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Pappurnen

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Gestern war ich auf einer Urnenbeisetzung, die Urne sah aus wie aus Granit. Dann nahm der Friedhofsarbeiter den Deckel ab und zeigte dem Witwer das was in der Urne ist. Zwei Fragen: Warum zeigt man die Asche vor? Der Deckel sah von innen aus wie Eierverpackung, das ist doch Betrug. Die Urne war nur aus Pappe! Darf der Bestatter das?

In der Überurne befindet sich nicht direkt die Asche, sondern die Aschenkapsel. Auf dem Deckel sind der Name und die Lebens-, Sterbe- und Einäscherungsdaten der verstorbenen Person eingeprägt. Auf manchen Friedhöfen zeigt man den Angehörigen, daß da jetzt auch der Richtige beigesetzt wird.

Es gibt durchaus günstige Urnen, die aus Pressmaterialien, z.B. aus Pappe oder Maisstärke bestehen. Sie sehen aus, als ob sie aus Metall, Holz oder Stein gefertigt sind. Sie vergehen im Erdreich schnell, es bleibt dann nur die Aschenkapsel.
Es wäre nur dann eine Täuschung des Kunden, würde der Bestatter eine Urne aus Pappe als Stein- oder Metallurne verkaufen. In der Regel sehen die Kunden aber gerade die Urne vorher ganz genau und nehmen sie auch oft in die Hand.
Ich kenne keinen Bestatter, der sowas macht, um die Kunden zu täuschen, das lohnt sich überhaupt nicht. Die Angehörigen werden die Urne wohl so ausgesucht haben.

Beim Pietätwarenhändler

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Gestern war ich den ganzen Tag beim Pietätwarenhändler.

Von ihm kann ein Bestatter alles beziehen, was er für seine tägliche Arbeit benötigt, vom Sargnagel über die benötigten Chemikalien bis hin zum Bestattungswagen. Vor allem kleinere Bestatter beziehen oft ihr gesamtes Sortiment und Zubehör von einem Großhändler. Wir beziehen unsere Särge von anderen Lieferanten und kaufen noch günstige Urnen und Decken bei anderen Händlern dazu. Unser Pietätwarengroßhändler hat nämlich keine Billigwaren.

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Radfahrertode

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Ueber diesen Einzelfall hinausgehend, was sind denn die haeufigsten Gruende warum Radfahrer auf deinem Edelstahltisch landen?

Gruende wie zum Beispiel „nachts ohne Licht unterwegs“, „von Autofahrer uebersehen“, „Herzinfarkt“ oder „bei Rot ueber eine Ampel gefahren“.

Kurze Version:
Kopftraumata

Längere Version:

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Postmortale Erektion

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Postmortale Erektion, das ist ein Thema, das viele bewegt und immer wieder zu Nachfragen führt. Gerne will ich deshalb einmal exemplarisch auf eine solche Frage eingehen.

Ich habe Bestattungsfachkraft gelernt und unter uns war es immer ein Thema, die postmortale Erektion. Allerdings konnte un da keine was zu sagen. Gibt es sowas wirklich

Typische Radio Eriwan Antwort: Im Prinzip ja, aber:

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Mac

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Hat jemand eine Ahnung ob/wie man in Safari oder besser noch in Firefox eine angezeigte Adresse ins Adressbuch eines Mac übernehmen kann?

Fabian II

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Der Tod des kleinen Fabian läßt die Wellen in unserem Ort hochschlagen. Die einen meinen, die Metzgersfrau hätte besser aufpassen sollen, die anderen sehen die Schuld alleine bei dem Jungen.

Es ist durchaus nicht unüblich, daß hier auch nach Einbruch der Dunkelheit noch Kinder mit dem Fahrrad unterwegs sind. Unser Ort war lange eine eigene Gemeinde, ist seit fast 100 Jahren in die Großstadt eingemeindet und bildet den Rand zur dörflichen Struktur ringsum. Zahlreiche Vereine, in denen sich Kinder betätigen, haben Übungs- und Trainingsstunden, die bis gegen 19 Uhr andauern, einer Zeit also, in der es viele Monate im Jahr schon dunkel ist.
Das Radwegenetz ist sehr gut ausgebaut. Man hat die holperigen Radwege, die mehr eine Alibi-Funktion hatten, ausgebaut und durchgehend gut befahrbar und breit genug gemacht. Radfahrerampeln, weite, rot gepflasterte, Übergangsbereiche usw. machen das Radfahren an und für sich zu einer bequemen und sicheren Sache. Ich fahre selbst hin und wieder mit dem Fahrrad, meine Kinder sind ständig mit dem Rad unterwegs.

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Fabian und das feuerrote Fahrrad

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Radfahrer haben eine schmale Silhouette. Besonders bei Dunkelheit sind sie deshalb für den Autofahrer schlecht zu erkennen, was wohl der Hauptgrund dafür ist, daß Reflektoren an den Pedalen, den Speichen und am hinteren Schutzblech vorgeschrieben sind. Rücklicht und Scheinwerfer vervollständigen ein gut sichtbares Fahrrad.

Doch halt! Stimmt das wirklich?

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Kennedy und Adidas

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Der amerikanische Klappsarg heißt bei den meisten Bestattern einfach „Kennedy“. Vielen Menschen ist erst mit der Beisetzung des ermordeten amerikanischen Präsidenten ins Bewußtsein gerückt, daß die Amerikaner keine schmalen Raumsparsärge nehmen, so wie wir, sondern auch bei den Särgen regelrechte Straßenkreuzer bauen.

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