Aussagen, mit denen die grauen Wolken der Trauer aufbrechen…

  27. Die Oma meines Mannes verstarb, als unsere Erstgeborene ca 4 Monate alt war. Da hieß es von Schwiegereltern aus, der Säugling DARF nicht mit zur Beerdigung der Uroma. Auf einem Friedhof lauere der Tod! Ich als junge Mutter musste also mein Kind in die Hände fremder Menschen geben um einem verstorbenen Menschen die letzte Ehre zu erweisen. Fremde Menschen deshalb, weil ich vorher nicht wußte, was für ein Tammtamm es gibt, wenn ich meine Tochter mitbringe, war ja schließlich ihre Uroma. Und weil irgendeine Enkelin einer Tante meines Mannes, die ich noch nie gesehen hab mit 13 Jahren ja alt genug ist, auf einen Säugling aufzupassen.

  28. Ach so: im Übrigen gehen wir inzwischen mit dem Thema Tod recht locker um. Manchmal fangen die Kinder (inzwischen 8 und 5 1/2) plötzlich an zu erzählen: Schade, dass Uroma nicht mehr da ist. Aber die ist ja ein Engel im Himmel.

    Und wenn sich beim Sonnenuntergang der Himmel komplett rot färbt, dann sagen sie: guck mal, Uroma und Oma backen schon die Plätzchen für Weihnachten.

    Ich sage den beiden auch immer wieder, auch wenn Oma / Uroma gestorben ist, ihre Seele ist bei uns in unseren Herzen und dort lebt sie weiter. Und sie passt immer gut auf uns auf. Kinder verstehen sowas. Und wenn man alles nur etwas kindlich verpackt, dann ist das Thema Tod und Sterben gar nicht so schlimm.

  29. Also ich meine, daß man bei diesem Thema ziemlich ins fettnäppchen treten kann. Es kommt einfach auf den Einzelfall an. Als mein Vater 2011 in der Weihnachtswoche gestorben ist, habe ich meine beiden (Heute 9 und 7 Jahre) einfach gefragt, ob sie den Opa nochmal sehen wollen. Im Bekanntenkreis hieß es überall: Bloß nicht. und wie kannst du das machen. die bekommen doch nen Schock. usw…. Ich denke, die meisten kennen diese Sprüche. Die Kinder haben übedingt darauf bestanden, und ich habe es bis heute nicht bereut. Mein Daniel hat seine Opa ins Gesicht geschaut und dann mich gefragt: Papa, warum lächelt Opa? Nach dem eersten Erstaunen, ist mir nur die Antwort eingefallen: Weißt du, als Opa gestorben ist, hat er in den Himmel geschaut, dort wo er jetzt ist.
    Bei der Beerdigung selber waren die beiden, obwohl sie richtige Wirbelwinde sind, brav und ruhig. Sie haben einfach instiktiv gemerkt, wie ich mich gefühlt habe und welchen Verlsut wir alle erlitten haben.

  30. Ich war 3 1/2 als mein Vater starb und wurde nicht zur Beerdigung mitgenommen. Ich weiß gar nicht warum. Angeblich hieß es, dass ich das ja noch gar nicht begreifen würde. Ja klar: Mein über alles geliebter Papa war nicht mehr da (er war an einem Zuckerschock gestorben.)und meiner Mutter war sehr traurig. Ich habe sie wohl viel getröstet und ein Jahr lang schwarze Prinzessinnen gemalt.
    Bei den Beerdigungen meiner Großeltern (da war ich dann aber schon Teenie.) habe ich mich aber nicht abhalten lassen zu gehen.

  31. „Bei den “netmoms” stellt eine Leserin die Frage, was sie ihrer 6-jährigen Tochter zur Beerdigung der Großmutter anziehen soll.“

    —————–> WAS SCHWARZES

    Hahaha das wäre bei Yahoo Answers seit knapp 500 Jahren auf Platz 1 der Antwortränge mit den hilfreichsten Antworten.
    Aber jetzt mal im Ernst…
    Man könnte da zum Beispiel schwarze Jeans mit schwarzem Top kombinieren, oder ein schwarzes Kleid mit Spitzen und Silber-Diadem und Gothic-Dekolltè-Schmuck wie „Bed of Blood Roses“, stylisch sieht dazu ein Schleier aus und eine schwarze Rose die ins Haar gesteckt wird – generell empfohlen wird kein Goldschmuck sondern nur Silber denn Silber ist kalt und repräsentiert den Mond (im übertragenen Sinn: die ewige Nacht).
    Auf die Frage was denn mit Grossmutter ist, und warum sie verscharrt wird statt wie seit Jahren gewohnt vom unterbezahlten Zivi ins Bett gelegt, kann man antworten „Grossmutter schläft“ oder „Grossmutter kann Dir jetzt nie wieder was tun und dich nie wieder anfassen“ abhängig davon wie das Verwandtschaftsverhältnis zuvor eben war. Die Frage was nach dem Tod ist, kann auch Google nicht beantworten es ist also unnötig derartige Fragen zu stellen oder gar versuchen den Tod zu erklären, sehr viel mehr Spass als über sowas nachzugrübeln macht es stylische schwarze Schuhe zu kaufen die aber nicht für ein einmaliges Begräbnis verschwendet werden sollten sondern alltagstauglich sein sollten, zum Beispiel schwarze Pumps oder Riemchensandalen in Kombination mit schicker stonewashed Bootleg-Jeans, und dazu ein Top in schwarz wo graue oder violette Rosen aufgedruckt sind.
    Da kleine Kinder beim Leichenschmaus im Rahmen der anschliessenden Erbschaftsfeierlichkeiten mit Sang und Umtrunk nicht auf die Kleidung acht geben, sondern sich darüber freuen dass es zukünftig 500 Euro pro Woche Taschengeld gibt und Daddy einen neuen Ferrari bekommt, sollten schicke Klamotten vom Begräbnis gegen schlichte Alltagsklamotten ausgetauscht werden (also Klamotten mit denen sie auch rumtollt.)

    Tja das wärs erstmal. Schicke Klamotten gibts bei eBay und bei ausgewählten Boutiquen.

    • Euh – don’t feed the trolls!

      Aber jetzt mal im Ernst…

      Wirklich?

      Man könnte da zum Beispiel schwarze Jeans mit schwarzem Top kombinieren, oder ein schwarzes Kleid mit Spitzen und Silber-Diadem und Gothic-Dekolltè-Schmuck wie “Bed of Blood Roses”, stylisch sieht dazu ein Schleier aus und eine schwarze Rose die ins Haar gesteckt wird – generell empfohlen wird kein Goldschmuck sondern nur Silber denn Silber ist kalt und repräsentiert den Mond (im übertragenen Sinn: die ewige Nacht).

      sehr viel mehr Spass als über sowas nachzugrübeln macht es stylische schwarze Schuhe zu kaufen die aber nicht für ein einmaliges Begräbnis verschwendet werden sollten sondern alltagstauglich sein sollten, zum Beispiel schwarze Pumps oder Riemchensandalen in Kombination mit schicker stonewashed Bootleg-Jeans, und dazu ein Top in schwarz wo graue oder violette Rosen aufgedruckt sind.

      Hey, das ist eine Beerdigung, keine Showveranstaltung! Und es geht, nicht vergessen, um ein sechsjähriges Mädchen! Da geht eigentlich alles, für kleine Kinder gilt keine Kleiderkonvention – außer man ist adelig oder abgetickt (und das oder ist nicht „xor“).

      Auf die Frage was denn mit Grossmutter ist, und warum sie verscharrt wird statt wie seit Jahren gewohnt vom unterbezahlten Zivi ins Bett gelegt, kann man antworten “Grossmutter schläft”

      NIEMALS! Für Erwachsene mag der Tod „Schlafes Bruder“ sein, sofern sie denn noch in der Frühromantik leben. Kindern NIE erzählen, tot sein wäre schlafen! Oder bist du unterforderter Kinderpsychiater und suchst noch Kunden?

      oder “Grossmutter kann Dir jetzt nie wieder was tun und dich nie wieder anfassen” abhängig davon wie das Verwandtschaftsverhältnis zuvor eben war.

      Der Teppich, den du geraucht hast, war aber von ikea und nicht aus Persien, oder?

  32. Ich war fast sieben als mein Opa nach 6 Monaten Kampf gegen den Krebs gestorben ist. Meine Schwester, damals fast vier, hat ihn auf dem Sterbebett gesehen, weil sie mit meiner Mutter bei meinen Großeltern war, während mein Vater und ich zu Hause bleiben mussten wegen Arbeit und Schule. In den Tagen vor der Beerdigung sind wir mehrmals ins Leichenschauhaus gegangen und wir Kinder durften ihn berühren, ihn küssen und mit ihm reden. Meine Mutter hat – gegen den Willen einiger alter Tanten und Onkels – durchgesetzt, dass wir bei der Beerdigung dabei waren und wir haben auch keinen Schaden davongetragen, „obwohl“ meine Mutter vor uns geweint hat (das hat sie auch vorher schon…). Der Tod gehört zum Leben dazu und bei uns war er nie ein Tabu und ich bin froh, dass meine Eltern damals so entschieden haben.

  33. Mein Sohn war 4,5 Jahre alt, als sein Vater sich umbrachte.
    Ich habe ihn damals mitgenommen zur Beerdigung. Es war wichtig für ihn sich zu verabschieden. Ich denke nicht, dass man generell Kinder mitnehmen sollte oder nicht. Man sollte dies individuell bei jedem Kind entscheiden.

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