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Beruferaten

Von

Walle walle, knille knalle, die hat’se doch nicht alle!

Ich habe doch schon mal geschrieben, daß die Leute die zu uns kommen ja meistens in einer psychischen Ausnahmesituation sind und wir uns im Bewußtsein dieser Tatsache einerseits entsprechend überkorrekt verhalten und andererseits diversen Macken und Schrägdenkweisen durchaus tolerant gegenüberstehen.

Aber die, die gerade aus meinem Laden raus ist, die hat den Vogel abgeschossen.

Am Telefon: „Mein Schwiegervater ist tot, ich muss mich jetzt um alles kümmern, wann haben Sie Zeit?“

Nachdem ich das Übliche gesagt habe, höre ich: „Ich bin in fünf Minuten da, bitte halten Sie sich bereit, ich habe nicht viel Zeit, ich muss dann nämlich in meine Praxis.“

Sie kam dann auch nach gut fünf Minuten, ignorierte meine zum Gruß ausgestreckte Hand, schüttelte stattdessen ihr langes, feuerrotes Haar und meinte nur: „Lassen Sie uns ohne Umschweife zum Thema kommen, meine Patienten warten!“

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Der Grablichtautomat

Von

Das kann einem ja jederzeit passieren: Man ist so unterwegs und urplötzlich fällt einem siedendheiß ein, daß man vielleicht gerne ein Grablicht hätte. Tja und dann ist weit und breit kein Grablicht-Fachgeschäft in Sicht. Was tun?
Möglicherweise steht ja ein romantischer Abend mit einer Hübschen auf dem Spiel, die eine besondere Vorliebe für Grablichter hat, wer weiß?

Gut, daß es da den Grablichtautomaten gibt!

Gefunden bei: Das Schaaf bloggt

Hauen und Stechen

Von

Ein Bestatter aus einer etwa 60 km entfernten Stadt, nennen wir ihn mal Richter, ist ein sehr netter Kollege. Ich habe Herrn Richter vor etwa 4 oder 5 Jahren kennengelernt, als ich zufällig an „unserem“ Friedhof vorbeikam und ihn mit seinem Bestattungswagen vor dem verschlossenen Tor stehen sah. Ich hab angehalten und ihm mit unserem Schlüssel aus der Patsche geholfen, er war außerhalb der Dienstzeiten gekommen und da ist am Friedhof nur ein kleines Fußgängertor offen.

Anschließend kam er dann noch auf einen Kaffee mit zu uns und war sehr von unserem Haus angetan, was mir schmeichelte. In unserem Sarglager sah er dann die Sargrollwagen, mit denen wir leere und volle Särge bewegten und hatte da einen Änderungs- bzw. Verbesserungsvorschlag. Irgendwas mit Vierkantrohren, ich merkte es mir damals nicht wirklich.

Zwei Tage später stand er wieder bei mir vor der Tür und hatte so einen Sargwagen dabei, den er extra für uns zusammengeschweißt hatte. Das fand ich nett und diese Sargwagen sind seitdem bei uns im Dutzend im Einsatz.

sargwagen1.jpg
so ähnlich sind diese Sargwagen; wir haben Sie mit und ohne obere Platte

Richter und ich sind keine guten Freunde, aber sehr gute Kollegen. Wenn bei ihm mal Not am Mann ist, helfe ich ihm und umgekehrt ebenso. Mal hat er einen Toten hier aus unserer Stadt abzuholen und dann erledigen wir schon mal die Abholung und besorgen die Papiere und ein anderes Mal müssen wir zu einem der zahlreichen Friedhöfe in seiner Gegend und er ist uns behilflich.

Diese Tage rief mich Richter an und klagte mir sein Leid mit der Konkurrenz. Zum dritten Mal habe man ihm sämtliche Reifen am Bestattungswagen zerstochen und kein Mensch könne ihm helfen.
Auch wir haben Konkurrenz und es geht nicht immer freundlich zu, aber wenigstens geht es nicht so weit, daß es zu Sach- oder Personenschäden kommt.

Als Richter mir das mit den Reifen erzählte, fing er an zu weinen. Ein erwachsener Mann ist so fertig, daß er am Telefon heult.

„Ich bin am Ende“, sagte er: „Ich weiß nicht mehr wie es weitergehen soll, ich glaube ich sperre hier zu.“

Was er mir dann alles erzählte, geht auf keine Kuhhaut, ist unglaublich und das muss ich selbst erst mal verarbeiten.

Wenn ich es alles richtig sortiert habe, fange ich an, ab morgen darüber zu schreiben.

Google Platz 5

Von

Das wundert mich nun aber doch:
Wenn ich bei Google „bestatter“ in das Suchfeld eingebe, taucht mein Weblog auf Platz 5 auf. Noch vor geraumer Zeit lag ich irgendwo auf Seite 2 der Suchergebnisse. Wäre doch ein Witz, wenn ich es noch höher schaffe :-)

platz5foto.gif

More 2

Von

Ich schrieb ja, daß einige Leser Probleme mit dem „more-Link“ im RSS-Feed haben.
Selbst habe ich diese Probleme auch nicht. In meinem Feedreader wird alles ordnungsgemäß dargestellt.
Daß die Feeds am more-Tag abgeschnitten und nicht komplett ausgeliefert werden, ist ein Feature/Bug von WordPress.

Sebastian hat mich auf dieses Plugin hingewiesen, das ich mal versuchsweise installiert habe. Mal sehen, ob’s hilft.

More

Von

Ein paar Mal haben mich Leser schon auf folgenden Umstand aufmerksam gemacht:

Wenn meine Artikel einen „more-Link“ enthalten, also wegen der Länge mittels „weiterlesen…“ in zwei Teile zerlegt sind, wird im RSS-Feed kein Hinweis auf diesen Umstand angezeigt. Im Gegensatz zu anderen Weblogs fehlt ein Hinweis in der Art von (…more…)

Ich finde jedoch keine Stelle, an der ich das ändern oder einstellen kann.

Weiß da jemand mehr?

Tote auf der Warteliste

Von

Tote werden wie am Fließband beerdigt, müssen vorher auf einen freien Platz in der Kühlzelle warten und am Beerdigungstag findet man kein freies Lokal für den Leichenschmaus.

Das sind die Zustände, wie sie, kurz beschrieben, auf dem Friedhof in Dülken herrschen, das berichtet RP-Online.

Wie aus dem Artikel hervorgeht, hat die Verwaltung lediglich für die Tage Dienstag und Donnerstag Beerdigungen vorgesehen. Leider schweigt sich der Artikel über die Hintergründe und Ursachen aus und gibt lediglich die „neue Viersener Bestattungsregelung“ und „Kostengründe“ an.

Die Beschränkung auf lediglich zwei Beisetzungstage führt nun dazu, daß offenbar die Kapazitäten zur Leichenlagerung sowohl auf dem Friedhof, als auch bei den Bestattern nicht mehr ausreichen. Sechs Kühlkammern soll es vor Ort geben und die sind unter Umständen schnell belegt, weil die Leichen bis zu eine Woche auf die Bestattung warten und so lange zwischengelagert werden müssen.
So kann es passieren dass Leichen nicht sofort einen Platz in der Kühlkammer bekommen, im vorliegenden Fall konnte der Verstorbene erst nach einem Tag Wartezeit in die Kühlung.

Aus dieser Regelung ergeben sich natürlich auch diverse Folgeprobleme. Die wenigen Cafés und Lokale sind schnell mit Beerdigungsgesellschaften belegt, die natürlich alle an diesem Tag „feiern“ wollen. Auch auf dem Friedhof muss es dann natürlich recht zügig gehen. Während an einer Stelle noch beerdigt wird, muss an einer anderen Stelle der Bagger schon das Grab zuschaufeln.

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