Home Kontakt Impressum/Datenschutz Service-Portal Shop

Schau Dir diese Urne an! – Man wird sie nicht verwenden können

Gestern Nachmittag gehe ich mit Töchterlein im MediaMarkt einkaufen. Irgendeine Folie fürs Handy benötigt die junge Frau. Ich bleibe natürlich bei Drohnen, Smartwatches und anderem Tinnef hängen.
Nach einer Weile wundere ich mich, wo das Mädchen sich herumtreibt. Hoffentlich hat sie nicht Teures entdeckt und kullert mich dann wieder mit ihren Riesenaugen an…

Doch ich finde die 20-jährige wie sie ganz ehrfürchtig vor einem Regal steh. Sie meint: „Papa, guck Dir mal diese Urnen an!“

Ich schaue und staune:

Diese Diashow benötigt JavaScript.

Da stehen tatsächlich mehrere Gegenstände in Reih und Glied, die auf den ersten Blick eine gewisse Ähnlichkeit mit Urnen haben.
Als Bestattertochter kennt meine Kleine natürlich Urnen, ist ja klar.

Genauso klar: Im MediaMarkt werden keine Urnen verkauft.
Aber wirklich, sehen diese Bluetooth Lautsprecher des Herstellers Ultimate nicht tatsächlich aus, wie moderne Urnen?

Ich weiß nicht, was sich der Hersteller bei diesem Design mit dem Kreuz auf der Vorderseite gedacht hat.

Eine echte Urne sieht wirklich nicht viel anders aus:

Zylinderförmig und ein Kreuz auf der Vorderseite.
Diese Definition trifft also sowohl auf die oben abgebildete Urne, als auch auf die abgebildeten Lautsprecher zu.
Kein Wunder also, dass hier gewisse Assoziationen aufkommen. Die Ähnlichkeit ist frappierend. Meine Kleine hat durchaus Recht.

Junge Leute, die diese Lautsprecher im Regal der Elektronikläden sehen, werden kaum an Urnen denken.
Aber Menschen, die gerade jemanden verloren haben und vielleicht erst vor wenigen Tagen oder Wochen in einer Trauerhalle vor einer echten Urne gesessen haben, könnten sich unangenehm berührt fühlen.

Was meint Ihr dazu?

Gelungenes Design, die Ähnlichkeit ist gar nicht gegeben?
Oder erinnert Euch das auch an eine Urne?

Schreibt mir Eure Meinung doch gerne in die Kommentare.

PDF erzeugen
Peter Wilhelm23. März 2018

16 Kommentare von 140410.

  1. Das sieht in der Tat einer Urne sehr ähnlich. Und dann noch der Name des Herstellers, zu dem das „ears“ offenbar gehört, also „ultimate ears“ – zu übersetzen z.B. mit „letzte Ohren“ :-)

  2. Ein „dual use“-Lautsprecher: Nach dem Tod des Besitzers einfach Elektronik raus, Aschenkapsel rein, und ab ins Loch damit.

    Schade, dass für beides kein Platz ist. Ist ja Bluetooth, und die Batterie hält bestimmt ’ne Weile. Wenn da plötzlich leise „knockin‘ on heaven’s door“* aus dem Boden tönen würde: Wär‘ schon cool.

    *: Natürlich die Version von Gun’n’Roses

  3. Auf den ersten Blick sehen die Lautsprecher wirklich wie hochmoderne Urnen aus. Beim 2. Blick fiel mir allerdings auf, dass das vorne drauf kein Kreuz ist, sondern ein Plus (+) und ein Minus (-). Aber irgendwie gefallen sie mir. ;)

  4. Wenn man die Totenasche ohne Käpsele hinein geben würde, dann könnte man das Modell gut zur Verstreuung von Asche nehmen. :-)

    • @Ingrid Hoerner:
      Und wenn die Trauerfeierlichkeiten vorbei sind, wird die Urne einfach aufbewahrt und im nächsten Winter mit Asche aus dem Holzofen aufgefüllt.
      Der Gehweg muß schließlich auch gestreut werden…..

  5. Wirklich das erste Mal, dass ich das „Minus“-Zeichen hochkant gestellt sähe.
    Was würde das im Mathematikunterrricht geben?

Schreibe einen Kommentar

Pflichtfelder sind mit * markiert.


Nutzungsbedingungen | Trollhilfe | Kommentar fehlt? | So gehen Abstände! | Smileys